bmx bandits (brian trenchard-smith, australien 1983)

Veröffentlicht: Mai 16, 2011 in Film
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Als die BMX-begeisterten Judy (Nicole Kidman), P.J. (Angelo D’Angelo) und Goose (James Lugton) eine Tasche mit Walkie-Talkies finden und sich sogleich an den Verkauf der Teile begeben, ahnen sie nicht, dass diese zur Ausrüstung einer Bande von Bankräubern gehören, die die Geräte für ihren nächsten Coup brauchen. Die Verbrecher heften sich denKids an die Fersen, doch die sind mit ihren BMX-Rädern nicht zu bremsen …

Brian Trenchard-Smith habe ich andernorts schon mal gelobt und somit ist auch klar, dass ich über BMX BANDITS zwar nicht viel, aber dafür nur Gutes zu sagen habe. Sein Kinderfilm, der auf der Anfang der Achtzigerjahre populären BMX-Welle reitet, die übrigens auch am Autor nicht spurlos vorbei gegangen ist, verzichtet auf eine ausgeklügelte Handlung zugunsten sonniger und farbenfroher Fahrradaction, die einen erwachsenen Zuschauer fast drei Jahrzehnte später zwar nicht vom Hocker reißt, aber dafür mit sehr viel kindlicher Freude erfüllt. Vom strahlend blauen Himmel scheint die Sonne auf das sommerliche Sidney, durch das die Kids mit perfekt auf die knatschgelben, -roten und -blauen BMX-Räder abgestimmten Sportklamotten heizen und weil es in diesem Falle nicht viel mehr braucht, um glücklich zu machen, belässt es Trenchard-Smith einfach dabei. Quentin Tarantion – seines Zeichens ebenfalls bekennender Fan des britischen Regisseurs australischer Exploitation – weiß vom Cover herab zu berichten, dass BMX BANDITS das australische Äquivalent zu THE GOONIES sei: Das mag hinsichtlich des Beliebtheitsgrades des Films stimmen, doch wo Richard Donner seinen Kinder-Abenteuerfilm mit viel Tamtam zum kleinen INDIANA JONES-Epigonen aufbläst, beschränkt sich Trenchard-Smith auf das Wesentliche. So viel Reduktionismus und Geradlinigkeit sind rundum lobenswert und lassen den geneigten Zuschauer natürlich sogleich an STUNT ROCK denken, der die Verbindung von (meist motorisierten) Stunts und Rockmusik auf ähnlich kurzem Weg zustandebrachte. Wenn Kinderfilme doch nur immer so frei von Bullshit wären …

Kommentare
  1. Einer der besseren Trenchard-Smiths, wobei man hier aber auch nicht zu scharf nachdenken darf. Nur TKKG ist sozial-ethisch angreifbarer. 😀
    (Mein Lieblingsfilm dieses Regisseurs ist natürlich Der Mann von Hongkong. Und wenn du mich fragst: Lass die Finger von Day of the Panther. Oder auch gerade nicht. Ürgs, ist das Grütze. :D)

    • Oliver sagt:

      Och, ich finde, dass der einige sehr schöne Sachen gemacht hat: Die bereits verlinkten DEAD-END DRIVE IN und STUNT ROCK, aber natürlich auch TURKEY SHOOT – sein anderer Kinderfilm THE QUEST ist meine ich auch ganz hübsch. Und die trashigen Horrorschoten NIGHT OF THE DEMONS 2 und die beiden LEPRECHAUNS sind zumindest sehr spaßig. Die anderen von dir genannten Titel kenne ich noch nicht.

  2. DEAD-END DRIVE IN und STUNT ROCK kenn ich noch nicht, die hab ich aber auf dem Radar. Genauso THE QUEST. NOTD und Leprechaun sind, naja, schon ganz ok, aber Turkey Shoot z.B. fand ich schon nicht mehr so dolle. Da sind zwar einige nette Szenen drin, aber an sich wird er da dem Sujet nicht gerecht.

  3. Oliver sagt:

    Zumindest DEDI solltest du dringend mal schauen: ganz großes Endzeitkino!

    Deiner Einschätzung zu TURKEY SHOTT kann ich freilich nur vehement (und einigermaßen schockiert) widersprechen: Für mich ist das einer der geilsten Exploiter auf diesem Erdball.

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