Archiv für März, 2009

00790464-photo-affiche-l-amour-en-fuite1L’AMOUR EN FUITE, der letzte Film des Antoine-Doinel-Zyklus, ist ein streitbarer Film, dem man anmerkt, dass Truffaut sein Experiment nur noch zu einem Abschluss bringen wollte. Wie er in dem Interview sagt, das im Bonusmaterial der DVD enthalten ist, betrachtete er sein Experiment, eine Filmfigur über 20 Jahre zu beobachten und sie darüber für den Zuschauer zu einem echten Menschen zu machen, als gescheitert. Sein Doinel war in seinen Augen kaum mehr als eine Comicfigur, die sich durch einige überzeichnete Eigenschaften auszeichnete, aber ansonsten leer blieb. Eine übermäßig harte Einschätzung, auch wenn sie im Kern richtig ist. L’AMOUR EN FUITE wirkt dann auch wie eine Pflichtübung, so als habe sich Truffaut nur noch ein Problem vom Hals schaffen wollen, ohne jedoch seine Skrupel, sein Schuldgefühl gegenüber seiner Schöpfung völlig ablegen zu können. Das macht L’AMOUR EN FUITE letztlich – trotz des teilweise fühlbaren Desinteresses, des spürbaren Unwillens, der Distanz des Regisseurs zu seiner Schöpfung – zu einem ungemein menschlichen Film, der belegt, was für ein besonderer Filmemacher Truffaut tatsächlich war, was Film ihm bedeutete. Truffaut erlöst seinen Protagonisten, ermöglicht ihm die Selbsterkenntnis, die er braucht, um auf eigenen Füßen stehen, ein Leben ohne ihn führen zu können. Dazu führt er ihn noch einmal mit verschiedenen Charakteren der ersten Filme zusammen, die, mittlerweile selbst gereift bzw. gealtert, Antoine gegenüber ihre Einschätzung von ihm abgeben, ihm erklären, wieso sie sich ihm gegenüber so verhielten, wie sie das taten, oder ihn mit anderen neuen Erkenntnissen konfrontieren. Und so wie Antoine im Verlauf des Films und seiner Episoden mehr und mehr ein Licht aufgeht, so setzen sich die einzelnen Segmente auch für den Zuschauer zu einem Ganzen zusammen, erhalten Szenen aus früheren Filmen plötzlich einen neuen Sinn, erscheinen in einem andere Licht.
 
Nach der Leichtigkeit der ersten Einträge in den Doinel-Zyklus verwundern, ja irritieren die deutlich sichtbaren Schwierigkeiten Truffauts. L’AMOUR EN FUITE ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern nur aus dem Zusammenhang heraus zu begreifen, ein Epilog, der für sich allein genommen kaum eigenen Wert hat. Formal und als Experiment ist er natürlich trotzdem interessant, aber seinen größten Reiz erlangt der Film aus seinem Scheitern heraus, das man nur verstehen kann, wenn man die Beziehung zwischen Truffaut und seinem Antoine Doinel kennt und die Filme gesehen hat, die aus dieser entstanden sind. Man muss Doinel verstehen, um seine Geschichte zu verstehen.

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Auf der Seite des Schnitt gibt es einen längeren Festivalartikel von mir, in dem ich noch etwas näher auf DEADGIRL und LONG WEEKEND eingehe. Klick hier.

Horsemen (USA 2009)
Regie: Jonas Akerlund

Michael Bays Produktionsfirma Platinum Dunes produziert offensichtlich für den DVD-Markt und die Videotheken. Das Schlimme an diesem Serienkillerfilm ist nicht, dass er generisch und derivativ ist, sondern dass Bay anscheinend nach einem Patentrezept für generische und derivative Filme produziert. An HORSEMEN gibt es nichts, das auch nur annähernd auf ein ernsthaftes Interesse der Macher an ihrem Produkt schließen ließe, noch auch nur auf den Funken einer eigenständigen Idee.

