evils of the night (mardi rustam, usa 1985)

Veröffentlicht: April 28, 2011 in Film
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In einem Collegestädtchen landet ein Raumschiff mit den drei außerirdischen Wissenschaftlern Dr. Kozmar (John Carradine), Dr. Zarma (Julie Newmar) und Cora (Tina Louise) an Bord. Diese brauchen frisches Teenagerblut, um ewige Jugend zu erlangen. Vor Ort engagieren sie die beiden Tankwärter Fred (Aldo Ray) und Kurt (Neville Brand), um ihnen das Frischfleisch zu besorgen. Ein Baggersee hält zahlreiche leichtbekleidete Opfer bereit …

EVILS OF THE NIGHT, dessen Geschichte Rustam so toll fand, dass er sie zwei Jahre später mit EVIL TOWN gleich nochmal erzählte, vertritt jene Spielart US-amerikanischer Exploitationfilme, die sich gar nicht erst lang damit aufhält, auf Seriosität zu machen, sondern sich gleich beherzt mitten in die Jauche begibt. Den oben genannten (abgehalfterten) Stars auf Seiten der Schurken werden die typischen Pornoaktricen auf Opferseite gegenübergestellt (u. a. Amber Lynn und Crystal Breeze), die dann auch die dringend notwendigen hohlen Dialogzeilen erhalten. Überhaupt ist Dummheit die menschliche Eigenschaft, die den Film überhaupt am Laufen hält. Schon das fröhliche Nacktbaden zu Beginn hält einige Überraschungen bereit, so etwa einen jungen Mann, der zwei Lesben in Anwesenheit der nur wenige Schritte entfernten eigenen Freundin beim gegenseitigen Einölen der Brüste bespannt und einen lustigen Jokus zweier besonders einfältiger Jocks, die eine blonde Schönheit damit zu becircen gedenken, dass sie ihr glibberige Algen über den Bauch reiben und in ihre Badehose stecken. Dazu läuft ein schrecklicher 80s-Popsong namens „Boys will be Boys“, der das ausgelassene Treiben untermalt und auf dem so viel Hall liegt, dass man das Gefühl hat, ihn zweimal gleichzeitig zu hören. Hallo, Echo?

Auf diesem Niveau geht’s munter weiter, sodass ein Großteil der Handlung von EVILS OF THE NIGHT logischerweise darin besteht, dass die Protagonisten sinnlos im Wald sitzen und darauf warten, dass einer nach dem anderen verschwindet. Die Notgeilheit nimmt pathologische Züge an, wenn ohne jede Lichtquelle im dunklen Tann herumgevögelt wird oder Charaktere auch schonmal in ein leerstehendes Haus einbrechen, um dann aber nicht etwa das Schlafzimmer aufzusuchen, sondern sich gleich auf dem Fliesenboden in der Eingangshalle ineinander zu verbeißen. Irgendwann wird das verbleibende Trio aus zwei besonders dummen Frauen und einem besonders notgeilen Typen von Fred und Kurt geschnappt und in der Garage festgebunden. Die dümmste Tussi kann sich zwar befreien, weiß dann aber nicht weiter: Als Kurt bemerkt, was passiert ist, läuft sie ziel- und kopflos vor ihm weg und reagiert auf die Befehle des noch festgebundenen Freundes, nach irgendwas zu greifen und als Waffe zu benutzen, gedankenschnell, indem sie allen möglichen nutzlosen Tand greift und nach dem Peiniger wirft, ohne ihm auch nur einen Kratzer zuzufügen. Die Szene endet in einem sogar recht unangenehmen Bohrmaschinenmord, bevor sich das Spielchen dann mit der anderen Tussi fortsetzt. Aber die Blödheit der Menschen ist tröstlich, weil auch die Außerirdischen ziemlich dämlich sind: Enttäuscht über die schwache Opferausbeute, gesteht Dr. Kozmar einen folgenschweren Fehler ein. Zwar sei der Ort vom Computer für seinen hohen Anteil an Studenten im richtigen Alter ausgewählt worden, man habe aber schlicht und ergreifend die Sommerferien vergessen. Shit happens!

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