Archiv für die Kategorie ‘Movie Blogs’

Den Bahnhofskino-Podcast mit Patrick Lohmeier aufzunehmen, ist eine der größten Freuden meiner Bloggertätigkeit. Diesmal habe ich Patrick zwei Teeniekomödien aus den Achtzigerjahren vorgeschlagen bzw. aufgedrängt: Greydon Clarks jede nach unten offene Niveauskala sprengenden JOYSTICKS sowie MAKING THE GRADE, einen in Deutschland nur wenig bekannten Genrebeitrag der seligen Cannon mit dem wenig später zur Bratpack-Ikone aufgestiegenen Judd Nelson. Patrick war gerade von JOYSTICKS nicht ganz so überzeugt wie ich, aber dennoch habe ich nicht locker gelassen, ihn vom schmuddeligen Charme des Films zu überzeugen. Wer 90 Minuten Zeit und Lust hat, unsbeim Plaudern zuzuhören ist hiermit herzlich eingeladen. Hier geht’s zum Podcast: https://www.bahnhofskino.com/2019/04/vidioten-zoff-hoover-academy-podcast.html

bahnhofskino-podcast

Veröffentlicht: Juni 3, 2016 in Film, Movie Blogs, Veranstaltungen

pumpkinhead_1988_monsterWie in meinem Text zu BAD DREAMS schon angekündigt, hat Patrick Lohmeier von Bahnhofskino.com mich zu einem Podcast zu diesem Film und zu Stan Winstons PUMPKINHEAD eingeladen. Das gut eineinhalbstündige Gespräch ist jetzt online und kann hier abgerufen werden. Viel Spaß!

liebster award

Veröffentlicht: Januar 13, 2015 in Über mich, Movie Blogs, Zum Lesen

Patrick Lohmeier vom Bahnhofskino hat mich bzw. mein Blog für den sogenannten Liebster-Award nominiert. Ich fühle mich geehrt und geschmeichelt und sage ehrlich: Danke! Weil mit einem Award aber nicht nur Privilegien – Sex, Verkehr und lose Weiber – verbunden sind, sondern auch Pflichten, von denen sich normalsterbliche Nichtnominierte kein Bild machen, zitiere ich kurz aus der umfassenden Satzung:

Beim “Liebster Award” stellen Blogger_innen/Podcaster_innen anderen Blogger_innen/Podcaster_innen elf Fragen. Diese nominieren dann wieder weitere Blogger_innen/Podcaster_innen und stellen ihnen ihre Fragen. Das Ziel der Aktion ist es, einander dabei zu unterstützen, neue Leser_innen/Hörer_innen zu finden und sich gegenseitig zu vernetzen.

Zunächst beantworte ich Patricks Fragen:

1. Gab es einen konkreten Zeitpunkt in deinem Leben, an dem dir klar wurde, dass du über Kino schreiben willst bzw. musst?

Jein. Ich habe schon immer gern geschrieben, mir fehlte aber immer der konkrete Anlass, mich mal hinzusetzen. Nach ersten Gehversuchen auf der von Studenten der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf initiierten Seite www.filmrezension.de, wo ich mich mit meinem Geschmack nicht wirklich heimisch fühlte, stieß ich auf Christian Kesslers Filmtagebuch auf Filmforen, wo man innerhalb der Forenstruktur ein eigenes Filmtagebuch führen kann und konnte. Diese Möglichkeit begeisterte mich sofort: Da war die fertige Redaktionsplattform, ein Publikum und gleichzeitig absolute kreative Freiheit. Ich habe mein Filmtagebuch dort Ende 2004 eröffnet und es mit einer kurzen Pause 2005 bis zu meinem „Umzug“ in mein eigenes Blog 2008 geführt.

2. Wer oder was inspiriert dich?

Das kann ich so pauschal nicht beantworten. Es gibt keinen Künstler, von dem ich per se alles gut finde oder dessen neuen Filmen/Platten/Büchern ich gespannt entgegenfiebere. Davon habe ich mich mittlerweile abgelöst, keine Ahnung warum. Ich würde sagen, dass mich Enthusiasmus fasziniert und inspiriert. Wenn jemand für etwas Begeisterung aufbringt, dann finde ich das ansteckend, ich will dann wissen, was es mit dieser Sache auf sich hat. So haben mich etwa die Hofbauer-Kommandanten und der erweiterte Kreis der Eskalierenden Träume total für den „vergessenen“ deutschen Film gewonnen. Ich schaue mir derzeit mit großem Gewinn Sachen an, die mir bis vor einiger Zeit nicht nur komplett unbekannt waren, sondern die ich damals höchstens mit der Kneifzange angefasst hätte.

