prom night (paul lynch, kanada 1980)

Veröffentlicht: November 3, 2012 in Film
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Beim Spielen kommt die kleine Robin Hammond zu Tode. Wendy, Kelly, Nick und Jude, die an dem Unfall nicht unbeteiligt waren, schwören Schweigen zu bewahren. Der Tod wird einem Sexualstraftäter zugeschrieben, der Fall scheint erledigt. Sechs Jahre später bereiten sich die vier Verschwörer auf den Abschlussball vor. Nick (Casey Stevens) ist mittlerweile mit Kim (Jamie Lee Curtis), der Schwester der Verstorbenen zusammen. Da meldet sich ein anonymer Anrufer zu Wort und droht den Tod Robins zu rächen …

PROM NIGHT ist einer der frühen Beiträge zum mit HALLOWEEN und FRIDAY THE 13TH aus der Taufe gehobenen Slasher-Subgenre und selbst ein kleinerer Klassiker. Sein Plotentwurf ist zu einer Art Blaupause geworden, er brachte es auf zahlreiche Sequels – von denen allerdings keines dem Slasherfilm zugerechnet werden kann – und wurde vor vier Jahren neu aufgelegt, zu einer Zeit, als kein Horrorfilm jener Tage vor den gierigen Fingern einfallsloser Produzenten sicher war. Die Popularität von PROM NIGHT ist heute nur noch schwer nachzuvollziehen und scheint mir mehr als alles andere ein US-Phänomen zu sein. Wer selbst in den Konkurrenzkampf an amerikanischen Highschools und die großen Dramen rund um die Frage, wer mit wem zum Abschlussball geht, involviert war, sieht Lynchs Film möglicherweise mit anderen Augen. Ich fand PROM NIGHT schon vor 15 Jahren in erster Linie stinklangweilig und daran hat sich bei dieser Zweitsichtung leider nichts geändert. Eine geschlagene Stunde muss man auf den Auftritt des Killers warten, der sein Handwerk dann doch eher routiniert verrichtet. Nichts, was die lange Wartezeit rechtfertigen würde. Höhepunkt des Films – der immerhin recht schön fotografiert ist, so viel sei zu seiner Ehrenrettung gesagt – ist eine lange Tanzszene der beiden Hauptdarsteller, die ganz im Zeichen des damals noch brandheißen Disco-Trends steht. Auch Schuldirektor Leslie Nielsen darf mitschwofen. Die Anwesenheit des späteren PM-Entertainment-Actionstars Jeff Wincott, der hier mit blonder Pilzfrisur ein typisches notgeiles Teenie-Arschloch gibt,  entlockte mir noch ein amüsiertes Schmunzeln, das war es auch schon. Die Sichtung war also ein klassischer Fall von Arbeit.

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