Dead Snow (Norwegen 2009)
Regie: Tommy Wirkola

Der Funsplatter-Film ist das Äquivalent zu Heimatfilm und Volksmusik: Es ist nur dazu da, seiner Zielgruppe das Gefühl von Vertrautheit zu geben. Mit BRAINDEAD wird ein Film hofiert, der mittlerweile auch fast 20 Jahre auf dem Buckel hat und von dem man damals (leider) zu Unrecht behauptet hat, er sei der konsequente Schlusspunkt unter ein Subgenre. Im Gegenteil: Er dient immer noch als oberste Inspirationsquelle für Filmemacher (und Fans), für die Stillstand eine Tugend ist. Das Gegröhle im Kino und das monotone Mitklatschen im Musikantenstadl: Sie sind verschiedene Ausprägungen derselben Geisteshaltung. Fanboys, ich hasse euch!

Franklyn (Großbritannien 2009)
Regie: Gerald McMorrow

Das Bedürfnis, aus der Masse herauszustechen, treibt manchmal komische Blüten. Zum Beispiel in diesem eigentlich recht schönen Debütfilm, der daran krankt, dass man den Eindruck erhält, der Regisseur meine, etwas beweisen zu müssen. Etwas weniger verschwurbelt for its own good und FRANLYN hätte richtig gut sein können. So darf man auf den nächsten Film McMorrows gespannt sein, in dem er dann hoffentlich nicht mehr jede Idee unterbringt.

My Bloody Valentine 3D (USA 2009)
Regie: Patrick Lussier

Eine schlechte Idee (= das Remake eines seinerseits schon unoriginellen Kopisten eines Erfolgsrezept, das auch beim ersten Mal schon nicht besonderns originell war) wird auch dadurch nicht besser, dass man sie in 3D präsentiert. Nur die Augen tun mehr weh.

Deadgirl (USA 2008)
Regie: Marcel Sarmiento, Gadi Harel

Einer von zwei guten Filmen bei den diesjährigen Nights. Eine Prämisse, die bescheuert klingt, aber dann doch perfekt funktioniert, eine konzentrierte Umsetzung, die sich überflüssigen Firlefanz erspart, eine Aussage, die trifft, ohne dass sie sich aufdrängt. So muss gutes Genrekino aussehen. 

Splinter (USA 2008)
Regie: Tony Wilkins

So hingegen nicht. Welchen Sinn hat Monster- und Effektkino, wenn man Monster und Effekte „dank“ miserabler Bildführung und elender Wackelkamera gar nicht erkennen kann? Da helfen auch die guten Darsteller und der Verzicht auf Debilhumor, den man sonst aus dem Genrekino kennt, nichts.  

The Good The Bad The Weird (Südkorea 2008)
Regie: Kim Jee-Woon

Über 90 Minuten ist Kims stilistische Brechstangenmethode toll anzusehen, großes Adrenalinkino. Dumm nur, dass sein Film 140 Minuten dauert. Lieber nochmal Sergio Leones Original schauen und sich zeigen lassen, dass Stil und Design eben doch zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Erster Merksatz für Actionregisseure: Bewegung ist relativ.

Book of Blood (Großbritannien 2008)
Regie: John Harrison

Aus Kurzgeschichten entstehen nur selten richtig gute Filme. BOOK OF BLOOD (nach Clive Barker) belegt dies perfekt: insgesamt nicht schlecht, recht ernst und durchaus atmosphärisch, aber zäh wie ein Kaugummi. Und als wollte er dieses Manko zum obersten Struktur- und Stilprinzip erheben, versäumt er gleich mehrfach den richtigen Zeitpunkt für das Ende.

Long Weekend (Australien 2008)
Regie: Jamie Blanks

Der beste Film des Festivals: spannend, zermürbend, vielschichtig, unvorhersehbar, beklemmend. Nach STORM WARNING mausert sich Blanks langsam aber sicher zum Spezialisten für dysfunktionale Mann-Frau-Beziehungen. Wer hätte das nach URBAN LEGENDS für möglich gehalten? Große Klasse.