3. Was war die prägendste Kinoerfahrung deiner Kindheit oder Jugend?

Damals, in meiner Kindheit, Anfang bis Mitte der Achtziger, war eigentlich jeder Kinobesuch irgendwie prägend. Ich sehe das heute an meiner Tochter und generell den Kindern in den Kindervorstellungen: Die sind voll bei der Sache, da gibt es für 80, 90 Minuten nur den Film auf der Leinwand. Es gibt da noch keine Routine beim Filmeschauen. Müsste ich aus dieser Zeit einige Filmbesuche herauspicken, würde ich die Besuche in DIE RECHTE UND DIE LINKE HAND DES TEUFELS und VIER FÄUSTE FÜR EIN HALLELUJA nennen. DIE UNENDLICHE GESCHICHTE hat mich damals ebenfalls sehr beeindruckt, genauso wie TEEN WOLF. Sehr wichtig war die Sichtung von DER WEISSE HAI im Fernsehen. SUSPIRIA, OPERA und TENEBRE, aber auch IRREVERSIBLE und RINGU auf großer Leinwand beim Fantasy Filmfest waren natürlich auch toll, aber eben nicht so sehr im Sinne von „prägend“, also „bleibende Spuren hinterlassend“. Ab einem bestimmten Alter fallen die Dinge, die man rezipiert, ja immer stärker in ein bestehendes Raster. Man vergleicht, kategorisiert, katalogisiert, lässt sich nicht mehr so leicht überrumpeln. Sehr schade, aber wahrscheinlich nicht zu vermeiden.

4. Wer ist der von dir am meisten geliebte Filmemacher? (Mehrfachantwort möglich)

Wie ich eben schon sagte, bin ich nicht der loyalste Filmseher, Musikhörer, Leser. Es fällt mir deshalb auch etwas schwer, von Liebe zu einem Filmemacher zu sprechen. Die Liebe zu Filmen liegt mir da schon näher. Aber ein Regisseur, den ich sehr bewundere, weil es ihm gelungen ist, über 40 Jahre lang ein sehr hohes Niveau zu halten, ohne dabei langweilig zu werden (wie viele andere, wenn sie ein bestimmtes Alter erreichen), ist Brian De Palma. Da fällt mir wieder ein, dass ich seinen letzten Film PASSION immer noch nicht gesehen habe.

5. Auf wessen filmisches Oeuvre könntest du verzichten? (Mehrfachantwort möglich)

Da Film in Teamleistung entsteht, hat wohl auch der schlechteste Regisseur immer wenigstens einen guten Film in sich. Auch meine „Hass-Regisseure“ haben Filme gemacht, die ich mag. Krass überbewertet und nervtötend finde ich Ridley Scott. P. T. Anderson mag ich auch nicht besonders.

6. Verdienst du mit dem Schreiben über Kino Geld?

Das ist einfach: Nein.

7. Welche Filmmagazine (Print, Online) liest du?

Ich habe erst vor wenigen Tagen das Magazin „Siggi Götz Entertainment“ abonniert. Ansonsten lese ich seit der Einstellung der Splatting Image gar keine Printmagazine aus dem Bereich Film mehr. Im Netz bin ich auch eher sprunghaft, lese mal hier, mal da, aber nichts regelmäßig. Ein paar der Sachen, die ich auf dem Schirm habe sind Slant Magazine, Armond Whites Texte (mittlerweile auf National Review), Filmdrunk, David Bordwells Blog und das, was Freunde so schreiben und der Facebook-Stream an Land spült. Ich lese gern immer mal wieder Filmbücher, seit einiger Zeit haben es mir vor allem Autobiografien angetan. Die Bücher von Sam Fuller, Richard Fleischer, Will Tremper, Artur Brauner oder Curd Jürgens kann ich wärmstens empfehlen.

8. Welcher Film hat dich in 2014 am meisten bewegt? (Wiederentdeckung oder Neuerscheinung)

Ohne Frage NEW YORK CITY INFERNO, der erste Hardcore-Schwulenporno, den ich gesehen habe. Ein sehr spezielles Erlebnis und ein toller Film. Jürgen Enz‘ HERBSTROMANZE müsste ich nennen und, um mal was Aktuelles zu wählen, Michael Bays PAIN & GAIN und Villeneuves PRISONERS.

9. Was ist deine größte Enttäuschung des Kinojahres 2014?

Schwierig, weil ich kaum noch aktuelle Filme sehe. Ganz, ganz schwach fand ich den neuen X-Men-Film, aber eigentlich kann man da nicht von Enttäuschung sprechen, weil ich die bislang alle blöd fand. THOR: THE DARK WORLD fand ich nach dem schön pulpigen ersten Teil ziemlich mau. Von Florentines NINJA 2: SHADOW OF A TEAR hatte ich mir mehr versprochen. Nach einiger Ratlosigkeit richtig sauer aufgestoßen ist mir Villeneuves ENEMY, ein gutes Beispiel dafür, dass künstlerische Freiheit einem Filmemacher nicht immer gut tut.

