tremors 3: back to perfection (brent maddock, usa 2001)

Veröffentlicht: Januar 1, 2010 in Film
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Im Wüstenkaff Perfection ist nach dem Angriff der Graboiden vor fast zehn Jahren der Alltag längst wieder eingekehrt. Mit billigen Souvenirs und Touristenfallen wie einer schlecht gemachten Graboiden-Tour versucht man noch ein bisschen Geld aus der Vergangenheit zu schlagen, mit nur mäßigem Erfolg. Doch plötzlich tauchen die Riesenwürmer wieder auf. Und weil sie immer neue Überraschungen bereithalten, ist es gut, dass just zu diesem Zeitpunkt auch Waffennarr Burt Gummer (Michael Gross) wieder nach Perfection zurückkehrt …

Der dritte Teil der Raketenwurm-Saga ist noch einmal deutlich preisgünstiger geraten als sein direkter Vorgänger, was dem Vergnügen jedoch auch diesmal keinen echten Abbruch tut. Zwar braucht TREMORS 3: BACK TO PERFECTION 3 etwas Zeit, bis er Fahrt aufnimmt – man merkt, dass die Macher keine wirklich zwingende Idee hatten, sondern lediglich einen neuen TREMORS-Film machen wollten –, doch am Ende der rund 90 Minuten kommt man nicht umhin, auch diesem dritten Teil einen beachtlichen Unterhaltungswert zuzuschreiben, was wie in den Vorgängern vor allem an den vielen schönen Einfällen liegt, die über manche dramaturgische und technische Schwäche hinweghelfen.

Die immer wieder beschworene Intelligenz der Graboiden, die sie zu einem solch unangenehmen Gegner macht, darf man schon fast als strukturalistischen Kniff bezeichnen: Das Problem solcher Filmserien ist ja immer, dass sie sich gleichzeitig treu bleiben und dennoch irgendwie neu erfinden müssen. Die Schöpfer der TREMORS-Filme lösen dieses Problem, indem sie ihre Kreaturen immer neuen Metamorphosen unterwerfen, ganz so, als wüssten die Biester, dass sie in ihrem nächsten Filmauftritt etwas Neues bieten müssen, um nicht langweilig zu werden. Im zweiten Teil verwandelten sich die Riesenwürmer in zweibeinige Fressmonster, die sich schon durch bloße Nahrungsaufnahme vermehrten, im dritten Teil wachsen ihnen Flügel und sie lernen zu fliegen. Mit diesen Veränderungen müssen auch die Figuren immer neue Lösungsstrategien finden, um der Plage Herr zu werden. Das Erfolgsrezept der TREMORS-Filme ist also, dass sie die strukturellen Probleme eines Sequels auf der Handlungsebene lösen, quasi aus der Not eine Tugend machen. Dieses Rezept funktioniert, sodass man nur über die diesmal recht mäßigen CGIs hinwegsehe muss, um erneut seine Freude mit den Raketenwürmern zu haben.

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