Zweitsichtung. Filmforen-User The Critic warf diesem Film einmal vor, dass er sich gegen alle Seiten absichere. Dieser Vorwurf ist verständlich: Ben Stiller versammelt Stars vom Kaliber eines Tom Cruise, Robert Downey jr., Jack Black oder Matthew McConaughey um sich, um ein großes Spekatkel zu inszenieren, in dem er nicht zuletzt die Eitelkeit, Verlogenheit und den Größenwahn der Traumfabrik und damit seines eigenen Arbeitgebers aufs Korn zu nehmen. Hollywood kritisiert Hollywood mit den Mitteln Hollywoods – man muss kein großer Denker sein, um das Problematik dahinter zu erkennen. Wer jedoch Heuchelei diagnostiziert, sitzt einem Trugschluss auf: nämlich dem Glauben, ein Objekt von einem archimedischen Punkt aus quasi-göttlicher Persektive kritisieren zu können. Insofern wird die Kritik von TROPIC THUNDER dadurch, dass sie vor sich selbst gar nicht haltmachen kann und dies auch nicht tut, nicht etwa abgeschwächt oder gar illegitim, sondern im Gegenteil nur schärfer. Wenn Downey jr. sich als eitler Kirk Lazarus einer Pigmentbehandlung unterzieht, um einen Schwarzen spielen zu können, und er diese Rolle auch dann noch weiterspielt, wenn die Kamera gar nicht mehr läuft, ist dies eine scharfe Abmahnung der hollywood’schen Behandlung der afroamerikanischen Bevölkerung und auch ein bissiger (und überfälliger) Kommentar dazu, wie die weiße Mittelschicht „ihren“ Neger gern mag. Wenn sich der für die Quote des Films-im-Film gecastete Rapper Alpa Chino sich nicht nur als intelligentester des Casts entpuppt, sondern darüber hinaus auch noch als Homosexueller, der seine sexuelle Orientierung hinter dem Image des promiskuitiven Sexmonsters verstecken muss (inkl. Fitnessdrink „Booty Sweat“ und Schokoriegel „Bust-a-Nut“), ist dies der treffliche Konterpart, der die Kritik keinesfalls abschwächt, sondern sie nur erweitert. Dialoge wie der zwischen Stiller, dem abgehalfterten Actionstar Tugg Speedman, und eben Downey, in dem sie die Schwierigkeit diskutieren, geistig Behinderte darzustellen und die Konsequenzen einer solchen Darstellung auf die Academy, ist das nicht nur ein unfassbar böswitziger Moment: Er zeichnet sich gerade durch seine Ambivalenz aus, dadurch, dass er eben ganz unterschiedliche Parteien angreift. Die Zeit der einfachen Statements und der von moralisch sicherem Terrain aus geführten Bergpredigt ist vorbei.  TROPIC THUNDER betreibt keinen Ausverkauf, wenn er seine Kritik publikumswirksam verpackt: Er wird umso schärfer. Tom Cruise, der als widerlich-großkotziger Produzent Les Grossman brilliert, verdichtet die Vielschichtigkeit der Kritik/des Humors von TROPIC THUNDER mit seinem finalen Tanz zu Ludacris‘ „Get Back“, der als paradigmatisch für Stillers Methode gelten darf. Man kann TROPIC THUNDER durchaus lediglich als alberne Komödie und (gelungenen) Partyfilm rezipieren und dabei einen Heidenspaß haben. Aber dann verpasst man die Hälfte. Intelligenteres Mainstreamkino sucht man derzeit jedenfalls vergeblich.

