martia law ll: undercover (kurt anderson, usa 1991)

Veröffentlicht: Juni 3, 2018 in Film
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Jeff Wincott (mit zurückgeslickten Haaren und knöchellangem Mantel) ist der Polizist Sean Thompson: Nachdem er zu Beginn als Penner getarnt einen Waffenhandel platzen lässt – gemeinsam mit Kollegin Billie Blake (Cynthia Rothrock) -, wird er zum Detective befördert und in das Revier von Captain Krantz (Billy Drago) versetzt. Hier trifft er einen alten Akademie-Kumpel wieder, der wenig später in einem anscheinend selbstverursachten Autounfall verunglückt. Thompson glaubt natürlich nicht an einen Unglücksfall und beginnt zu ermitteln: Er kommt dem schurkischen Unternehmer Hamilton (Paul Johansson) auf die Schliche: Er hat eine Menge Dreck am Stecken, schmiert die Polizei, treibt Frauen in die Prostitution, betreibt MMA-Fights im Hinterzimmer seiner Bar und ist auch sonst ein echtes Arschloch …

Typische DTV-Kickbox-Action aus den frühen Neunzigern, genauso gut oder schlecht wie die meisten anderen Titel aus jener Zeit auch, idealer Stoff für einen lauen Videoabend also, bei dem man am besten einen ganzen Stapel solcher Hobel zur Verfügung hat und dann wechseln kann, wenn man Abwechslung braucht. MARTIAL LAW II ist sauber produziert, hat mit Wincott und Rothrock zwei Hauptdarsteller, bei denen es zu den ganz großen Weihen nicht gereicht hat, die aber doch sympathisch rüberkommen und ihre Fights adäquat absolvieren. Es gibt deutlich miesere Titel in diesem Segment, aber für die Spitze reicht es auch nicht.

Das Manko, das die meisten dieser mittelguten Actiongülle-Dinger mit sich bringen: Actiontechnisch geht tatsächlich eher wenig. Auch wenn sich die Figuren alle zehn Minuten mit Roundhouse-Kicks die Fresse polieren, richtig spektakulär oder gar spannend ist das selten. Das hat zum einen damit zu tun, dass diese Filme meist ultragenerisch sind, man immer weiß, was als nächstes kommt und erst gar keine Überraschungen versucht werden, zum anderen aber auch damit, dass die Inszenierung eher vom Typ „Ärmel hoch und in die Hände gespuckt“ ist. Kamera aufgestellt und drauf losgefilmt, echte Finessen oder gefährliche Stunts stellten wahrscheinlich ein zu großes Risiko dar. Das manische Geprügel – jede Kneipenschlägerei artet immer gleich zum MMA-Spektakel aus – ist auf Dauer eher ermüdend und führt zu nichts. Es ist eine richtiggehde Wohltat, wenn im Finale, das natürlich in einer Fabrik mit den obligatorischen Rohren, von der Decke hängenden Ketten, Treppen und Metallstegen stattfindet, endlich mal die Pumpgun ausepackt und für blutige Einschüsse verwendet wird. MARTIAL LAW II: UNDERCOVER ist OK, amüsant vor allem, wenn man sich an den ewig gleichen Klischees erfreuen kann, mehr aber auch nicht.

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