code name vengeance (david winters, südafrika/usa 1987)

Veröffentlicht: März 5, 2017 in Film
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Gattin und Sohn eines afrikanischen Königs werden von dem schurkischen Rebellenführer Tabrak (James Ryan) entführt. Das CIA, dem an der Stabilisierung der politischen Verhältnisse in dem Staat sehr gelegen ist, reaktiviert den ehemaligen Agenten Monroe Bieler (Robert Ginty), um die Entführten zu befreien und Tabrak zur Strecke zu bringen …

CODE NAME VENGEANCE ist einer der zahlreichen preisgünstigen Actionklopper, die Ginty in den Achtzigern machte: Vorbilder waren meist populärere, größere Actionfilme, im Schlepptau des B-Movie-Stars befanden sich dann abgewirtschaftete Veteranen wie hier Cameron Mitchell, blondes Eye Candy wie Shannon Tweed oder aber Darsteller, die man aufgrund ihrer Nebendarstellertätigkeit in populären Filmen als „Stars“ verkaufen konnte (siehe Sandahl Bergman in PROGRAMMED TO KILL). Regisseur Winters, ein gebürtiger Brite mit bis in die Sechzigerjahre zurückreichender Fernseh- und Showbizerfahrung (u. a. Episoden für THE MONKEES sowie der Alice-Cooper-Film WELCOME TO MY NIGHTMARE), hatte in den frühen Achtzigern das MANIAC-Quasisequel LOVE TO KILL inszeniert und für MISSION … KILL auch schon mit Ginty und Mitchell zusammengearbeitet. Wies letzterer aber ein als ambitioniert zu bezeichnendes Script und eine sehr ungewöhnliche, spannenden Story auf, ist dieser Nachklapp insgesamt deutlich bescheidener: Die Geschichte ist im Grunde nach fünf Minuten zu Ende erzählt und weicht dann einer Aneinanderreihung von Actionszenen sowie typischer Actionfilmklischees, wie dem alten, gut gelaunten Veteranen, dem sich als Verräter entpuppenden Sidekick sowie dem mit verdeckter Agenda handelnden CIA-Agenten, der am Schluss seine gerechte Strafe bekommt. Das Ende, mit dem per Helikopter ins Morgen flatternden Helden, das in MISSION … KILL eine deutlich pessimistische Note trug, verwendet Winters hier auch, setzt den Helden aber neben die geile blonde Tweed, die ihm verführerisch zuzwinkert, was den Unterschied zwischen beiden Filmen auf den Punkt bringt.

CODE NAME VENGEANCE ist ziemlich ruppig und in seinen Ballereien durchaus gefällig, aber dann auch wieder viel zu routiniert. War MISSION … KILL noch vollgestopft mit interessanten Figuren, Subplots und Motiven lässt dieser Film jedes spezifische Detail vermissen und wirkt so irgendwie lustlos und austauschbar. Das endlose Geballer ist letztlich vor allem ermüdend und wenn am Ende die Credits rollen ist kaum etwas hängengeblieben. Winters hingegen blieb hängen und zwar in Südafrika, wo er mit Reb Brown den ersten südafrikanischen Science-Fiction-Film drehte, den herrlich hirnrissigen SPACE MUTINY. Ginty, Tweed und Mitchell indessen zogen weiter und sorgten mit ihrem kommenden Output weiterhin dafür, dass der Nachschub für die Videotheken nicht abriss.

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