randnotizen

Veröffentlicht: August 31, 2008 in Film

School of Rock (USA 2003)
Regie: Richard Linklater

Auch bei der dritten oder vierten Sichtung finde ich den Film immer noch toll: Ich liebe Jack Blacks besessenen Enthusiasmus, der Witz, mit dem Rockmythologie in SCHOOL OF ROCK gleichzeitig banalisiert und gepredigt wird und den großen Abschlusssong, der mir immer wieder eine Gänsehaut beschert.

Stone Cold (USA 1991)
Regie: Craig R. Baxley

Zu Beginn der Neunzigerjahre war es noch möglich, dass Michael Douglas einen knallharten, aufwändigen und brutalen Actionfilm ohne viel Schnickschnack, dafür aber mit einem endlos peinlichen Ex-Footballstar produzierte, der dann sogar einen großen Kinostart bekam. STONE COLD ist ein großes Fest, protzt mit Lance Henriksen und William Forsythe, die ihre Szenen auffressen wie hungrige Löwen, und fetten handgemachten Stunts. Einer der letzten seiner Art.

Tenacious D in: The Pick of Destiny (USA 2007)
Regie: Liam Lynch

Gefällt mir mit zunehmenden Sichtungen immer besser, was heißt, dass die wenigen eher misslungenen Szenen mittlerweile kaum noch ins Gewicht fallen. TENACIOUS D IN: THE PICK OF DESTINY eignet sich perfekt für ein Double Feature mit Linklaters SCHOOL OF ROCK und sei allen empfohlen, für die Rock bei allem Respekt vor allem synonym für „Spaß“ steht. Ben Stillers Cameo ist unbezahlbar!

Superbad (USA 2007)
Regie: Gregg Mottola

Manchmal wirkt SUPERBAD mit seinen zahllosen Vulgarismen etwas übermotiviert, dann ist es wieder ein wunderbarer Freundschaftsfilm, der wie Linklaters DAZED AND CONFUSED Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenwerden beobachtet. In Mottolas Film bedeutet das vor allem, endlich die Jungfräulichkeit zu verlieren und tierisch zu bechern … oder doch noch mehr? SUPERBAD besticht durch sein hohes Tempo und einen magnetischen Flow, dem man sich allzu gern hingibt. Man könnte SUPERBAD mit einigem Recht als den AFTER HOURS für Junggebliebene bezeichnen.

Kommentare
  1. Thomas Hemsley sagt:

    Zu Stone Cold: Ein Klassenkamerad ist damals sitzengeblieben, worauf 3 freunde und ich eine Abschiedsvideocassette mit STONE COLD und DOUBLE IMPACT (der glaub ich auch von Douglas produziert wurde) gemacht haben, mit „Fernsehprogramm“ von uns (2 von den Freunden hatten Videokameras) vor, zwischen und nach den Filmen. Damals war ja die TVSpielfilm noch relativ neu, so haben wir den beiden Filmen Bewertungen gegeben, da ich die größte Laberbacke war oblag mir die Rolle des Filmkritikers, wobei wir das meiste improvisiert haben: Natürlich haben beide Filme jeweils 3 Punkte für Action, Spannung, Erotik und natürlich auch Anspruch erhalten;-) Good times. DOUBLE IMPACT hab ich jetzt schon länger nicht mehr gesehen, aber STONE COLD hab ich vor ein paar Jahren wieder angeguckt, und ich muss sagen: it holds up, nicht nur aus nostalgischen gründen! Ich finde, dass der Showdown einer der fulminantesten überhaupt ist, kann ohne weiteres mit BigBudget-Showdowns mithalten – und Henriksen und Forsythe sind natürlich über jede Kritik erhaben. Meine heutige Bewertung von STONE COLD: Tip des Tages, egal was sonst noch läuft, auf jeden Fall 3 Punkte für Action, Spannung wahrscheinlich eher 1 vielleicht gerade noch 2 (ist mitreißend genug), Erotik 1 Punkt (nackte Haut muss belohnt werden;-) und Anspruch, ich glaube da waren wir ein bisschen anspruchslos bzw. haben das Bewertungssystem natürlich treffend parodiert, also 0;-)
    Grüsse aus Kölle

    • Oliver sagt:

      Ohne Zweifel einer der letzten richtig geilen Actionkracher im guten alten Stil der Achtziger. Craig R. Baxley ist/war eh ein Guter, jemand der wusste, worauf es ankommt (war ja selbst ein sehr gut beschäftigter Stunt Coordinator), aber dann leider von einem sich wandelnden Filmgeschäft überrollt wurde. Seine drei ersten Filme finde ich alle super: ACTION JACKSON, DARK ANGEL und eben STONE COLD. Danach kam dann leider nur noch Fernsehkram und der eher enttäuschende UNDER PRESSURE (den würde ich mir aber glatt mal wieder angucken).

      • Thomas Hemsley sagt:

        ACTION JACKSON ist auf jeden Fall der Hammer (der Titel alleine:-D), DARK ANGEL hab ich seit damals nicht mehr gesehen, erinnere mich aber noch daran, dass der pyrotechnisch toll war – alleine deshalb und wegen des SciFi-Aspekts ist er vielleicht sogar ungewöhnlich für Baxley und somit interessant, zumal Lundgren dabei ist. Womit ich nicht sagen will, dass die anderen beiden pyrotechnisch nicht auch totale Kracher sind, aber sie sind ja doch eher stunt-betont und ähhm irdisch. UNDER PRESSURE ist vielleicht gerade aufgrund seines Sheen-rastet-aus-Bezugs zu heute interessant.
        Baxley war auch schon toll als er „nur“ für die Stunts beim A-Team zuständig war (ich meine noch nicht einmal seine ersten Regie-Gehversuche): In den Achtzigern haben sich im Fernsehen ja so einige Autos überschlagen, aber nirgends so schön wie beim A-Team;-)

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