the order (sheldon lettich, usa 2001)

Veröffentlicht: Dezember 1, 2012 in Film
Schlagwörter:, , , , ,

untitled-3Rudy Cafmeyer (Jean Claude Van Damme), ein professioneller, auf kostbare historische Artefakte spezialisierter Dieb, erhält einen Notruf von seinem Vater, einem Kunsthistoriker. Bei einem Besuch in Jerusalem ist dieser von Mitgliedern einer radikalen Splittergruppe der Sekte „The Order“ entführt worden. Diese will einen Krieg zwischen Moslems und Juden anstacheln und beruft sich dabei auf apokryphe Schriften ihres Religionsstifters. Rudys Vater ist im Besitz dieser Schriften und sie prophezeien genau das Gegenteil von dem, was die Sektierer wollen: eine friedliche Revolution …

Jean Claude Van Damme wandelt auf den Spuren von Indiana Jones: Gleich zu Beginn entwendet er ein kostbares Fabergé-Ei aus einem Museum in Odessa und muss dazu zahlreiche Wachmänner und Polizisten austricksen, später bekommt er es in Jerusalem mit einer geheimnisvollen Sekte, mysteriösen Prophezeiungen, Karten auf Aramäisch, Weltberrschungsplänen, finsteren Gewölben und natürlich zahlreichen bösen Buben zu tun. Sheldon Lettichs uninspirierte, aber routinierte Regie, die spektakuläre Kulisse Jerusalems und das hohe Tempo des Films, der von einer Verfolgungsjagd zur nächsten hetzt, halten bei Laune, auch wenn THE ORDER insgesamt ein bisschen an einen dieser Fernsehfilme erinnert, in denen berühmte Blockbuster kopiert werden. Im Prolog, der während der Kreuzzüge angesiedelt ist – mit Van Damme als Kreuzritter – und die Ursprünge der Sekte mittels eines märchenonkelhaften Voice-overs erläutert, rechnet man gar damit, dass Ayman Abdallah oder Joachim Bublath im Anzug aus der Kulisse treten und zu einer neuen Folge von Terra X oder Galileo Mystery begrüßen.

Actionfreunden bietet THE ORDER nur wenig Grund zur großen Begeisterung. Handfeste Fights sind rar gesät, der Film lässt sich eher als Abenteuer- denn als Actionfilm bezeichnen. Und um als solcher richtig zu begeistern, fehlt etwas die Größe, der Wille zum Pomp und zur Epik. THE ORDER ist eine kleine Produktion und so ordentlich er auch gemacht ist: Das Historienspektakel ist eine Nummer zu groß für ihn. Am Ende löst sich das alles etwas unbefriedigend in einem handelsüblichen Showdown auf, der in dieser Form in jeden Film gepasst hätte. Und ob man wirklich glaubte, noch eine Fortsetzung hinterherschieben zu können, wie der Schlussgag suggeriert? THE ORDER ist ganz OK, definitiv kein schlechter Film, aber eben auch nichts, was zu Begeisterungsstürmen hinrisse. Am meisten hat mich das Wiedersehen mit Brian Thompson, dem „Nightstalker“ aus COBRA, gefreut. Er ist hier als schurkischer Sektenführer mit dem schicken Namen Cyrus Jacob ganz in seinem Element.

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s