leprechaun: origins (zach lipovsky, usa 2014)

Veröffentlicht: März 21, 2020 in Film
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LEPRECHAUN ist ein Relikt der Neunzigerjahre, ein Überraschungshit in den USA, der zu einem Zeitpunkt von der mit A NIGHTMARE ON ELM STREET losgetretenen Erfolgsmasche um klugscheißende Horrormonster profitierte, als die eigentlich schon abgenudelt war. Der kleinwüchsige Warwick Davis interpretierte die irische Sagengestalt, einen Kobold, der einen Topf voll Gold bewacht, als boshaften, schadenfrohen kleinen Sprücheklopfer, der der eigentliche Held der Filme war. Nach dem Erfolg des ersten Teils, in dem Jennifer Aniston ihr Debüt feierte, folgten die kontinuierlich billiger (wenngleich nicht unbedingt schlechter) werdenden Sequels, die schließlich nur noch auf Video/DVD vermarktet wurden. Die Reihe fand 2003 ihr vorläufiges Ende mit LEPRECHAUN: BACK 2 THA HOOD, bis LEPRECHAUN: ORIGINS 2014 das heute unvermeidliche „Reboot“ darstellte, das aber 2018 mit dem direkt an den ersten Teil anknüpfenden LEPRECHAUN RETURNS gleich wieder annulliert wurde. Kein Wunder, möchte ich hinzufügen.

LEPRECHAUN: ORIGINS gründet auf der nicht ganz falschen Annahme, das sprücheklopfende Kobolde mit Zylinder, die einen Goldschatz bewachen, nicht mehr so richtig als Antagonisten für einen zeitgeistigen Horrorfilm taugen, erliegt aber dem Irrtum, dass ein charakter- und persönlichkeitsloser Ork ein guter Ersatz sei. Das ist ungefähr so, als würde man JAWS neu auflegen, aber den Weißen Hai, der Urlauber frisst, durch einen Mann mit einem ungewöhnlich großen Mund ersetzen. Kann man machen, aber sollte man dem Ganzen dann nicht konsequenterweise einen komplett anderen Titel geben? Die „Story“ dreht sich um ein paar amerikanische Studenten, die in Irland dem titelgebenden Monster zum Fraß vorgewerfen werden sollen, und der um diese hauchdünne Prämisse gestrickte Film spielt sich als quälend öde Hatz ab, die schon nach 30 Minuten auserzählt, mithin stinklangweilig und zudem auch noch potthässlich fotografiert ist. Der „irische“ Wald ist in einem Depressionen fördernden Graubraun gehalten, das an den Durchfall eines Mangelernährten erinnert, und immer, wenn der Leprechaun auftritt, ein völlig anonym bleibendes Monstrum, dreht der Kameramann hektisch am Schärferegler rum, damit man bloß nicht zu viel erkennt. Es ist wirklich verdammt lange her, dass mich ein Film so hart abgenervt und geärgert hat wie dieses Stück Scheiße, bei dem wirklich gar nix zusammengeht. Mehr sage ich dazu nicht.

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