Die Filmreihe um den personalisierten, aber entkörperlichten, sadistisch-humorvollen Tod, der die ihm von der Schippe Gesprungenen gnadenlos zurückholt, geht in die vierte Runde und bemüht dafür das neue 3-D-Format. Das macht durchaus Sinn, hat sich die Reihe doch nach dem ersten Teil immer mehr in eine Art Creative-Killing-Almanach verwandelt, der seine holzschnittartig gezeichneten Charaktere nur dafür braucht, sie möglichst spektakulär ins Jenseits zu befördern. Teil 4 kommt, soweit ich mich an die beiden Vorgänger erinnern kann, noch schneller zur Sache, verkneift sich wirklich jegliche überflüssige Szene und reiht einen Tod an den nächsten. Wer von einem Film erwartet, dass er eine Geschichte erzählt und Figuren aufweist, die einem etwas bedeuten, ist hier eindeutig fehl am Platze, wer aber Spaß an der schwarzhumorigen Perfidität des Todes hat, an minutiös konstruierten Kettenreaktionen, spektakulären 3-D-Effekten und schließlich der mit Finten, Täuschungen und Zeitschleifen angereicherten Erzählstruktur, die fast selbst ein Spezialeffekt hat, der wird hier gut bedient. Ich finde sogar, dass die Reihe mit jedem Teil, der sich vom klassischen Erzählkino entfernt, immer besser wird. Irgendwann wird ein FINAL DESTINATION-Film kommen, der sich entweder am Schluss komplett als Todesvision erweist oder aber so viele Visionen ineinanderschachtelt, dass es die übergeordnete Perspektive gar nicht mehr gibt. Einen fantasievollen, spiel- und experimentierfreudigen Regisseur vorausgesetzt, lässt sich aus dieser Reihe noch einiges herausholen. Von mir aus darf Teil 5 gern kommen.
03
Sep
09
0 Antworten zu „the final destination (david r. ellis, usa 2009)“