jumping jacks (norman taurog, usa 1952)

Veröffentlicht: April 27, 2008 in Film
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Der Komiker Hap Smith (Jerry Lewis) ist mit seiner Partnerin Betsy (Mona Freeman) auf Erfolgskurs und soll bald am Broadway auftreten, als ihn ein geheimnisvoller Brief zu einer streng geheimen Mission beruft. Urheber des Briefes ist Haps alter Kumpel Chick Allen (Dean Martin), seines Zeichens Fallschirmjäger und nebenbei für die Truppenunterhaltung verantwortlich. Weil sein Chef das Entertainment vollkommen streichen will, muss die nächste Show ein Kracher werden und dafür braucht Chick die Hilfe von Hap, der sich leider vollkommen verplappert und daraufhin unter falschem Namen bei den Fallschirmjägern landet. Es gibt die zu erwartenden Verwicklungen und Verwirrungen …

Nach vier Filmen mit Regisseur Hal Walker markiert diese erste Zusammenarbeit von Jerry Lewis und Dean Martin mit Regisseur Norman Taurog den Beginn der nächsten wichtigen Schaffensperiode: Mit Taurog zusammen realisierten die beiden zwischen 1952 und 1956 insgesamt fünf Filme: JUMPING JACKS, THE STOOGE, LIVING IT UP, YOU’RE NEVER TOO YOUNG und PARDNERS. Taurog hat seinen Platz in filmischen Geschichtsbüchern aber noch aus anderen Gründen sicher: 1931 erhielt er 32-jährig den Regieoscar für SKIPPY und ist somit der jüngste Regisseur, dem diese Auszeichnung zuteil wurde. Nebenbei ist er mit neun (!) gemeinsamen Filmen maßgeblich am filmischen Output Elvis Presleys beteiligt. Man tut Taurog wohl nicht ganz Unrecht, wenn man ihn eher als soliden Handwerker bezeichnet, denn als auteur. Bei JUMPING JACKS beschränkt sich seine Aufgabe dann auch darauf, Jerry Lewis im Zaum zu halten und darauf zu achten, dass der Rote Faden sich zwischen den nur lose verbundenen Comedy- und Gesangseinlagen nicht gänzlich verflüchtigt. Dies gelingt ihm auch ganz gut, dennoch will JUMPING JACKS keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen. Als Armykomödie hat Taurogs Film in nicht unerheblichem Maße damit zu kämpfen in unmittelbarer Konkurrenz zum ungleich besseren SAILOR BEWARE zu stehen. Lewis‘ Eskapaden, mit deren Niveau seine Kollaborationen mit Dean Martin zu diesem Stadium ihrer gemeinsamen Zusammenarbeit stehen und fallen, wirken eher müde und festgefahren. Ähnliches gilt für Martins Gesangsnummern: Wenn man ihm keine Frau zum Anschmachten an die Seite stellt, verpufft sein schmieriger Charme im Nichts. JUMPING JACKS ist ganz sicher kein Totalflop, wirkt aber wie eine mit angezogener Handbremse und auf Autopilot inszenierte und gespielte Pflichterfüllung. Für die nächsten Filme mit Taurog ist nach oben noch Luft.

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