vertige (abel ferry, frankreich 2009)

Veröffentlicht: September 8, 2009 in Film
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vertige-abel-ferry-L-1[1]Die fünf Schulfreunde Fred (Nicolas Giraud), Guillaume (Raphael Lenglet), Loic (Johan Libéreau), Chloé (Fanny Valette) und Karine (Maud Wyler) begeben sich auf eine Klettertour in den Balkan. Dass mit Guillaume und Fred sowohl Chloés ehemaliger als auch ihr aktueller Freund dabei sind, sorgt schon vor dem ersten Berg für Spannungen, noch schlimmer ist jedoch die Tatsache, dass Loic auch noch an Höhenangst leidet und der Bergweg zudem  auch für erfahrene Kletterer eine echte Gefahr darstellt. Mit Mühe und Not vermeiden die fünf einen tödlichen Absturz, doch da lauert noch etwas anderes in den Wäldern, das es auf ihr Leben abgesehen hat.

VERTIGE beginnt als Höhenangstthriller sehr schön: Die Kamera fängt effektreich die steilen Abhänge und Aufstiege ein und die beiden Spannungsszenen treiben den Adrenalinspiegel ordentlich in die Höhe. Leider entscheidet sich Ferry jedoch recht schnell für eine Wendung, die aus VERTIGE einen zwar ordentlichen, aber leider nur wenig originellen Backwood-Slasher macht: Einmal oben auf dem Gipfel angekommen, werden die Freunde nämlich von einem als Kind ausgesetzten und demzufolge reichlich derangierten Killer gejagt und dezimiert. Das hat man schon hundertmal gesehen und auch wenn oft deutlich schlechter als hier, mutet es doch etwas enttäuschend an, dass der Film nach seinem Auftakt einen so beliebigen Verlauf nimmt. Ich zumindest hätte mir gewünscht, dass der Film hinsichtlich seines Bergsteigerthemas etwas längeren Atem beweist und dies nicht nur einführt, um sein Setting vorzustellen. Deutlich ärgerlicher als diese Kehrtwende ist jedoch die finale Schrifteinblendung – fast immer eine schlechte Idee und definitiv ein Mittel, dass sich Filmemacher mal wieder verkneifen sollten -, die den Kintopp der vorangegangenen 90 Minuten auch noch in Bezug zur Realität zu setzen versucht. „Im Balkan verschwinden jährlich soundsoviel Menschen spurlos.“: Das mag sein, aberwas mit den meisten von ihnen passiert, gibt es eher in der ersten als in der zweiten Hälfte von VERTIGE zu sehen. Nerdige Bemerkung am Rande: Fanny Valette war für mich nach Vahina Giocante aus SECRET DÉFENSE die atrraktivste Darstellerin des Festivals.

Kommentare
  1. […] enttäuschend an, dass der Film nach seinem Auftakt einen so beliebigen Verlauf nimmt.” (Remember it for later) “”Vertige” ist hochspannend, so lange die Kletterpartie im Vordergrund steht, […]

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