knochenmann-gDer dritte Film um den Ex-Polizisten/Detektiv Brenner (Josef Hader) aus Wolf Haas‘ brillanten Romanen ist wieder einmal ein schmerzhafter Beleg dafür, dass selbst ein Filmzwerg wie Österreich dem deutschen Kino in Sachen Originalität, Mut, Witz und Intelligenz meilenweit voraus ist. Basierend auf einem gemeinsam mit Haas verfassten Drehbuch ist es gelungen, den Stoff adäquat umzusetzen, ohne dabei eine langweilige und letztlich sinnlose Eins-zu-eins-Kopie des Buches oder aber ein mit diesem nur noch den Namen teilendes Cash-in zu produzieren. DER KNOCHENMANN geht, was die Handlung betrifft, eigene Wege, teilt mit dem Roman aber die staubig-morbide Stimmung und den lakonischen Humor. Schlüssel zum Erfolg ist sicherlich Haders Interpretation des Brenner, einem Gegenwarts-Marlowe, der dessen verruchten Glamour in die triste Realität überführt und damit einen der sympathischsten und glaubwürdigsten Charaktere des neueren deutschsprachigen Kinos schafft. Gegenüber den Vorgängern, den auch schon famosen KOMM, SÜSSER TOD und SILENTIUM!, zeigt sich die neueste Adaption als noch etwas ambitionierter (abzulesen an der Länge von knapp zwei Stunden) und düsterer. Man liegt tatsächlich nicht so daneben, wenn man Murnberger attestiert, in punkto Atmosphäre und Intensität teilweise gar in die Nähe eines epochalen THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE zu gelangen. Wenn der Hähnchenwirt Löschenkohl (Josef Bierbichler, Hader in nichts nachstehend), von der verzweifelten Liebe zu einer Prostituierten getrieben, keine andere Möglichkeit sieht, als seine Feinde durch den Fleischwolf zu jagen, dann eröffnet sich eine menschliche Dimension hinter seinen Verbrechen, die frösteln macht. DER KNOCHENMANN gelingt somit das, was all den sich an realen Gräueltaten orientierenden Filmen, die letztlich doch nur auf die Sensationsgeilheit ihres Publikums schielen, vollkommen abgeht: Nämlich durch künsterische Arbeit ein Verständnis für die Abgründe des menschlichen Daseins zu ermöglichen. (Ich sage das natürlich vor dem Hintergund, dass in der Berichterstattung über den Fritzl-Fall schon jetzt die Rede von einer möglichen Verfilmung ist.) Wenn man überhaupt etwas Negatives über DER KNOCHENMANN sagen kann, dann dass er sich gegen Ende etwas in der Zusammenführung der einzelnen Subplots verzettelt: Wäre Murnbergers Film vielleicht zehn Minuten kürzer, er wäre perfekt. Aber auch so gilt aber: Anschauen! Und am besten danach in sämtliche sechs Brenner-Romane kaufen.

allan_quatermain_and_the_lost_city_of_goldAllan Quatermain (Richard Chamberlain) und seine Verlobte Jessie (Sharon Stone) stecken mitten in den Vobereitungen für ihre Hochzeit in den USA, da stürzt ein Freund schwer verletzt zur Tür herein und bringt schlechte Nachrichten von Quatermains Bruder Robeson. Dem scheint auf einer Expedition nämlich etwas zugestoßen zu sein. Quatermain begibt sich zusammen mit Jessie, dem tapferen Krieger Umslopogaas (James Earl Jones) und dem indischen Seher Swarma (Robert Donner) auf die Spur des Bruders und findet diesen in einer legendären Stadt aus Gold, dessen friedliche Bewohner von dem bösen Priester Agon (Henry Silva) gebeutelt werden.

