howling v: the rebirth (neal sundström, großbritannien 1989)

Veröffentlicht: Februar 6, 2011 in Film
Schlagwörter:, , , , ,

Eine Gruppe Prominenter aus Wissenschaft, Sport und Film wird in ein ungarisches Schloss eingeladen, das zum ersten Mal seit dem Massaker an seinen Einwohnern vor 500 Jahren wieder seine Pforten öffnet. Schon nach kurzer Zeit verschwinden die ersten Gäste und werden wenig später fürchterlich verstümmelt aufgefunden …

HOWLING IV: THE ORIGINAL NIGHTMARE ist mir leider nicht bekannt, mit Teil 5 bewegt sich die ohnehin schon ausgesprochen disparate Werwolf-Reihe nach den originellen und beinahe avantgardistischen HOWLING 2: YOUR SISTER IS A WEREWOLF und HOWLING III: THE MARSUPIALS von Philippe Mora aber tief hinein in die Beliebigkeit des Videothekenhorrors, wie er zu seiner Zeit in rauen Mengen produziert wurde. Der kann durchaus seine eigenen Reize entwickeln und so ganz unsympathisch ist mir Sundströms Film dann auch nicht: Er erinnert ein wenig an THE BEAST MUST DIE, mit dem die Produktionsgesellschaft Amicus in den Siebzigerjahren versuchte, Werwolffilm und Murder Mystery zu verbinden, verzichtet vollständig auf aufwändige Transformations- und Werwolfeffekte, verlegt sich stattdessen ganz auf die Erkundung des düsterromantischen Schauplatzes und versucht zumindest irgendwie einen originellen Ansatz zu finden. Nur leider gelingt ihm das nicht. Die mit hässlichen Frisuren, furchtbaren Klamotten und Seifenoper-Gesichtern ausgestatteten Charaktere schlurfen ahnungslos durch die dunklen Gänge des Schlosses und stellen Mutmaßungen darüber an, wer ihnen da wohl an den Kragen will. Das wird mit zunehmender Laufzeit doch reichlich dröge, weil es einfach keine Höhepunkte gibt, die einen für das geduldige Ausharren belohnen würden. Erst die finale Auflösung, die sich – nicht untypisch für solchen Trash – in ihrer Pseudocleverness selbst ein Bein stellt und den Film infolgedessen in ein metertiefes Plothole stürzt, sorgt wieder für ein bisschen Stimmung, doch ist der Drops da bereits gelutscht. Richtig beschissen ist HOWLING V: THE REBIRTH wie gesagt nicht, aber er wirft mal wieder die Frage auf, was die Macher ihrem Publikum eigentlich anzubieten gedachten. Der Zuschauer, der von diesen Tinnef nicht massiv angeödet wird, ist eigentlich nicht vorstellbar. Die Ausnahme bildet wohl nur jemand, der noch nie zuvor einen Spielfilm gesehen hat oder, besser noch, dem das Konzept von Kino völlig fremd ist. Der dürfte aber schon bei den „SANCTUS! SANCTUS!“-Gesängen, aus denen der Score einzig zu bestehen scheint, panisch die Flucht ergreifen.

Kommentare
  1. […] die Konfusion noch mit ihren absurden Titelkreationen – ist nach dem doch eher ernüchternden HOWLING V: THE REBIRTH wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Perellos Film hat ordentliche Production Values, ist […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.