10. Was ist der beste Ort – virtuell oder im echten Leben – um sich über Kino auszutauschen?

Jeder Ort, sofern sich da die richtigen Menschen aufhalten.

11. Tinto Brass oder Russ Meyer?

Von Tinto Brass habe ich bislang nur SALON KITTY gesehen, von Russ Meyer fast alles. Von daher: Russ Meyer.

Meine Nominierungen:
Meine Gattin Leena von Frauenfiguren
Alex Klotz von Hypnosemaschinen
Silvia Szymanski von Hard Sensations
Christoph Draxtra, Marian Meidel, Andreas Beilharz, Sano Cestnik und Robert von Eskalierende Träume
David Leuenberger von Whoknows presents
Merkur Schröder von Intergalaktische Filmreisen
Udo Rotenberger von L’Amore in città und Grün ist die Heide

Und ich stelle folgende Fragen:

  1. Was ist dein Anspruch, wenn du Texte über Filme schreibst? Wann sagst du: „Ich bin zufrieden“?
  2. Du könntest deine „Bloggerkarriere“ rebooten. Wie würdest du dich neu erfinden? Was würdest du anders machen? Warum?
  3. Warum schaust du dir Filme an? Was erwartest du von ihnen? Was versprichst du dir für dich davon?
  4. Was muss ein Film leisten, damit er dir gefällt? Gibt es einen Film, der deinen Idealvorstellungen krass widerspricht und den du trotzdem oder gerade deshalb besonders liebst?
  5. Was hältst du für das größte Manko des gegenwärtigen Kinos/Films?
  6. Du darfst Produzent spielen und den Film machen, auf den die Welt bislang vergeblich gewartet hat. Du bist dabei weder finanziell, noch in Zeit und Raum gebunden. Welchen Stoff würdest du verfilmen, wer dürfte Regie führen, Drehbuch schreiben, den Soundtrack komponieren etc. Wer spielte die Hauptrollen? Alles ist möglich!
  7. Welche Filme würdest du gern zu ihrer Erstaufführung im Kino sehen? Beschränke dich auf maximal drei.
  8. Du darfst dir drei DVD-/Bluray-Veröffentlichungen bislang nicht erhältlicher Filme wünschen. Welche wären es?
  9. Wie sieht dein ideales Kino aus?
  10. Wenn du in einem Film einziehen könntest, welcher Film wäre es?
  11. Nenne einen Film, den du gern mögen würdest, es aber einfach nicht schaffst.

… gibt es als Podcast auf Butt-kicking Babes. Rochus Wolff hat mich via Skype interviewt und das Gespräch ist, wie ich finde, ganz schön geworden. So schön, dass auch die mittelprächtige Klangqualität und ein paar kleine Tonstörungen zu verkraften sein sollten. Rochus und ich würden uns freuen, wenn ihr euch den Podcast fleißig anhört (und vielleicht sogar kommentiert).

Viel Vergnügen!

Himmelhunde-Update

Veröffentlicht: Juli 5, 2009 in Movie Blogs, Zum Lesen

Auf „Sauft Benzin, ihr Himmelhunde!“ gibt es den zweiten Teil unserers Achtziger-Serienspecials. In einem langen und ausführlichen Text widmen wir uns diesmal dem Pilotfilm zur Serie AIRWOLF. Viel Spaß!

Meine liebe Gattin zora weilt derzeit in der Schwabenmetropole Stuttgart auf dem ITF – nicht etwa aus Spaß an der Freud, sondern ganz professionell: Für ihren Arbeitgeber soll sie Ausschau nach interessanten Animationstrends und -künstlern halten. Ihre Erlebnisse und Eindrücke teilt sie auch in einem Blog mit. Auf http://ddbleenaitfs.wordpress.com/ kann man nicht nur nachlesen, was sie sich angeschaut hat, sondern wird über entsprechende Links zu Vollversionen der Filme, Previews oder sonstigen Animationsseiten geleitet.

Viel Vergnügen!

Himmelhunde 2009

Veröffentlicht: Februar 9, 2009 in Film, Movie Blogs

Auf Sauft Benzin, Ihr Himmelhunde haben der Außenseiter und ich unseren ersten Text des Jahres 2009 veröffentlicht. Es handelt sich um den Startschuss zu unserem kleinen vierteiligen Serienexkurs, der sich exemplarisch mit dem Pilotfilm zu DAS A-TEAM befasst. In Kürze folgen Besprechungen zu den Pilotfilmen von AIRWOLF, MIAMI VICE und STINGRAY. Viel Vergnügen!