ghoulies ll (albert band, usa 1987)

Veröffentlicht: Januar 30, 2011 in Film
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Die Ghoulies nisten sich in der Geisterbahn einer Kirmes ein, der die Schließung durch ihren rücksichtslosen Finanzier droht. Das Treiben der kleinen Monster weckt jedoch das Interesse der Zuschauer und sorgt für einen gewaltigen Boom. Jedenfalls bis die ersten Toten zu beklagen sind …

Man hätte es nach dem kreuzlangweiligen ersten Teil ja fast erwarten können, dass Teil 2 nur besser werden konnte, darauf, dass ich mich dermaßen mit GHOULIES II amüsieren würde, hätte ich aber keine Wette abgeschlossen Die Titelkreaturen stehen nicht mehr nur blöd in der Gegend rum wie zuvor, sondern machen endlich den Quatsch, den man in einem GHOULIES-Film sehen will, wenn man ihn sich dann schon anschaut. Wenn sie – reichlich unbeweglich daherkommende Handpuppen – die Requisiten der Geisterbahn benutzen, um sich aus purem Spaß an der Freud diverser Eindringlinge zu entledigen, dann ist der Enthusiasmus, den sie dabei entwickeln, durchaus ansteckend. Richtig lustig wird es aber erst, wenn sie die Geisterbahn verlassen, Schrauben an Karussellkabinen lockern, den Schießstand unsicher machen und sonstigen Schabernack treiben. Da gibt es dann sogar ein paar etwas aufwändigere Stop-Motion-Effekte zu bestaunen, die andeuten, das die Ghoulies für ein paar Dollar mehr ganz brauchbare Popcornfilm-Monster abgegeben hätten. Aber auch so bin ich mit GHOULIES II mehr als zufrieden: Horrorfilme (der Begriff trifft es hier nicht ganz, ich weiß), die auf der Kirmes und in Geisterbahnen spielen, finde ich fast immer klasse, die ansehnlichen Settings werden von der Italofilm-Kameraikone Sergio Salvati hübsch eingefangen, die Darsteller lassen anders als im Vorgänger auch andere Emotionen als Hass und Gleichgültigkeit zu und es gibt einen zwar dusseligen, aber immerhin nachvollziehbaren Plot, der mit einem gewissen Grundverständnis für Dramaturgie und Tempo erzählt wird. Sympathischer Blödsinn, der den Toilettenwitz vom Poster nun auch im Film unterbringt und sogar Lust auf die Teile 3 und 4 macht (naja, auf letzteren vielleicht doch nicht, der ist nämlich von Jim Wynorski). In einer Nebenrolle ist übrigens Romano Puppo, Darsteller und Stuntmen unzähliger Italofilme, als Kraftmensch zu sehen und der prollige Schlusssong stammt von der Achtziger-Metalkapelle W.A.S.P.

Kommentare
  1. […] wie originelles Setting (und eines, mit dem man bei mir immer punkten kann, siehe GHOULIES II), das dem Film einen harten Fantasy-Einschlag verleiht und ihn in motivische Nähe zu etwa Tod […]

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