killer joe (william friedkin, usa 2011)

Veröffentlicht: September 12, 2012 in Film
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Für Hard Sensations habe ich William Friedkins viel gerühmten neuen Film KILLER JOE besprochen, der dieser Tage mit dem Fantasy Filmfest durch die Lande zieht. Klick hier.

Kommentare
  1. Ghijath Naddaf sagt:

    Boah,wie ich dich beneide.Ich kann es kaum erwarten,den Film zu sehen.
    Es ist schon verdammt selten,das in einem Jahr gleich 2 Genre Filme anlaufen,die ich so ungeduldig erwarte. „Killer Joe“ und „Killing them softly“.
    Was Friedkin angeht:Der Mann ist 77,und haut noch mal so ein kompromissloses Teil raus.
    Der Mann ist auch ein begnadeter Geschichtenerzähler.Es gibt ein tolles 5 teiliges Interview mit ihm auf youtube.
    Josh Olson führte das Gespräch,live vor Publikum, nach einer Vorführung des unterschätzten Sorcerer.
    Da warten wir auch immer noch auf eine vernünftige DVD.

    • Oliver sagt:

      Auf THE SORCERER warte ich auch immer noch (genauso wie auf Manns THE KEEP). Eine Schande, dass sich noch keines der zahlreichen honorigen DVD-Labels dieses Films angenommen hat, der ja, soweit ich weiß, als miese Vollbild-DVD kursiert. Aber man hört auch nicht allzu viele Klagen über diesen Mangel. Naja, mal sehen, mit Flynns ROLLING THUNDER hat es ja jetzt auch geklappt, das macht Hoffnung. Vielleicht kann man QT mal dazu auffordern, sich als SORCERER-Fan zu outen.

      Ja, Friedkin ist ein unglaublich guter Erzähler mit einer tollen, angenehmen Stimme. Er hat den AK zu Fleischers NARROW MARGIN auf der US-DVD beigesteuert und der allein lohnt schon die Anschaffung der Scheibe. Allerdings bin ich mir bei ihm nicht zu 100 % sicher, ob er sich nicht manchmal eine Spur zu gern reden hört: Ich war ziemlich erbost, als er sich auf der Jubiläums-DVD von THE EXORCIST als Verfechter des Original Cuts präsentierte, immer wieder bestätigte, dass dieser auch der Director’s Cut sei, nur um dann ein, zwei Jahre später ebenso euphorisch die Veröffentlichung des Dir. Cuts zu bejubeln. Naja, es gibt Leute, denen ich das Geld weniger gönne als ihm. 🙂

      Und zum Alter: Ja, wirklich erstaunlich. Andere Regisseure fangen spätestens mit 60 an, austauschbaren langweiligen Quatsch zu drehen (siehe Scorsese oder Woody Allen), um fürs Altenteil vorzusorgen, Friedkins Output der letzten zehn Jahre kann man dagegen schon fast als zweiten Frühling bezeichnen, nachdem in den Neunzigern ja nicht so wahnsinnig viel Interessantes von ihm herausgekommen war. THE HUNTED, BUG und KILLER JOE sind jedenfalls aller Ehren wert!

  2. Ghijath Naddaf sagt:

    Du hast recht.Es ist manchmal wirklich schwer einzuschätzen,was Friedkin ernst meint und was eher für die
    Galerie gedacht ist.Indem Gespräch mit Olson verneigt er sich natürlich vor seinen Helden,Hitchcock und
    Clouzot,erzählt dabei einen tollen Schwank seiner ersten Begegnung mit Hitchcock und die leute kringeln sich
    in den Sitzen.So weit ,so gut.Er erzählt dann ausführlich,aber wie gesagt,irre unterhaltsam über die Dreharbeiten
    zu Sorcerer,und da wird einem erst klar welchen Wahnsinn alle beteiligten damals auf sich genommen um ihren
    Film vertigzustellen.Friedkin sagte mehr oder weniger waren sie immer in Gefahr ihre geistige oder körperliche
    Gesundheit oder schlimmstenfalls ihr leben zu verlieren.
    Daraufhin fragte einer aus dem Publikum,ob er mit den heutigen technischen Mitteln,den Film anders machen würde.Seine Antwort war ja.Er hielt dann eine Lobrede auf die durch CGI geschaffenen möglichkeiten,und
    meinte man könnte heutzutage jeden Film machen den man will ohne überhaupt wegzufahren.
    Und da musste ich dann doch schlucken.Man sieht solchen Wahnsinnsfilmen wie Sorcerer oder Apocalypse Now
    nicht nur jeden Cent an,sondern auch das ganze Herzblut,die kompromisslose Leidenschaft und den unbedingten Willen ihre Macher ein Meisterwerk zu schaffen.Es gab in den 70ern ja einige so herrliche Verrückte .Coppola,Friedkin,Cimino.Selbst wenn die Jungs gescheitert sind,sind sie gross gescheitert.
    Ich kann mir nicht wirklich vostellen das Friedkin ernsthaft glaubt,das dieser Film genausogut geworden wären
    wenn ein 18 jähriger Computerfachmann zu im gesagt hätte: Billy wir müssen nicht wegfahren.
    Die Brückenscene können wir vor der Greenscreen machen und der Dschungel sieht eh aus dem Computer viel besser aus.
    Gott sei dank gab es die Möglichkeit 1977 noch nicht.

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