iron man (jon favreau, usa 2008)

Veröffentlicht: Oktober 6, 2008 in Film
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Mutimillionär, Großindustrieller, erfinderisches Genie und Waffenfabrikant Tony Stark (Robert Downey jr.) fällt irgendwo im Nahen Osten einer Gruppe Terroristen in die Hände, die ihn zwingen, eine Rakete zu bauen. Doch Stark denkt gar nicht daran: Er entwirft eine gigantische Metallrüstung, mit der er sich schließlich befreien kann. Zurück in den USA fasst er einen Entschluss: Anstatt mit Waffen Kriege und Konflikte zu begünstigen, will er den Kampf gegen das Böse antreten. Er wird zum „Iron Man“ – nicht ohne jedoch Feinde auf den Plan zur rufen …

Es gibt eine Szene in IRON MAN, die stärker wirkt als alle der hervorragenden und spektakulären Effektsequenzen: Pepper Potts (Gwyneth Paltrow), die Assistentin von Tony Stark, greift mit ihrer Hand in das Loch in dessen Brust, um ihm seinen neuen, von ihm selbst entworfenen Herzschrittmacher einzusetzen, der gleichzeitig der Motor seiner Rüstung ist. Neben dem Schauer, den diese Szene dem Zuschauer über den Rücken laufen lässt, ist sie gleichzeitig bestens dazu geeignet, den Helden von IRON MAN paradigmatisch zu erklären: Tony Stark, der Mensch, ist leer, er hat kein Herz. Den Wandel vom egoistischen Kapitalisten, der seinen Wohlstand dem Leid anderer zu verdanken hat, zum Wohltäter und humanistischen Superhelden vollzieht er, indem er zumindest teilweise zur Maschine wird: Und das Zentrum dieser Menschmaschine ist ein künstliches Herz. Dieser scheinbare Widerspruch ist das Spannende am „Iron Man“ und es ist den Produzenten des Films kaum hoch genug anzurechnen, dass sie dies erkannt und klar herausgearbeitet haben. Tony Stark ist ein eher ungewöhnlicher Held des Marvel-Universums, umso richtiger erscheint die Entscheidung, ihn von einem Schauspieler verkörpern zu lassen, der nicht ganz das durchschnittliche Heldenmaterial darstellt. Robert Downey jr. ist gerade deshalb ideal besetzt, weil er in einem solchen Effektspektakel nie so ganz zu Hause zu sein scheint. Seine daraus resultierende Spielfreude, seine beinahe kindliche Neugier machen diesen IRON MAN zu einem so außergewöhnlichen Superheldenfilm und zu einem Vergnügen, das sich ungebrochen auf mich übertragen hat. Auf kommende Marvel-Comicverfilmungen darf man wohl gespannt sein. Den finalen Sekunden, in denen Samuel L. Jackson als Nick Fury der Versammlung der Avengers und dem gleichnamige Franchise den Weg ebnet, ist zu entnehmen, dass man es im Hause Marvel ernst meint. „Der mächtige Thor“ auf der großen Leinwand … Wenn dem wirklich so ist, dann geht für mich ein Kindertraum in Erfüllung.

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