basket case 3: the progeny (frank henenlotter, usa 1991)

Veröffentlicht: Oktober 16, 2010 in Film
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Monate nach den Ereignissen von BASKET CASE 2 befindet sich Duane (Kevin van Hentenryck) in einer Gummizelle in der Obhut von Granny Ruth (Annie Ross), während Belial erwartet, Vater zu werden. Um seine Kinder auf die Welt zu bringen, reist Ruth mit allen ihren Freaks und Duane in den Süden, wo ihr Exmann Uncle Hal (Dan Biggers) mit dem gemeinsamen Sohn Little Hal (Jim O’Doherty), der ebenfalls deformiert ist, lebt. Es kommt wie es kommen muss: Zwei örtliche Polizisten vermuten, dass die immer noch gesuchten “Times Square Twins” bei Hal untergeschlüpft sind und stoßen auf die Freakkolonie von Ruth. Die Katastrophe lässt nicht auf sich warten und zieht einen blutigen Rachefeldzug der Freaks nach sich …

Nachdem BASKET CASE 2 noch recht gut gelungen war, geht es im zweiten und letzten Sequel nun merklich bergab. Das größte Problem von BASKET CASE 3: THE PROGENY ist, dass er der Geschichte um Duane, Belial und Granny Ruths Freaks rein gar nichts mehr hinzuzufügen weiß. Erneut geht es um die mangelnde Toleranz der “Normalen” gegenüber den Freaks, die doch nur in Frieden leben wollen, und keine andere Chance sehen, als sich zu wehren. Und wenn es schon nichts Neues zu erzählen gibt, gibt es streng der Sequellogik folgend einfach von allem etwas mehr: mehr Freaks, mehr beknackte Einfälle, mehr Splatter und statt einer Freak-Sexszene nun eine Freak-Geburt, bei der gleich ein ganzes Dutzend kleiner Belials das Licht der Welt erblickt. Das böte sicherlich immer noch genug Stoff für einen bunten Exploiter, nur leider wurden diese Einfälle nicht in eine überzeugende Story eingebunden und der reine Schauwert trägt den Film nicht mehr, weil man sich etwa an den Freaks schon im Vorgänger sattgesehen hat. BASKET CASE 3: THE PROGENY wirkt inhaltlich beliebig und hat zumindest mich emotional überhaupt nicht mehr involviert. Natürlich ist er immer noch ehrlicher und liebevoller als vieles, was in jener Zeit sonst so auf den übersättigten Horrormarkt geworfen wurde, aber bei Henenlotter liegt die Messlatte dann doch deutlich höher, als das man sich mit Durchschnitt zufrieden geben würde. Sehr wahrscheinlich war auch Henenlotter nicht so zufrieden mit dem Endergebnis, denn dies sollte für lange, lange Zeit sein vorerst letzter Film vor einer wahrhaft fulminanten Rückkehr bleiben.

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Kommentare
  1. Jay sagt:

    Fulminante Rückkehr? Du meinst jetzt nicht Bad Biology, oder? SRSLY, WTF?

  2. Jay sagt:

    Bin gespannt! SRSLY! :)

  3. [...] drei Filmen für Shapiro Glickenhaus in die künstlerische Warteschleife. Nach dem enttäuschenden BASKET CASE 3 hat es satte 17 Jahre gedauert, bis er sich wieder hinter die Kamera stellte. Das Ergebnis ist [...]

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