american ninja 3: blood hunt (cedric sundstrom, usa 1989)

Veröffentlicht: Januar 25, 2011 in Film
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Als Sean (David Bradley) noch ein kleiner Junge war, wurde sein Papa, ein Karatekämpfer, umgebracht und Sean fortan von Izumo (Calvin Young) in der Kunst des Ninjitsu unterwiesen. In der Gegenwart reist er in den fiktiven Staat Triana, um an einem Karateturnier teilzunehmen. Als er dort seinem alten Meister begegnet und dieser kurz darauf entführt wird, macht er sich mit Jackson (Steve James) und Dexter (Evan J. Klisser) auf die Suche nach ihm. Die führt ihn zu „The Cobra“ (Marjoe Gortner), der für General Andreas (Yehuda Efroni) eine Rasse von Supersoldaten kreieren soll und nur auf Sean gewartet hat …

Aller Guten Dinge sind zwar nach Volksmund drei, doch AMERICAN NINJA 3: BLOOD HUNT ist wohl die berühmte Ausnahme von der Regel. Alle Jubeljahre wird er von mir in der Hoffnung eingeworfen, dass er mir vielleicht endlich seine mir bislang verborgen gebliebenen Qualitäten offenbart, aber auch bei dieser Sichtung steht am Ende nur die Erkenntnis, dass der dritte Eintrag der Erfolgsserie eine reichlich freudlose Angelegenheit ist. Selbst wenn man die Ansprüche ganz weit runterschraubt und AMERICAN NINJA 3 lediglich als hohlen Trashfilm betrachtet, gibt es hier rein gar nichts zu holen. Wirklich alle Beteiligten haben ihr Schlechtestes gegeben – oder aber sie haben in dem Bemühen, auch noch den letzten Funken Spaß aus dem Film zu saugen, Überstunden gemacht. Die Story ist selbst dann noch unfassbar dämlich, wenn man sie nur als Wegbereiter für die Actionszenen begreift, die Inszenierung hausbacken und angestrengt, die Kampfchoreografien unter aller Sau und – der Todesstoß für den Film – David Bradley ein so dermaßen unsympathischer Protagonist, dass das Unterfangen eigentlich von vornherein hoffnungslos ist. Die Cannon wollte den einstigen Karatechampion wohl zum neuen Actionstar aufbauen, doch das ist gründlich in die Hose gegangen und vielleicht das beste Beispiel dafür, wie Golan und Globus in der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre von ihrem Urteilsvermögen verlassen worden sind. Bradley lässt sich in eigentlich allen seinen Filmen nur ertragen, wenn es einem gelingt, sich an seiner prollig-machohaften Art hochzuziehen. Klar, auch Dudikoff war kein guter Schauspieler, aber er war als Handkanten-James-Dean gut besetzt und vor allem sympathisch. Wenn David Bradley mit Leichenbittermiene die Muckis anspannt, denkt man hingegen an Steroidmissbrauch, Date Rape und Demütigungen in der Jungsumkleide beim Sportunterricht. Im Vergleich mit dem sonnigen Fun-Actioner AMERICAN NINJA 2: THE CONFRONTATION wirkt Teil 3 unfreundlich, düster und misanthropisch. Das ist nicht per se schlecht, nur gibt der Stoff das gar nicht her. Sundstroms Film ist albern, ohne dabei Spaß zu machen. Eigentlich das vernichtendste Urteil, das man über einen Film verkünden kann. Bis zum nächsten Mal.

Kommentare
  1. […] und angemessen trashig gegeben wird. Über den Auftritt von Steve James (u. a. die AMERICAN NINJA-Reihe) habe ich mich auch gefreut, aber eigentlich muss man eher traurig sein, wer hier sinnlos verheizt […]

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