way of the black dragon (chih chen, hongkong 1979)

Veröffentlicht: November 2, 2019 in Film
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Hongkongchinesische Mädchen- und Drogenhändler entführen thailändische Schönheiten, benutzen sie als Drogenkuriere (mit intimem Drogenversteck), zwangsprostituieren sie in Hongkong, lachen dreckig und kriegen schließlich vom US-Agenten Bill Eaton (Ron van Clief) und Chen (Carter Wong), dem Gatten der entführten Allison (Cecilia Wong) die Fresse dick.

Ein Eastern aus der untersten Schublade: billig, konfus, sleazig und mit einer Synchro geadelt, die niederträchtige Rassismen und Sexismen wie aus der Stalinorgel abfeuert. Heiraten tut man, damit eine Frau da ist, die die Wäsche macht, thailändische Mädchen sind grundsätzlich „Huren“ und „Schlampen“ und der hünenhafte Bill Eaton mit den Mungo-Jerry-Gedächtniskottis wird immer wieder beherzt als „nigger“ tituliert. Die Action ist gleichermaßen inkompetent wie fetzig und die Handlung vollzieht Sprünge, das man sich fühlt wie in einem besonders genialem Werk Godfrey Ho’scher Cut-and-Paste-Technik. DIE FAUST DES SCHWARZEN DRACHEN, wie er hierzulande hieß, beginnt mit der Parallelmontage eines erfolgreichen Thaiboxers und der Entführung seiner Schwester, konzentriert sich dann ganz auf den Leidensweg der Mädchen und die Demütigungen, die ihre Peiniger über ihnen ausschütten, bevor dann völlig unerwartet der eigentliche Protagonist wie aus dem Nichts auftaucht. Rechtzeitig zum Showdown erinnert sich der Regisseur dann auch wieder an den Bruder sowie den designierten Gatten und hetzt die drei auf die Bösewichter.

Hirnrissige Eastern mit der Energie eines geilen Elefantenbullen auf Speed haben Tradition beim Mondo Bizarr – eine weitere Tradition ist es aber auch, dass ich bei den Dingern regelmäßig einpenne. Diesmal habe ich den ganzen Showdown verpasst, was ärgerlich, aber auch keine Katastrophe ist, denn der Film hat auch bis dahin keine Gefangenen gemacht. Am besten hat mir eine Verfolgungsjagd zu Fuß gemacht, bei der die auf High-Heel-Sandalen fliehende Schönheit in den Totalen offenkundig erheblich langsamer als ihr Verfolger ist, ihren Vorsprung in der jeweils nächsten Einstellung aber trotzdem immer wieder vergrößert hat. Aber es gibt auch eine motorisierte Variante, die den todesmutigen Superagenten Bill dabei zeigt, wie er sich bei einem im Schritttempo fahrenden Wagen auf die Motorhaube wirft. Ich bin ja nicht der allergrößte Eastern-Fan, aber wer es gern schäbig, dreckig, reißerisch und noch dazu unfassbar idiotisch mag, der wird hier gut bedient – und streicht vielleicht wie ich schon vorzeitig die Segel.

 

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