rettet „der perser und die schwedin“!

Veröffentlicht: Dezember 19, 2015 in Film
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jeunesse-perdue-1_articleDER PERSER UND DIE SCHWEDIN (JEUNESSE PERDUE) des mysteriösen iranischen Einmal-Regisseurs/Drehbuchautors/Schauspielers Akramzadeh verzauberte bei seinem Einsatz während des Hofbauer-Kongresses alle Anwesenden mit seiner Unschuld und Naivität, seinem unverstelllten Blick auf das Londoner Nachtleben der frühen Sechzigerjahre durch die Brille eines iranischen Studenten und seiner reizvollen Mischung aus Sitten-, Liebes-, Nacht- und Problemfilm. Seit er in jener magischen Nacht die Herzen zum Tanzen brachte, ist er durch die Nation getourt – stets mit vergleichbar euphorischen Reaktionen.

Er wurde so zu einer Art paradigmatischem Hofbauer-Kongress-Film: Er ist eine jener Ausgrabungen, auf die alle Besucher stets hoffen, die aber natürlich alles andere als alltäglich sind. Von Film und Macher fehlte bis zu seiner Bergung durch das Hofbauer-Kommando jede Spur, es gab noch nicht einmal einen IMDb-Eintrag. Die Kopie, die man ausfindig gemacht hatte, stinkt bereits nach Essig und ist damit dem unvermeidlichen Tod anheimgegeben: Jede Vorführung kann die letzte sein, was dann auch das Ende dieses Films darstellen wird. Die Idee, ihn durch eine – leider kostspielige – Digitalisierung zu retten, war geboren.

An dieser Stelle kommt ihr ins Boot, die ihr euch für außergewöhnliche, seltsame, komische und neben der Spur liegende Filme interessiert und die Wahrung eines Filmerbes jenseits des Kanons für wünschens- und erstrebenswert haltet: Eine Crowdfunding-Kampagne wurde ins Leben gerufen, um den Film auf DVD oder ggf. sogar auf Blu-ray herauszugeben und damit für die Nachwelt zu erhalten. Etwa 350 bis 450 „Funder“ sind nötig.

Ich möchte alle meine Leser bitten, sich die Seite anzuschauen und zu überlegen, ob das nicht die Gelegenheit ist, einen Beitrag zur Erhaltung des marginalisierten Films zu leisten – mal davon abgesehen, dass es einfach nur grandios wäre, DER PERSER UND DIE SCHWEDIN im Regal stehen zu haben, zum Immer-wieder-Sehen, MIt-ins-Bett-Nehmen, Anfassen und Weitergeben. Meinen Text zum Film findet ihr hier, Silvia Szymanski schrieb hier über den Text, Michael Kienzl verfasste eine Rezension auf critic.de. Ich habe mit der Kampagne nichts zu tun, habe lediglich einen kleinen Text dafür verfasst. Ich werde als ganz normaler Funder meinen Beitrag leisten und hoffe darauf, dass ihr das auch tut.

Danke für eure Aufmerksamkeit!

 

 

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