Archiv für die Kategorie ‘Zum Lesen’

35 mm retro-filmmagazin 04/2017

Veröffentlicht: April 24, 2017 in Zum Lesen

Für die aktuelle Ausgabe von 35 MM – RETRO-FILMMAGAZIN habe ich einen Artikel über die Film Noirs von Richard Fleischer beigesteuert. Es ist mein erster Beitrag für das Heft, zu dessen erweiterter Redaktion ich ab sofort gehöre. Wer 35 MM noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass es sich ausschließlich dem Film zwischen 1895 und 1965 widmet, im Zweimonatsrhythmus erscheint und auf derzeit 52 hochglänzenden Seiten viele Farbabbildungen zeigt. Mit der Nr. 04/2017 kommen unter anderem Fans des klassischen Mumienfilms der Universal sowie des indischen Kinos auf ihre Kosten. Darüber hinaus gibt es Artikel über Carl Laemmle, Douglas Sirk, Boris Karloff, ein Interview mit Rüdiger Suchsland über „Hitlers Hollywood“, Fortsetzungen längerer Aufsätze über Michelangelo Antonioni und Luis Buñuel und Vieles mehr. Für 4 Euro bekommt man eine prall gefüllte Wundertüte für Herren und Damen mit Geschmack und Lebensart.

sam firstenberg: stories from the trenches

Veröffentlicht: April 10, 2017 in Zum Lesen
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Marco Siedelmann hat mit Editions Moustache nicht nur das „Sauft Benzin, ihr Himmelhunde„-Buch herausgegeben, sondern einige weitere zum Thema „Pornofilm“ und natürlich das Referenzwerk zur Filmschmiede von Shapiro-Glickenhaus. Nun versucht er, sein neuestes Werk über eine Kickstarter-Kampagne zu finanzieren: „Stories from the Trenches“ widmet sich Leben und Werk von Sam Firstenberg, der der Cannon mit Filmen wie REVENGE OF THE NINJA, NINJA III: THE DOMINATION, BREAKIN‘ 2: ELECTRIC BOOGALOO sowie AMERICAN NINJA, AMERICAN NINJA II: THE CONFRONTATION und AVENGING FORCE veritable Hits bescherte und die Fantasie pubertierender Videothekenkunden in den Achtziger- und frühen Neunzigerjahren beflügelte.

Auf der Kickstarter-Seite der Kampagne gibt es neben der genauen Beschreibung des Projektes auch ein exklusives Grußwort von Sam als Video. Macht mit und helft dabei, das Buch Realität werden zu lassen!

die filme von stephanie rothman

Veröffentlicht: März 12, 2017 in Film, Zum Lesen
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Auf critic.de widmet sich eine Textreihe dem überschaubaren Werk von Stephanie Rothman, die in den frühen Siebzigerjahren zum Stall von Roger Cormans New World Pictures gehörte und ihm unter anderem den Riesenhit THE STUDENT NURSES bescherte. Wenn Cormans Filme aus jener Zeit heute als „subversiv“ bezeichnet werden, weil sie unter dem Deckmantel der Exploitation avancierte Ideen über den Stand der Gesellschaft verhandelten, dann muss Rothman in dieser Hinsicht als eine treibende Kraft bezeichnet werden. Kolleginnen und Kollegen wie Silvia Szymanski, Lukas Foerster und Michael Kienzl werden sich in den nächsten Tagen ihrer gesamten Filmografie  widmen. Mein Text ist soeben erschienen: Es handelt sich um einen kleinen Aufsatz zum erotischen Vampirfilm THE VELVET VAMPIRE, über den ich mich auch hier schon einmal ausgelassen habe.

was ich noch sagen wollte …

Veröffentlicht: Januar 25, 2017 in Film, Zum Lesen
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Normalerweise verlinke ich ja hier auch Texte, die ich für andere Plattformen schreibe, oder weise auf Veröffentlichungen hin, an denen ich beteiligt bin. Wie meine Leser vielleicht schon gemerkt haben, bin ich derzeit etwas film- und schreib- sowie generell müde, daher sind mir zwei dieser Anlässe durch die Lappen gegangen, die ich nun noch erwähnen möchte.

