time walker (tom kennedy, usa 1982)

Veröffentlicht: April 14, 2012 in Film
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Prof. Douglas McCadden (Ben Murphy) findet in der Totenkammer Tutanchamuns einen weiteren Sarkophag, der laut einer beigefügten Schriftplatte einen „Reisenden“ enthält. Bei der Öffnung des Sarkophags in McCaddens US-amerikanischer Uni finden die Wissenschaftler und Studenten außerdem einen rätselhaften Pilz, der noch Probleme machen soll: Als einer von McCaddens Assistenten wenig später fünf Kristalle aus einem Geheimfach des Sarkophags entwendet, wird nämlich auch der Pilz „aktiviert“ und befällt einen der Studenten. Doch das ist noch nicht alles: Denn bei der offiziellen Vorführung des Fundstücks ist die Mumie plötzlich verschwunden. Sie ist auf der Suche nach den entwendeten Steinen …

Mit kargen 2,5 Punkten wird TIME WALKER auf IMDb abgespeist. Was sagt das über mich, der diesen Film wenn schon nicht besonders aufregend, so doch allein durch sein wenig abgegriffenes Mumienthema sehr sympathisch und angenehm unaufdringlich empfand? TIME WALKER ist ein kleiner Horror-Science-Fiction-Hybrid, dem man anmerkt, dass das Geld fehlte, um aus der Geschichte das Optimum rauszuholen: Dem Film fehlen die echten Show Stopper, der herausragende Effekt, das perfekt komponierte Set Piece, der spektakuläre Showdown, der das Versprechen, das dieser Film mit seiner doch recht interessanten Prämisse macht, einlösen würde. So bleibt das Geschehen insgesamt etwas „underwhelming“, wie der Angelsachse sagen würde, aber das steht dem Film gar nicht so schlecht zu Gesicht. Man merkt, dass Regisseur Kennedy von seiner Story überzeugt war und sie nicht bloß als Vorwand für FX-Gematsche verstand, sondern den Zuschauer erzählerisch fesseln wollte. Und irgendwie ist ihm das auch gelungen, selbst wenn ich einräumen möchte, dass TIME WALKER ganz gewiss niemanden um den Schlaf bringen wird. Um nachhaltig zu wirken, ist der Film doch etwas zu brav und durchschnittlich, aber immerhin zieht er sein Ding konsequent durch. Das hebt ihn wohltuend von vielen anderen Horrorfilmen ab, die ihrer Mörderprämisse schon im zweiten Akt nichts mehr hinzuzufügen wissen oder sich den gelungenem Aufbau mit einem überkandidelten Finale versauen. TIME WALKER ist nicht der Film, dem ich hinterherjagen würde, aber wenn man ihn mal in die Finger bekommt, ist er geeigneter, nicht zu stark fordernder Stoff, um ihn in sein kleines Genrefilmprogramm einzubinden. Am besten nach einem richtigen Knaller gucken, da ist er optimal platziert.

Kommentare
  1. Peter Hansen sagt:

    Hab den Film damals in den 80ern gesehen; mehr als einmal habe ich ihn in der Videothek ausgeliehen. Hat mir damals gut gefallen. 2,8 als Bewertung hat der Film nicht verdient.

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