the glass bottom boat (frank tashlin, usa 1966)

Veröffentlicht: April 27, 2008 in Film
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Bruce Templeton (Rod Taylor) ist Erfinder und mit einem wichtigen Raumfahrtprjoekt betraut. Als er die attraktive Jennifer Nelson (Doris Day) kennen lernt und herausfindet, dass diese ebenfalls für seine Firma arbeitet, stellt er sie als seine persönliche Biografin ein. Es sprühen die Funken, bis Bruce‘ Arbeitgeber den Verdacht äußern, Jennifer könnte eine Spionin der Gegenseite sein …

Frank Tashlins Komödie verdankt ihren Appeal der Verbindung Bond’scher Spionage-Science-Fiction und der hausmütterlichen All-American-Mom-Persona Doris Days. Die High-Tech-Gimmicks der Bond-Filme gehören hier nicht der Sphäre des Hochverrats an, sondern dem Betätigungsfeld der amerikanischen Familie: So wird Jennifer in Templetons Küche mit einer vollautomatisierten Küchenzeile und einem intelligenten Putzroboter konfrontiert. Und weil Jennifer von diesen harmlosen Erfindungen sichtlich verunsichert wird, wirkt die Idee von Tempeltons Vorgesetzten, die arglose Jennifer könne im Dienste der Russen stehen, umso absurder. Oder wie es Templeton nur wenig charmant ausdrückt: „Sie ist nicht intelligent genug für Spionage!“ Das kann man durchaus auch als Kritik am US-amerikanischen Status Quo lesen, wenn man will. Es gibt Vieles, das THE GLASS BOTTOM BOAT zur Ehre gereicht – Tashlins wunderbare Bildgestaltung (diese Farben!), die Chemie zwischen den Stars Doris Day und Rod Taylor und die herrlichen Auftritte von Dom DeLuise als trotteliger Spion –, dennoch hat der Film mit nicht unerheblichen Pacing-Problemen zu kämpfen: Nach der Exposition will der Film einfach keinen richtigen Zug entwickeln, springt er irgendwie unentschlossen von einer Szene zur nächsten. Da ist es dann umso erstaunlicher, dass die letzten vierzig Minuten, in denen die einzelnen Plotfäden bei einer Party im Hause Templetons zusammengeführt werden, wie aus einem Guss erscheinen und THE GLASS BOTTOM BOAT zu einer famosen Screwball-Komödie machen.

Kommentare
  1. […] Oliver auf Remeber it for later Teilen Sie dies mit:E-MailDruckenFacebookTwitterGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste dem dies gefällt. […]

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