Zum einen ist im vergangenen Jahr via Koch Media Michele Soavis schöner LA SETTA als Bluray-Mediabook erschienen, zu dem ich das Booklet beigesteuert habe. Dass sich der Erwerb des guten Stückes lohnt, muss wahrscheinlich nicht noch einmal gesondert erwähnt werden. Ich bezweifle, dass man irgendwo auf der Welt eine bessere Version dieses zauberhaften Films findet. Und wenn doch, dann ist da garantiert kein Text von mir dabei.

Deutlich aktueller ist dieser Text, der auf critic.de erschienen ist und Erinnerungsfetzen und Eindrücke verschiedener Besucher des 16. Hofbauer-Kongresses versammelt. Neben geschätzten Freunden und Kollegen wie Michael Kienzl, Silvia Szymanski, Florian Widegger, Matthias Dell, Rainer Knepperges, Till Kleinert oder Lukas Foerster fühle ich mich mit meinem alkoholgetränkten Absatz über D’Amatos DELIZIA ziemlich gut aufgehoben.

Und jetzt: Kaufen bzw. lesen!

critic.de braucht hilfe!

Veröffentlicht: Dezember 22, 2016 in Film, Zum Lesen

Hin und wieder verlinke ich hier Texte, die ich für critic.de geschrieben habe. Es handelt sich um eine der wenigen deutschen Filmseiten, die noch echten, klassischen Filmjournalismus im Netz betreibt und dabei keine Berührungsängste hat. Der „Arthouse“-Hit hat hier genauso seinen Platz wie der Blockbuster, der vom deutschen Markt unbeachtete Autorenfilm aus Fernost oder der Exploitationhobel aus den Siebzigerjahren, die Filmrezension ist ebensso vertreten wie das Interview oder der filmpolitische Essay.

Leider geht es critic wie den meisten idealistisch geprägten Seiten: Die Einnahmen sinken, der Betrieb wird schwieriger zu finanzieren. Wir alle jammern immer wieder darüber wie der pöse Kapitalismus alles kaputt macht, was uns mal am Herzen lag. Plattenläden, Fußballvereine, Sexshops, Pornokinos. Hier bietet sich die einmalige Gelegenheit, mitzuhelfen, etwas zu bewahren. Lest den Artikel auf critic.de und überlegt euch, ob ihr einen Beitrag leisten möchtet, das Angebot der Seite zu retten.

Danke!

horror-hotel-posterIch bin müde und habe keine Lust mehr zu schreiben, deshalb nur kurz: Auf Critic.de kann man meine Rezi zu Moxeys CITY OF THE DEAD lesen, der dieser Tage als schönes Mediabook erschienen ist. Haut rein.

nfp30bis99ff-57Josef von Bákys Verfilmung eines Dramas von Gerhart Hauptmann ist dieser Tage via Filmjuwelen auf DVD erschienen – und durchaus eine lohnenswerte Anschaffung für Menschen, für die die Liebe zum trivialen deutschen Film nicht bei Karl May und Edgar Wallace endet. Im allerweitesten Sinne ein Heimatfilm – die Handlung wurde aus Schlesien in die Alpen verlegt – ist FUHRMANN HENSCHEL eines jener Werke, die einem zwischendurch den Mund offen stehen lassen. Neben den entwaffnenden Einblicken in das Rollenverständnis der Fünfzigerjahre, sind es nicht zuletzt die Ausflüge in die German Gothic, die Bákys Literaturverfilmung auch für aufgeschlossene Genrefilm-Freunde interessant macht. Obendrauf gibt es eine verruchte Nadja Tiller in der Blüte ihrer Jugend, einen extraschmierigen Wolfgang Lukschy und ein putzige Maderl, das in einer verrauchten Gaststube mit Glockenstimmchen ein Liedlein singt, damit der versoffene Opa sich das Zwetschgenwasser leisten kann. Am Ende geht alles in Flammen auf. Meinen Text gibt es auf Critic.