vinyan (fabrice du welz, frankreich/belgien/großbritannien/australien 2008)

Veröffentlicht: Oktober 9, 2009 in Film, Zum Lesen
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Fabrice Du Welz hat uns vor ein paar Jahren den tollen CALVAIRE beschert, nun hat Koch Media seinen neuesten Film VINYAN bei uns auf DVD veröffentlicht. Das Warten hat sich gelohnt, VINYAN ist wirklich fantastisch geworden und übertrifft sogar noch die nicht geringen Erwartungen. Für F.LM habe ich eine Rezension geschrieben, die man hier lesen kann, bevor man dann bitte schleunigst die DVD bestellt.

Kommentare
  1. tschill sagt:

    Also ich kann die vielen Elogen nicht nachvollziehen. Mir hat der Film nichts gegeben, was mir nicht schon Noe und Weerasethakul gezeigt hätten. Gerade letzterer stand so offensichtlich Pate, daß du Welz sein Vorbild Don’t look now extra erwähnen mußte, damit ich ihn darin erkannte. Was mir auch sehr den Film verleidet hat – bei der FAQ ging es zu 95% darum, daß Leute irgendeinen Film in Vinyan wiedererkannt haben. Spricht nicht unbedingt für die Originalität, oder?
    Die Eröffnung ist aber grandios und was mir sehr gefiel – Thailand war gefühlsecht getroffen. In toto also keine schlechte Ausbeute.

    • Oliver sagt:

      Aus deinen Worten klingen viel Enttäuschung und eine gewisse Genervtheit durch und ich weiß nicht, ob VINYAN dafür allein verantwortlich gemacht werden kann – was irgendwelche Leute sich aus den Fingern saugen, um den Regisseur auch noch was gefragt zu haben, sollte man bei der Bewertung vielleicht nicht zu stark gewichten. 😉 Ich würde einräumen, dass VINYAN nicht der originellste Film der Welt ist: Schließlich habe ich ja in meinem Text auch darauf abgehoben, woher er seine (deutlichen) Einflüsse bezieht. Es sind die fruchtbare Verbindung dieser Einflüsse und die atemberaubende ästhetische Gestaltung des Films, die ihn für mich herausstechen lassen. Ich konnte meine Empfindungen weder nach der Erst- noch nach Zweitsichtung in Worte fassen, habe beide Male bis zum Abschluss der Credits stumm dagesessen, um auch den letzten Rest der ATmosphäre noch aufzsaugen, was bei mir eher selten passiert.

      • tschill sagt:

        Nee, das hatte mich schon mitten im Film erwischt, daß ich den Figuren nicht mehr folgen konnte. Was machen die da? Warum machen die das? Bis zum Aufbruch ist alles paletti, aber dann entschwindet mir mehr und mehr die Motivation aller Handelnden. An der Atmosphäre des Filmes liegt es wie gesagt nicht, die war vollkommen authentisch getroffen. Ich hätte trotzdem lieber anderthalb Stunden den tollen Vorspann gesehen. 🙂

        Die anderen Zuschauer waren übrigens bis auf einen sehr angetan von dem Film. Das war aber ganz lustig – der zweite Zuschauer, der ebenfalls meinte, er könnte den Figuren nicht folgen, wurde von dem Hauptdarsteller übelst angefahren, daß das wohl sein Problem sei. Sie hätten alles gegeben. Naja, Schauspieler-Ego eben.

  2. Oliver sagt:

    Hmmm. VINYAN ist definitv nicht der Film, bei dem ich psychologische Genauigkeit bei der Figurenzeichnung gebraucht habe. Getrieben wird Jeanne von der Unfähigkeit, den Tod ihres Kindes zu akzeptieren, und Paul von dem Wunsch, dass seine Frau dank weiblicher Intuition etwas spürt, was er nicht spürt. Finde das vollkommen ausreichend. Von da an ergab sich für mich alles weitere.

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