ghost town (richard mccarthy, usa 1988)

Veröffentlicht: November 25, 2016 in Film
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ghost-townA trip down memory lane: GHOST TOWN gehörte damals zum Inventar meiner Stammvideothek. Ich weiß nicht, wie oft ich das Cover in den Händen hielt, die Szenenfotos auf dem Backcover bestaunte und mir dachte, dass das schon ziemlich geil aussieht. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum ich GHOST TOWN dann doch nie ausgeliehen habe. Ich vermute, irgendwann wusste ich, dass die deutsche Version geschnitten war, bei meinen späteren Ausflügen nach Holland waren dann andere Filme wichtiger und interessanter. Tatsächlich habe ich GHOST TOWN jetzt zum ersten Mal gesehen. Und was soll ich sagen: Manchmal sollte man die Geister der Vergangenheit besser ruhen lassen.

Der Gegenwarts-Sheriff Langley (Franc Luz) stößt auf der Suche nach einer verschwundenen Frau (Catherine Hickland) mitten in der Wüste auf eine alte Westernstadt, die von Menschen aus einer längst vergangenen Zeit bewohnt wird. Das Städtchen zittert unter der Knute des schurkischen Devlin (Jimmy F. Skaggs), der auch die schöne Blonde gefangen hält. Langley muss sich den Geistercowboys stellen …

Es ist nicht so, dass GHOST TOWN kein Potenzial hätte: Es gibt nur wenig Beiträge zum Subgenre des Horrorwesterns und noch weniger davon sind gut. Man sieht McCarthys Films das karge Empire-Budget an – die titelgebende Geisterstadt darf nie wirklich zum Leben erwachen, bleibt eine etwas leblose Kulisse für eine handvoll Statisten -, aber die versierte Kameraarbeit von Mac Ahlberg und die guten Make-up-Effekte machen das Manko einigermaßen wieder wett. Das allergrößte Problem des Films: Er hat keine Handlung, ist fürchterlich langweilig, die gesichtslose Inszenierung wirkt steril und betont noch die budgetären Limitierungen des Projekts. Ein Sounddesign ist quasi nicht vorhanden, der Score typisches Empire-Archivgedudel, das ziellose Herumgelaufe zwischen den drei Häusern der Geisterstadt über die volle Laufzeit vor allem ermüdend. Diese typische Anmutung eines Achtzigerjahre-DTV-Plastikfilms killt jeden Westernspirit schon im Ansatz und was an positiven Ansätzen bleibt, fühlt sich für das inhaltliche Nichts, das GHOST TOWN anbietet, verschwendet an. Nee, das war nix.

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