one dark night (tom mcloughlin, usa 1983)

Veröffentlicht: Juni 14, 2010 in Film
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Die sensible Julie Wells (Meg Tilly) will unbedingt zur hippen Highschool-Clique der zickigen „Sisters“ gehören. Die haben zwar gar nicht vor, Julie aufzunehmen, lassen sie aber trotzdem eine Aufnahmeprüfung machen: Julie soll eine Nacht im Friedhofsmausoleum verbringen, wo die „Sisters“ sie natürlich ordentlich erschrecken wollen. Was die Damen nicht ahnen: In jenem Mausoleum ist am selben Tag der paranormal begabte „Raymar“ beerdigt worden, der unter äußerst mysteriösen Umständen das Zeitliche gesegnet und dazu mehrere junge Damen mit sich genommen hatte. „Raymar“, so erfahren wir, ist ein „Psychic Vampire“: Er saugt Menschen Lebensenergie ab, um diese dann in telekinetische Energie umzuwandeln. Und auch als Leiche hat er noch einiges von seiner Macht behalten. Es verspricht eine lustige Nacht zu werden …

ONE DARK NIGHT hat eine unverbrauchte Grundidee aufzuweisen, eine zweckdienliche Regie von McLoughlin (der als nächstes den spaßigen FRIDAY THE 13Th Part 6: JASON LIVES machen sollte), eine schöne Kameraarbeit, die vor allem in der Eröffnungsszene um den grausligen Leichenfund in Raymars Appartement einiges leistet, sowie einen feinen Score, der an den Stellen für die nötige Stimmung sorgt, wo der Film sie sonst etwas vermissen lässt. ONE DARK NIGHT braucht für meinen Geschmack nämlich ein bisschen zu lang, um zu Potte zu kommen, hält sich sehr ausgiebig mit der Exposition auf, die nun alles andere als spannend ist, und gönnt sich den ein oder anderen unnötigen erzählerischen Schlenker. Das, was eigentlich von Interesse ist, nämlich die gruselige Nacht im Mausoleum, wird hingegen merkwürdig stiefmütterlich behandelt und so einiges Potenzial verschenkt. Julie schlendert ein bisschen durch die hell erleuchteten Hallen und guckt milde beunruhigt, doch das war’s auch schon bis zum Auftritt der gemeinen Sisters mit ihrer Gummimaske. Daraus hätte McLoughlin viel, viel mehr machen können, wenn nicht müssen. Zum Glück gibt es jedoch das wirklich tolle Finale, bei dem der auferstandene Raymar die versammelte Protagonistenschar mit in unterschiedlichem Verwesungsgrad befindlichen Leichen bewirft. Das ist eine hübsch eklige Idee, die dank der ausgezeichneten Effekte und Masken von Tom Burman auch zur vollen Wirkung entfaltet wird. Ich mochte ONE DARK NIGHT eigentlich ganz gern, ein bisschen mehr hatte ich mir aber trotzdem versprochen. Unterm Strich bleibt aber ein für seine Zeit recht origineller Grusler mit einer überaus niedlichen Meg Tilly. Was ist aus der eigentlich geworden?

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Kommentare
  1. lieber_tee sagt:

    Die hübsche Miss Tilly durfte in Masquerade – Ein tödliches Spiel (1988) nochmal hübsch sein…

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