the devil dared me to (chris stapp, neuseeland 2007)

Veröffentlicht: August 4, 2008 in Film
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Randy Cambell (Chris Stapp) kommt aus einer langen Ahnenreihe mehr oder weniger erfolgreicher Stuntmen. Sein Vater kam bei einem teuflisch missglückten Stunt ums Leben, dennoch kann sich der kleine Randy nichts Schöneres vorstellen, als selbst einmal Tod und Teufel zu trotzen. Sein großer Wunsch: der erste Mensch zu sein, der von der Südinsel Neuseelands auf die Nordinsel springt. Als er bei einer Show der Timaru Hellriders, einem Team von Höllenhunden um den arroganten und großmäuligen, aber vollkommen unfähigen Dick Johansonson (Matt Heath), schwer verletzt wird, geht sein Wunsch in Erfüllung: die Hellriders nehmen ihn unter ihre Fittiche. Doch als Randy schließlich seine große Bewährungsprobe nutzt, weckt er den Zorn des entthronten Johansonson … 

Zu THE DEVIL DARED ME TO gibt es nicht viel zu sagen: Ich mochte den Film schon beim letztjährigen Fantasy Filmfest und auch die Zweitsichtung – die Zerreißprobe für Komödien – hat diese No-Budget-Produktion aus Neuseeland mit Bravour bestanden. Ich liebe schon die Grundidee: Daredevils denken sich ebenso absurd-gefährliche wie alberne Stunts aus, die grandios in die Hose gehen, und werden trotzdem oder gerade deshalb wie Stars gefeiert. Das ist der überaus fruchtbare Boden, der von Chris Stapp und Matt Heath – zwei echten Stuntmen – erfolgreich bestellt wird. Die Gags zünden allesamt, die Schauspieler sind echte Typen, ideal besetzt und gehen in ihren Rollen voll auf, die Ausstattung ist ausgesprochen liebevoll und nach 75 Minuten endet der Film genau zum richtigen Zeitpunkt, nämlich dann, wenn man eigentlich gern noch mehr sehen würde.  Was THE DEVIL DARED ME TO von vergleichbaren Krawallkomödien unterscheidet, ist sein großes Herz: Aller Absurdität zum Trotz nehmen Stapp und Heath ihre Figuren ernst und lassen dem Zuschauer die Möglichkeit, mit ihnen mitzufiebern, sich mit ihnen zu freuen, mit ihnen zu leiden. Das ist die eigentliche Leistung dieses herrlichen kleinen Films unter dessen alberner Oberfläche sich ein weder aufgesetzt noch unangenehm pathetisch klingendes Loblied auf Nonkonformismus und Individualismus verbirgt. Hut ab!

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