krush groove (michael schultz, usa 1985)

Veröffentlicht: August 4, 2008 in Film
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Russell (Blair Underwood) ist der Manager von Run-DMC, bei denen auch sein Bruder Run (himself) mitwirkt. Gleichzeitig betreibt er das kleine Label Krush Groove, dessen Platten dank des neuen Hits von Run-DMC plötzlich reißenden Absatz finden und so das Interesse zahlreicher großer Plattenfirmen weckt. Eine große Popkarriere scheint greifbar, aber dnn gibt es Streit zwischen den Brüdern …

KRUSH GROOVE paraphrasiert die Erfolgsgeschichte von Russell Simmons, der mit der Hilfe seines Freundes Rick Rubin (der wie der echte Simmons auch selbst mitspielt) Def Jam, das erfolgreichste Hip-Hop-Label der Welt, aus der Taufe hob. Schultz, der KRUSH GROOVE nach einer Idee von Simmons inszenierte, erzählt diese Geschichte mit den üblichen fiktiven Zutaten (Finanz- und Beziehungsprobleme) garniert als unterhaltsame Nummernrevue, die nie einen Zweifel daran lässt, worum es hier eigentlich geht: um Musik. So kommen zahlreiche der damals aktiven Rap-Kräfte in nie abreißender Folge zum Einsatz. Neben Run-DMC erlebt der Zuschauer die Fat Boys – deren Karriere der zweite Handlungsstrang gehört -, Kurtis Blow (mit tropfenden Jheri Curls), den blutjungen LL Cool J, New Edition und Sheila E. in Aktion, wobei durchaus streitbar ist, ob letztere in diesem Film überhaupt etwas verloren hat. Sheila E. war eines der kurzzeitig erfolgreichen Protegés („A Love bizarre“ wird im Film intoniert) des Herrn Prince, hatte aber weder mit Rap noch mit der New Yorker Musikszene etwas zu tun und wirkt somit als Rapperin befremdlich bis deplatziert. Grund für ihre Anwesenheit war ihr Vertrag mit der Produktionsfirma Warner und die Tatsache, dass man unbedingt ein Love Interest für Russell brauchte. Diesen typischen Beispiels für Studio-Bullshit zum Trotz geht KRUSH GROOVE aber als weit gehend ehrliche Sache durch, deren enormes Tempo zu einer vergnüglichen, von süßer Nostalgie durchzogenen Sichtung beiträgt. Und die Qualität der Musikeinlagen steht hier selbstredend nicht zur Diskussion.

Kommentare
  1. […] komplettistischen Gründen Erwähnung findet, jedoch längst nicht den Status eines WILD STYLE oder KRUSH GROOVE einnimmt, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass BREAKIN’ kein idealistisch geprägtes […]

  2. […] Reihe von Hip-Hop-Filmen dar. Bezog WILD STYLE seinen Reiz aus seiner Authentizität, trumpften KRUSH GROOVE mit Prominenz auf und die Cannon mit ihrer typischen Mischung aus Trash und Glamour, so setzt […]

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