prom night lll: the last kiss (ron oliver/peter r. simpson, kanada 1990)

Veröffentlicht: Dezember 9, 2016 in Film
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promnight3Teil 3 setzt die mit dem Vorgänger eingeschlagene Linie fort: Im Mittelpunkt der Handlung steht Mary Lou (Courtney Taylor), in den Fünfzigerjahren bei einem Abschlussball-Unfall ums Leben gekommene Femme fatale, die als verführerischer Sexdämon in der Gegenwart dem nerdigen Alex Grey (Tim Conlon) den Kopf verdreht. Der ist zwar mit der braven Sarah (Cynthia Preston) liiert, doch kann er den Avancen Mary Lous nicht widerstehen. Neben ihren Liebesdiensten räumt sie auch Alex‘ Widersacher aus Lehrer- und Schülerschaft aus dem Weg, zwingt ihn in die Mitttäterschaft, verwandelt ihn nebenbei aber auch in einen obercoolen Lederjackenmacker. Das gefällt Sarah natürlich gar nicht …

Noch mehr als der Vorgänger erinnert PROM NIGHT III: THE LAST KISS an die Filme um Freddy Krueger, mit der frechen Mary Lou in der Rolle des mörderischen Wiedergängers. Zwar sucht sie nicht die Träume ihrer Opfer heim, aber auch sie ist in der Lage, die Welt um sie herum zu verwandeln, und hat immer eine thematisch zu ihren Opfern passende Mordmethode parat.  Wie sie dem etwas langweiligen Alex – der lieber ein Wochenende mit seinem Kumpel Shane als mit Sarah verbringt – zum sexuellen Coming-out verhilft, lässt vor allem an Jack Sholders zweiten NIGHTMARE-Teil denken, auch wenn Oliver und Simpson eine etwas weniger mutige heterosexuelle Variation vorgelegt haben. Wenn noch nicht einmal Sholder gewusst haben will, was er da für einen Film gedreht hat, dann darf man vermuten, dass Oliver und Simpson erst recht keine Ahnung von den geheimen sexuellen Wünschen ihres Protagonisten hatten und sich nichts dabei dachten, als sie in seine Liaison mit Shane grätschten.

Es gibt ein paar schöne Ideen, von denen die höllische Spiegelversion der Prom-Night-Festivitäten sicherlich die schönste ist, der Film ist trotz seines latenten Spießertums grundsympathisch, aber es gelingt den Machern nicht, das vorhandene Potenzial ´wirklich auszuschöpfen. PROM NIGHT III ist über weite Strecken eine Komödie, die die Grenzen zur Parodie bisweilen überschreitet: Das ist mitunter durchaus witzig, verhindert aber auch, dass man richtig eintauchen kann. Dass die Kopie, die ich gesehen habe, schon etwas monochrom war, minderte seine Wirkung noch zusätzlich. Insgesamt also leicht überdurchschnittlich, aber schwächer als der tolle zweite Teil.

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