humanoids from the deep (barbara peeters, usa 1980)

Veröffentlicht: September 24, 2010 in Film
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Im kalifornischen Fischerstädtchen Noyo gibt’s Ärger: Die Fischer um den rassistischen Slattery (Vic Morrow mit Minipli) freuen sich auf eine Dosenfabrik, die demnächst gebaut werden und großen Profit bringen soll, die Umweltschützer um den Indianer Johnny Eagle (Anthony Penya) warnen vor der bevorstehenden Verschmutzung des Ozeans und das Aussterben der Lachse, von denen Noyo abhängig ist. Bald gibt es jedoch eine weitaus handfestere Bedrohung: Die Experimente, die das Wachstum der Lachse beschleunigen sollten, haben nämlich eine Rasse von gefährlichen Fischmenschen geschaffen. Und für die beginnt pünktlich zum bevorstehenden Lachsfest die Paarungszeit. Der tapfere Jim Hill (Doug McClure) stellt sich gemeinsam mit der Wissenschaftlerin Susan Drake (Ann Turkel) der Gefahr …

HUMANOIDS FROM THE DEEP ist zunächst einmal ein klassischer Monsterfilm, der das genretypische Monster-on-the-loose mit moderner Ökothematik und offenkundigen JAWS-Einflüssen anreichert – man lausche nur dem Score von James Horner. Die „Humanoids“ von Rob Bottin erinnern ein wenig an Jack Arnolds Kiemenmenschen, wenn der eine Karriere als Dirty Old Man beginnen würde, und können sich mit ihren extralangen Armen auch an Stellen kratzen, an die normale Menschen nur mit obszön aussehendem Werkzeug kommen. Vor allem aber – und hier kommt Roger Cormans Gespür für das, was die Leute ins Kino lockt, ins Spiel – sind sie absolute Lüstlinge und mit räuberischem Hunger nach den handvermessenen Nebendarstellerinnen ausgestattet. Wer über der Tatsache, dass auch noch eine Frau die romantischen Fischmenschvergewaltigungen inszenierte, den Feminismus bedroht sieht, sei beruhigt: Die entsprechenden Szenen, die nach ca. einem Drittel den bis zum Finale eher gemächlichen Flow des Filmes aufbrechen, wurden nachträglich in den Film montiert und nicht von Peeters inszeniert. Und wo ich schon beim Finale bin: Da geht es mächtig rund, wird das gemütliche Lachsfest von den algenbehangenen Unholden mächtig aufgemischt. Da spritzt die rote Suppe und vermischt sich mit muffig riechendem Fischrogen, bis Doug McClure den Tag rettet, indem er kurzerhand die ganze Bucht in Brand steckt. Gegenüber den beiden zuletzt gesehenen FORBIDDEN WORLD und GALAXY OF TERROR ist HUMANOIDS eher eine gemütliche Angelegenheit, die dann von den Gewaltexplosionen aber umso heftiger zerrissen wird. Ein hübscher Film, der mit seiner knapp bemessenen Lauflänge und der Fischerdorfkulisse – für die ich ein absolutes Faible habe – zusätzlich Punkte macht.

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Kommentare
  1. Harry sagt:

    Und wieder einer, den ich hier noch auf DVD vermisse. Damals sogar im Kino gesichtet und dann vergeblich auf ne VHS-Auswertung gewartet (wie jetzt auf die einer DVD).

  2. Oliver sagt:

    Auch den gibt es in den USA (siehe unten). 😉

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