destroyer (robert kirk, usa 1988)

Veröffentlicht: November 24, 2016 in Film
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destroyer-posterEin Presslufthammer mit Laserzielvorrichtung: Welcher Bauarbeiter träumt nicht davon?

DESTROYER – auch bekannt als SHADOW OF DEATH – ist ein eher mittelprächtiger Horrorfilm, der sich der zum Ende der Achtzigerjahre irgendwie angesagten Elektrischer-Stuhl-Thematik annimmr: Mir fallen mit Harlins PRISON, Craven SHOCKER, James Isaacs THE HORROR SHOW und dem Rod-Steiger-Film GUILTY AS CHARGED gleich vier Titel aus jener Zeit ein. Das Poster verspricht einen steroidschwangeren Slasher, mit Lyle Alzado spielt ein ehemaliger Footballprofi den Serienmörder und -vergewaltiger Ivan Moser, dessen schrankwandähnliche Physis allein einem schon Albträume bescheren kann. (Alzado starb nur fünf Jahre später im Alter von 42 Jahren an den Folgen jahrelangen Steroidmissbrauchs.) Leider braucht der um ihn herum errichtete Film eine halbe Ewigkeit, um halbwegs in Schwung zu kommen, bevor er dann in einen nicht enden wollenden und reichlich ermüdenden Showdown voller Wiederauferstehungen mündet. Halbwegs gerettet wird DESTROYER durch den erst kurz vor Drehbeginn für Roddy McDowall eingesprungenen Anthony Pekins als entnervtem Horrorfilmregisseur und ein Drehbuch, das mit einigen Dialogzeilen einen Witz offenbart, den man sonst leider vermisst.

Nach der Hinrichtung des Serienkillers Moser (Lyle ALzado) brach damals ein blutiger Aufstand in seiner Strafanstalt aus, dem mehrere Insassen und Beamte zum Opfer fielen. Die Institution wurde danach geschlossen und ist nun Drehort für einen Horrorfilm, der sich der alten Geschichte annimmt – mit der abgestiegenen Hollywood-Diva Sharon Fox (Lannie Garrett) als Star. Als wären technische Pannen und Allüren nicht genug, erweist sich dann auch noch der tote Moser als überaus lebendig. Ihm stellen sich der Drehbuchautor David (Clayton Rohner) und seine Freundin, Stuntfrau Malone (Deborah Foreman), entgegen.

Filme wie DESTROYER sind einfach nur undankbar, wenn man ein solches Blog führt. Es gibt nichts, worüber es sich wirklich zu berichten lohnte, weder in positiver noch in negativer Hinsicht. Kirks Slasher ist einfach mittelmäßig im tristesten Sinne des Wortes. Einigermaßen kompetent inszeniert und gespielt, ohne rätselhafte Regieentscheidungen, grotesk missglückte Spezialeffekte oder sonstige Dummheiten, aber eben auch ohne überraschende Einfälle oder gar Spannung pluckert DESTROYER so an einem vorbei. Ist man am Anfang noch gewillt, sich in Geduld zu üben, stellt sich bald die Gewissheit ein, dass es die Wende zum Besseren einfach nicht geben wird. Wie oben erwähnt blitzt hier und da mal ein Funke der Kreativität auf, Lyle Alzado ist eine ziemliche Schau (ganz im Gegensatz zu der grausamen Frisur, von der die schnuckelige Deborah Foreman hier verunstaltet wird) und der Presslufthammer-Mord auch ganz nett. Aber am Gesamteindruck ändern diese lichten Momente leider nichts, da kann sich Anthony Perkins noch so sehr ins Zeug legen. Schade ums Coverartwork.

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