killer klowns form outer space (stephen chiodo, usa 1988)

Veröffentlicht: Juni 3, 2011 in Film
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In der Nähe einer amerikanischen Kleinsstadt landet ein UFO in der Form eines Zirkuszelts. Die Aliens, die diesem Zelt entsteigen, sehen zwar aus wie Clowns und treiben auch allerlei Schabernack mit Popcornpistolen, Luftballons und Schattenspielen, führen aber trotzdem Böses im Schilde. Erst als die halbe Stadtbevölkerung in Zuckerwatte-Kokons verpuppt im UFO hängt, blasen die Verbliebenen zum Gegenangriff …

KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE, ein Familenprojekt der Chiodo-Brüder, die sich vor allem als Special-Effects-Spezialisten einen Namen gemacht haben (u. a. CRITTERS, CRITTERS 2, ELF oder TEAM AMERICA), ist vor allem wegen seines liebevollen Dekors und seiner verschrobenen Prämisse erwähnenswert: Handelt es sich bei der Clownkostümierung um eine absichtliche Tarnung, um die Menschen in die Irre zu führen, oder existiert wirklich eine Alienrasse, die wie irdische Clowns aussieht? Und wenn letzteres der Fall ist:  Ist das bloß Zufall oder gehen unsere Clowns vielleicht gar auf einen früheren Besuch der Außerirdischen zurück. Fragen, für deren Beantwortung sich der Film nicht interessiert, die er auch gar nicht explizit stellt, die aber trotzdem mitschwingen und das Geschehen aufwerten. Hauptgrund, sich den Film anzuschauen, ist aber ohne Frage das Design: Die Clowns sehen mit ihren aufgeblasenen Gummischädeln und den quietschbunten Anzügen einfach herrlich aus, das Innere des UFOs ist eine surreale Kreuzung aus den Raumschiff-Interieurs vergleichbarer Science-Fiction-Stoffe und der farbenfrohen Zirkuswelt, an der man sich kaum sattsehen kann, und die Tricks, mit denen die clownesken Aliens die Menschen unschädlich machen, reizen die herrlich überdrehte Grundidee des Films genauso weit aus, wie man das von einem offensichtlichen Herzensprojekt erwarten darf. Da werden Menschen mithilfe von Strahlenkanonen in pinkfarbene Zuckerwatte-Kokons eingesponnen, von elaborierten Schattenspielen aufgefressen oder – in einer der wenigen makabren Szenen – zu Handpuppen umfunktioniert. Ein aus Luftballons geknoteter Hund nimmt die Fährte auf, lebendiges Popcorn verwandelt sich in gefräßige Clownpflanzen und die Knöpfe im Inneren des UFOs geben alberne Hupgeräusche von sich. Es ist zu verschmerzen, dass KILLER KLOWNS FROM OUTER SPACE leider nicht gerade ein Ausbund an nervenzerrender Spannung ist: Den Plotverlauf kennt man aus Dutzenden von Fünfzigerjahre-Alien-Invasion-Filmen, die in den Achtzigerjahren ja nur wenig überraschenderweise ein kleines Revival erlebten (man denke etwa an THE BLOB, den genannten CRITTERS oder aber NIGHT OF THE CREEPS), und da die Chiodos nicht im Sinn haben, die von ihnen verwendete Blaupause zu revolutionieren, der Reiz des Designs aber nicht über die volle Laufzeit trägt, wird es zum Ende hin schon ein bisschen langweilig. Das Finale entschädigt dann aber ebenso für die kleineren Längen, die bei einer Laufzeit von kanpp 80 Minuten ja eh zu verschmerzen sind.

 

 

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