relentless 2: dead on (michael schroeder, usa 1992)

Veröffentlicht: September 5, 2012 in Film
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Nach den Ereignissen aus RELENTLESS lebt Detective Sam Dietz (Leo Rossi) von seiner Frau (Meg Foster) getrennt. Als sich ein Serienkiller (Miles O’Keeffe), der eine Blutspur quer durch die USA gezogen hat, sein Handwerk in L.A. fortsetzt, wird Dietz der FBI-Agent Valsone (Ray Sharkey) zur Seite gestellt. Nach dem typischen Kompetenzgerangel beginnen die beiden zwar zu kooperieren, doch Dietz wird das Gefühl nicht los, dass Valsone ihm immer noch Steine in den Weg legt …

RELENTLESS 2: DEAD ON hat vor allem zwei Probleme: Es ist ein Sequel und nicht von William Lustig. Die Geschichte um den Serienmörder ist etwas elaborierter, sein „Motiv“ spektakulärer, aber eben auch konstruierter. Gleichzeitig fällt es schwerer, einen Bezug zum Killer herzustellen: Miles O’Keeffe – nicht gerade als Charakterdarsteller bekannt – gibt den Mörder als stumme terminatoreske Mordmaschine, die zur Entspannung vom Tagewerk gern ein Eisbad nimmt, sonst aber kaum menschliche Züge trägt. So ist es wieder einmal am unvergleichlichen Leo Rossi, den Zuschauer ins Boot zu holen: Das gelingt, auch weil Schroeder einige aus dem ersten Teil bekannte Nebenfiguren aufbietet und sich um einen ähnlich skurrilen Humor bemüht wie Lustig vor ihm. Der Psychiater mit dem Faible für geschmacklose Kommentare ist ebenso wieder da wie die stets hilfsbereite Sekretärin Francine (Mindy Seeger)  und als neuen Vorgesetzten hat sich Dietz nun mit dem sportbesessenen Captain Rivers (Dale Dye) auseinanderzusetzen: Eine Besprechung hält Dietz im Anzug neben ihm her joggend ab, für eine weitere begibt er sich in voller Montur mit ihm in die Sauna. Diese kleinen guten Ideen – wie auch der Subplot um den FBI-Agenten Valsone – verhindern, dass RELENTLESS 2: DEAD ON in der Beliebigkeit versinkt, geben dem Film ein Profil, das ihn über bloß mittelmäßiges Videofutter für Couch Potatoes hebt. Dennoch wirkt das alles weniger zwingend als in Lustigs Film, der zwar auch nicht gerade die Neuerfindung des Rades darstellte, aber eben ein ideales Beispiel dafür, wie weit ein ausgefeiltes Drehbuch und eine gute Darstellerführung tragen: RELENTLESS war einfach Storytelling nahe an der Perfektion. Dessen Homogenität und Kompaktheit erreicht Schroeder leider nie, weshalb sein Film über leicht überdurchschnittliche, aber eben auch etwas beliebige Unterhaltung nicht ganz hinauskommt. Aber das ist für ein Sequel ja eigentlich schon sehr ordentlich.

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