piranha 3dd (john gulager, usa 2012)

Veröffentlicht: September 2, 2019 in Film
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Das Positive an diesem Sequel zu Alejandre Ajas Film: Es macht keinen Hehl daraus, worum es ihm geht. Schon der Titel lässt keinerlei Zweifel daran: Hier wird der geneigte Zuschauer mit der Aussicht auf Blut, Titten und jede Menge niveauloser Zoten gelockt. Erschütternd allerdings, dass dieses anvisierte, niedrige Niveau durch eine schlicht unfähige Regie noch weit unterboten wird. PIRANHA 3DD ist ein großes Nichts.

Die Prämisse ist einfach: Die gefräßigen und superaggressiven Fische des ersten Teils haben überlebt und sich den Weg in einen anderen See gesucht, aus dem ein Spaßbad seine Wasservorräte bezieht. Ein Highlight des Schwimmbads ist ein „Adult Pool“, in dem barbusige Animateusen um die Gunst männlicher Badegäste buhlen. Es kommt, wie es kommen muss: Die Killerfische werden irgendwann ins Bad gepumpt und beißen die Gäste weg, bevor sie mithilfe von David Hasselhoff weggesprengt werden.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll: PIRANHA 3DD wirkt, als habe jemand den Schnittmüll eines abgebrochenen Filmprojekts hastig zusammengeklebt, um noch etwas Kasse damit zu machen. Dass die Witze entweder schlecht, schlecht umgesetzt oder aber alt sind (David Hasselhoff als Bademeister – kann da noch irgendwer drüber lachen?): Geschenkt. Dass das Drehbuch eine Ansammlung von Klischees und gut abgehangenen Standards ist, die hier besonders lieblos abgewickelt werden? Ja, gut. Dass es weitaus weniger Möpse zu sehen gibt, als einem der Film zu Beginn weismachen möchte? Doof, aber verkraftbar. Dass die grauseligen CGI-Effekte lieblos hingeschludert wurden? Auch das war zu erwarten. Erschreckend allerdings ist, mit wie wenig Sinn und Verstand alle Beteiligten, besonders aber Regie, Kamera und Schnitt hier zu Werke gingen. Das Timing stimmt nicht, zum Teil weiß man gar nicht, was da eigentlich passiert,. Jeder Effekt, den das finale Blutbad haben könnte, wird durch die katastrophale Umsetzung zerstört. Ich fühlte mich schlicht für dumm verkauft: Nicht, weil hier angenommen wurde, das Publikum wolle nur Sex and Gore, denn damit wäre ich ja ganz zufrieden gewesen, sondern weil die Macher offenbar der Meinung waren, jemand mit diesen Bedürfnissen sei komplett verblödet und fräße auch noch den letzten Dreck, den man ihm vorsetzt. Fragt sich bloß, wie es gelang, Leute wie Christopher Lloyd, David Koechner, Ving Rhames und Gary Busey zum Mitmachen zu überreden. Sind die wirklich so verzweifelt? Ich höre jetzt auf, denn jedes Wort mehr ist eines zu viel.

 

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