ahava tzeira (walter bannert, israel/deutschland 1987)

Veröffentlicht: August 4, 2016 in Film
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ph_eis_am_stiel_7_001Besser als der unterirdische Vorgänger, aber immer noch ein Trauerspiel lediglich vorgegaukelten Frohsinns. Diesmal verschlägt es die drei Protagonisten in ein Hotel, wo sie nicht nur die üblichen Kapriolen schlagen, sondern vor allem versuchen, 600 Dollar zu erwirtschaften, um das von Johnny (Zachi Noy) geschrottete Auto seiner Eltern wieder flottzumachen. Sonja Martin macht nach Teil 4 wieder einmal ihre Aufwartung als sonnengebräuntes Love Interest Bennys (Yftach Katzur), Sibylle Rauch ist eine geile Strapsmaus, die den Rahmen für den altbewährten Johnny-Gag gibt, der auch hier nicht fehlen darf. Was zuvor 36 Mal leidlich gut funktioniert hat, entlockt dem Zuschauer garantiert auch bei der 37. Runde ein gequältes Lächeln.

Aufzuzählen, was hier alles nicht mehr funktioniert, ist leicht: Die schon im Vorgänger nicht mehr zu verleugnenden Achtzigerjahre killen jeglichen Fifties-Spirit, der die ersten drei Teile (und mit Abstrichen auch den fünften) noch ausmachten. Katzur ließ sich nicht mal mehr dazu überreden, seinen Nackenspoiler zu stutzen – er agiert auch sonst merklich arrogant, kein Vergleich mehr zu seinen Darbietungen in den ersten Beiträgen. Das führt uns direkt zum Hauptproblem: Segal und Katzur kratzten anno ’87 bereits heftig an der Tür zum 30er-Club, Noy war schon seit vier Jahren Mitglied. Dass sie trotzdem immer noch diese hemmungslosen Schürzenjäger spielen, die nichts anderes im Kopf haben, als durch Schlüssellöcher zu linsen und sich in Sexfantasien zu ergehen, lässt sie hier zunehmend wie neurotisch-monomanisch Entwicklungsgehemmte erscheinen, nicht mehr wie liebenswerte Hallodris. Der Coming-of-Age-Film wird zum Still-not-coming-of-Age-Film, der seit Jahren in der Dauerschleife rotiert. Und was einst witzig war, ist in der siebten Iteration einfach nur noch traurig. Einzige Ausnahme: Die Title-Sequenz, die das zunehmend enervierende Schauspiel eines Mannes bietet, der verzweifelt und erfolglos versucht, einen Liegestuhl aufzustellen. Ich bin am Ende vor Ödnis weggepennt und mache drei Kreuze, wenn ich den achten Teil und damit auch diese Serie hinter mich gebracht habe. Dann kann ich mich endlich mit gebührender Ruhe den verbleibenden drei POLICE ACADEMY-Werken widmen. Life is brutal.

 

Kommentare
  1. Schlombie sagt:

    Wenn man nicht all zu viel erwartet (und wer würde das tun nach Teil 6 und 7?) ist Teil 8 eine überraschend angenehme Erfahrung, vielleicht nicht so charmant ausgefallen wie Teil 5, aber definitiv wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Von daher bin ich jetzt schon gespannt wie Dir der 8. gefallen wird, denn bisher stimme ich jeder Deiner Meinungen zu den einzelnen Teilen zu.

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