chi trova un amico, trova un tresoro (sergio corbucci, italien/usa 1981)

Veröffentlicht: März 12, 2011 in Film
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Alan (Terence Hill) hat seinem Onkel eine Schatzkarte abgeluchst und der Mafia einen Batzen Bargeld. Auf der Flucht vor den Gansgtern versteckt er sich auf dem Boot von Charlie O’Brien (Bud Spencer), der für den Marmeladenhersteller „Puffin“ werbewirksam zu einer Segeltörn aufbrechen soll. Charlie entdeckt den blinden Passagier, es kommt zum Streit und die beiden landen als Schiffbrüchige auf einer vermeintlich einsamen Insel …

Nach dem Zwischenhoch mit IO STO CON GLI IPPOPOTAMI leitet Sergio Corbucci mit CHI TROVA UN AMICO, TROVA UND TRESORO den endgültigen Abstieg des Duos ein, der nur von dem späten selbstreflexiven Gagfeuerwerk NON C’É DUE SENZA QUATTRO noch einmal kurzzeitig abgebremst wurde. ZWEI ASSE TRUMPFEN AUF, wie CHI TROVA in den deutschen Kinos hieß, bedeutet eine Rückkehr zu den oberflächlichen Albernheiten von I DUE SUPERPIEDI QUASI PIATTI und PARI E DISPARI, die er aber noch einmal übertrifft: Das Setting einer paradiesischen Insel, auf der nicht nur ein Stamm von Klischee-Buschnegern, sondern auch ein japanischer Soldat, der noch vom Zweiten Weltkrieg übrig geblieben ist (John Fujioka), leben, entspringt nun ganz und gar einer kindlichen bzw. kindischen Fantasie, ein paar „Piraten“ in SM-Lederkluft stellen wohl so etwas wie den Versuch dar, MAD MAX zu parodieren, und gegenüber all diesem Irrwitz, der von der Dada-Synchro noch unterstrichen wird, muss man Spencer & Hill fast schon als „normal“ bezeichnen. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Luft mittlerweile merklich raus war: Die beiden Stars wirken müde, agieren nur noch auf Autopilot und für die Lacher sind die anderen zuständig. CHI TROVA UN AMICO, TROVA UN TRESORO ist eigentlich nur noch aus historischer Perspektive sehenswert: Der Humor, der hier gepflegt wird, ist heute kaum noch vorstellbar, und basiert vor allem auf der Überzeugung, es sei wahnsinnig witzig, wenn Menschen nicht richtig Deutsch sprechen können. So radebrechen die Buschneger mit ihren Baströckchen und der durchgeknallte Japaner vor sich hin, dass es nur so eine Art hat, und sich die One-Liner von Spencer & Hill dagegen wie Poesie ausnehmen. Das ist, ein gewisses Maß an Toleranz und Nachsicht vorausgesetzt, schon recht interessant und amüsant anzuschauen, aber von einem guten Film ist CHI TROVA UN AMICO, TROVA UN TRESORO trotzdem so weit entfernt, wie seine Protagnisten am Ende mal wieder vom ersehnten Reichtum.

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