Viele der Schwächen des ersten Teils merzte BLACK HOLE-Regisseur Gary Nelson für sein Sequel aus: Sein Film verfügt über eine richtige Dramaturgie und besser ausgearbeitete Charaktere. Trotzdem fällt er weit hinter seinen Vorgänger zurück. Wo Thompson mit Verve und einer diebischen Freude am Blödsinn inszenierte und so die konzeptionellen und finanziellen Limitierungen seines Filmes auffing, mutet ALLAN QUATERMAIN AND THE LOST CITY OF GOLD gerade deshalb müde und blutleer an, weil er sich für Quatsch zu fein ist. Doch für einen ernstzunehmenden Abenteuerfilm ist die Story einfach viel zu blöd: Die Utopie um die verlorene Stadt, deren blonden Einwohnern die Sonne förmlich aus dem Arsch scheint, obwohl sie von einem schlecht frisierten Henry Silva unterjocht werden, stinkt einfach zum Himmel und weil sie außerdem mit der Brechstange in das letzte Drittel des Films gequetscht wurde, machte sich bei mir große Konfusion breit. Nach munterem Auftakt war ich am Ende eher froh darüber, dass der Film vorbei war. Schade, denn hier war durchaus Potenzial für mehr da.

king_solomons_minesDer Abenteurer Allan Quatermain (Richard Chamberlain) wird von der Archäologiestudentin Jessie Huston (Sharon Stone) beauftragt, ihren Vater, einen berühmten Archäologen, aufzuspüren, der während seiner Forschungen in Afrika verschwunden ist. Es stellt sich heraus, dass er die sagenumwobene Schatzkammer des Königs Salomon gefunden hat und in die Hände  des türkischen Ganoven Dogati (John Rhys-Davies) und des deutschen Colonel Bockner (Herbert Lom) gefallen ist, die beide sehr am Schatz des Königs interessiert sind. Ein Wettlauf beginnt …

KING SOLOMON’S MINES lässt sich als Versuch der Produktionsfirma Cannon beschreiben, großes Familienkino zu machen. Auf Basis der literarischen Vorlage, eines klassischen britischen Abenteuerromans von H. Rider Haggard, inszenierte Cannon-Hausregisseur Thompson einen Film, dessen große Vorbilder, Spielbergs INDIANA JONES-Filme, immer wieder um die Ecke lugen, und der mit Chamberlain einen Star aufzuweisen hatte, der sich nach den megaerfolgreichen TV-Mehrteilern SHOGUN und THE THORN BIRDS nun auch im Kino als Publikumsmagnet erweisen sollte. Die Rechnung ging finanziell wie so oft nur bedingt auf, nicht zu leugnen ist aber, dass KING SOLOMON’S MINES ein amüsantes Spektakel geworden ist, das von seinen gelegentlichen Unzulänglichkeiten sogar profitiert. Den Charakter der Kinoserials der Dreißigerjahre, denen Spielberg mit seinen Filmen Tribut zollen wollte, trifft Thompson zumindest strukturell fast noch besser: KING SOLOMON’S MINES lässt eine den Film überspannende Dramaturgie fast vollkommen vermissen, präsentiert sich als eineinhalbstündige Abfolge von Set Pieces, die von einer Minihandlung notdürftig zusammengehalten werden. Wären alle Episoden so gut gelungen wie der Auftakt, einer Hatz durch das Sklavenhändlernest Tongola, an Thompsons Film gäbe es nichts zu bekritteln, doch leider geht dem Film gegen Ende etwas die Puste aus. Die gegenüber dem Vorbild deutlich geringeren finanziellen Mittel fordern ihren Tribut und die finale Enthüllung der legendären Schatzkammer des Königs darf durchaus als Enttäuschung und Antiklimax bezeichnet werden. Letztlich ist KING SOLOMON’S MINES aber ein herrlich naives Vergnügen: Vor allem Herbert Lom als aufgeblasener, Knackwurst essender und Wagner hörender Popanz ist herrlich und die vielen, vielen heute sehr fadenscheinig wirkenden Effekte entführen in eine Zeit, als das Kino vielleicht zum letzten Mal noch ein Ort war, an dem man sich „bezaubern“ ließ und dem man nicht total abgeklärt gegenüberstand.