meatballs (ivan reitman, kanada 1979)

Veröffentlicht: September 14, 2015 in Film
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Es ist wieder Sommer: Im maroden Camp North Star bereitet man sich auf den Ansturm der Jugendlichen vor, denen man mit den kargen Möglichkeiten etwas bieten will. Counsellor Tripper (Bill Murray) hält die Motivation hoch und kümmert sich um den schüchternen Einzelgänger Rudy (Chris Makepeace), während er seiner Kollegin Roxanne (Kate Lynch) nachstellt. Auch die anderen Counsellors versuchen, sich die Hörner abzustoßen, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Am Ende kommt es während der Camp-Olympiade zur Auseinandersetzung mit den Erzfeinden vom Nobelcamp Mohawk …

MEATBALLS ist eine kleine, nahezu idealtypische Summercamp-Komödie mit allen üblichen Zutaten: Dumme Sprüche, zarte Romantik, etwas Slapstick sowie Fun & Games vor ruraler Kulisse, das alles in nur wenig verbundener, episodischer Form verabreicht. Von anderen Beiträgen zu diesem uramerkanischen Teeniefilm-Subgenre unterscheidet sich MEATBALLS vor allem durch zwei namhafte Stabmitglieder: Regie führte Ivan Reitman, der sich nach einigen eher obskuren Filmen – siehe CANNIBAL GIRLS – damit für kommende Komödiengroßtaten empfahl, in der Hauptrolle liefert Bill Murray als anarchischer Camp Counsellor eine wahre One-Man-Show ab. Murray war damals schon kein Unbekannter mehr, seine Zugehörigkeit zum Komödiantenteam der Fernsehshow SATURDAY NIGHT LIVE prädestinierte ihn für eine Filmkarriere, aber es war eben Reitman, der Murray mit MEATBALLS seine erste Hauptrolle verschaffte und den Grundstein für dessen Filmkarriere legte. Wie einige Jahre später in CADDYSHACK nutzt Murray den ihm zur Verfügung stehenden Raum für seine sehr spezielle Art von Humor: Seine absurden Lautsprecherdurchsagen sind die komödiantischen Höhepunkte des Films (Attention. Here’s an update on tonight’s dinner. It was veal. I repeat, veal. The winner of tonight’s mystery meat contest is Jeffrey Corbin who guessed ,some kind of beef.'“), der vor allem durch sein Tempo und das sonnige Gemüt besticht. Wie Tripper außerdem den kleinen Rudy aufbaut, bietet noch etwas fürs Herz, ohne dass man allzu große Schmalzabsonderungen befürchten müsste. Vergnüglich, leicht und kurzweilig, eine runde Sache – wie ein Fleischklößchen eben.

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