Mit ‘Action’ getaggte Beiträge

Es gibt nicht allzu viele wirklich stichhaltige Argumente, aber irgendwie mag ich THE PERFECT WEAPON, mochte ihn auch schon damals, obwohl die 18er-Freigabe Dinge versprach, die der Film dann nicht einhalten konnte oder wollte. Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe einfach ein Faible für diese unterambitionierten Videofilme, die aus unerfindlichen Gründen auf der großen Leinwand landen, in einem akuten (und sympathischen) Anfall von mangelndem Urteilsvermögen der sonst alle Register der Markt- und Zielgruppenforschung ziehenden und sich damit vor knallenden Flops absichernden Studios. Möglicherweise glaubte man bei Paramount tatsächlich, mit Speakman einen neuen Seagal an der Angel zu haben: Anders lässt sich die Tatsache, dass sie diesem in Martial-Arts-Kreisen zwar respektierten, aber dennoch eher persönlichkeitsarmen Langweiler mit einem Multi-Film-Deal ausstatteten (der dann aber nach dem nur mäßigen Abschneiden von THE PERFECT WEAPON schnell platzte wie eine Seifenblase). Nicht falsch verstehen: Speakman macht seine Sache schon ganz ordentlich, schauspielerisch wahrscheinlich sogar besser als so mancher Kollege, aber er bringt nur wenig jener unverwechselbaren Eigenschaften mit, die ein Actionheld nun einmal braucht. Auch der Film, den man um ihn herum gebaut hat, ist auffallend unauffällig: eine Heimkehrer-und-Rache-Geschichte, wie man sie in diesem Genre schon tausend Mal gesehen hat, meist sogar mit spektakuläreren Fights, halsbrecherischeren Stunts, fieseren Brutalitäten, hassenswerteren Schurken und überlebensgrößeren Helden. Was THE PERFECT WEAPON seinen billigen Brüdern im Geiste voraus hat, ist sein überaus gediegener Studio-Look: Die Paramount-Backlots wurden voll ausgenutzt und verleihen dem Film eine leicht künstliche, mitunter märchenhafte, mithin eben echte Hollywood-Anmutung, die nur wenig später ausschließlich den wirklich großen Blockbustern vorbehalten war.

Regisseur Mark DiSalles claim to fame ist der deutlich bekanntere und beliebtere KICKBOXER, der nicht nur Jean Claude van Damme in der Hauptrolle, sondern mit dem fiesen Tong Po (Michael Qissi) auch einen wirklich legendären Schurken des Prügelfilms aufbietet (vor kurzem gab es ein Remake). Da kann THE PERFECT WEAPON nicht mithalten, auch wenn er sich anstrengt und neben Professor Toru Tanaka auch noch Cary Hiroyuki-Tagawa als Bösewicht aufbietet. Wahrscheinlich wird man ihn aber vor allem wegen der Verwendung von Snap!’s Megahit „The Power“ in Erinnerung behalten, der gleich zu Beginn eine Solo-Kenpo-Darbietung von Schwarzgurt Speakman untermalt. Sekunden später wird sein Held Jeff Sanders am Telefon mit einem Überfall auf seinen väterlichen Freund Kim (Mako) konfrontiert, dem er dann kurz entschlossen zu Hilfe eilt. Anstatt weiter auf die Tube zu drücken, bremst DiSalle das Tempo unerklärlicherweise und baut eine ellenlange, mehrteilige Rückblende ein, die uns erklärt, wie Jeff einst von Kim in die Kenpo-Schule von Meister Lo (Seth Sakai) gebracht wurde, wie er anschließend die Kampfkunst lernte und dann denn Sündenfall erlebte, als er einen fiesen Schulbully krankenhausreif schlug. Hier liegt dann auch der Quell für einen in der Gegenwart des Films immer noch schwelenden Konflikt mit Jeffs strengem Armypapa und seinem jüngerem Bruder, dem er damals zur Hilfe eilte. Zurück in der Heimat gilt es also nicht nur, die fiesen koreanischen Gangster zu vertreiben, die Kim erst belästigen, dann töten, sondern auch mit sich und seiner Familie ins Reine zu kommen. Kennt man schon? Ja, stimmt, macht aber nix.

Diese Zeit, die Jahrgänge ’91/’92 markierten für das Actionkino einen Übergang. Es war die letzte Phase, in der die Studios uns darbende Actionfans mit diesen (mittel)groß produzierten Kloppern verwöhnten, wie wir sie in den Achtzigern lieben gelernt hatten. Wenig später verlagerte sich dieser ganze Bereich dann auf den Videomarkt, während sich der Actionfim zum familientauglichen Eventfilm mit immer weiter aufgeblasenen Budgets entwickelte (witzigerweise basiert Jan De Bonts SPEED – einer der größten Action-Kassenschlager der mittleren Neunziger – auf einem Script, das ursprünglich für Speakman gedacht war). OUT FOR JUSTICE, MARKED FOR DEATH, SHOWDOWN IN LITTLE TOKYO, PASSENGER 57, STONE COLD, A.W.O.L., MCBAIN, DOUBLE IMPACT: Hier war die Welt noch in Ordnung. THE PERFECT WEAPON kann mit diesen Titeln nicht ganz mithalten, aber er ist dennoch aus demselben Holz geschnitzt. Ein Relikt der Achtziger, das sich in die Neunziger verirrt hatte. Ich liebe einfach diese Brüche in der Filmgeschichte, diese Umbruchsmomente zwischen den großen Phasen, in deren Schwerelosigkeit plötzlich Dinge entstehen, die sich später kaum mehr einorden lassen. Jeff Speakman ist in dieser Geschichte so etwas wie ein tragischer Held: Wäre THE PERFECT WEAPON nur ein paar Jahre früher entstanden, hätte er vielleicht tatsächlich eine lukrative Karriere als Actionheld erleben dürfen, so hatte die Paramount aber nach nur einem Film keine Verwendung mehr für ihn und er verabschiedete sich nach dem noch mit einem limitierten Release bedachten STREET KNIGHT schnell in den DTV-und Pay-TV-Bereich, ohne dort jedoch den Kultstatus zu erreichen, den sich dort so mancher Martial Artist erarbeitete. Hier im Blog kann man immerhin noch etwas über DEADLY OUTBREAK lesen.

 

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Jeff Wincott (mit zurückgeslickten Haaren und knöchellangem Mantel) ist der Polizist Sean Thompson: Nachdem er zu Beginn als Penner getarnt einen Waffenhandel platzen lässt – gemeinsam mit Kollegin Billie Blake (Cynthia Rothrock) -, wird er zum Detective befördert und in das Revier von Captain Krantz (Billy Drago) versetzt. Hier trifft er einen alten Akademie-Kumpel wieder, der wenig später in einem anscheinend selbstverursachten Autounfall verunglückt. Thompson glaubt natürlich nicht an einen Unglücksfall und beginnt zu ermitteln: Er kommt dem schurkischen Unternehmer Hamilton (Paul Johansson) auf die Schliche: Er hat eine Menge Dreck am Stecken, schmiert die Polizei, treibt Frauen in die Prostitution, betreibt MMA-Fights im Hinterzimmer seiner Bar und ist auch sonst ein echtes Arschloch …

Typische DTV-Kickbox-Action aus den frühen Neunzigern, genauso gut oder schlecht wie die meisten anderen Titel aus jener Zeit auch, idealer Stoff für einen lauen Videoabend also, bei dem man am besten einen ganzen Stapel solcher Hobel zur Verfügung hat und dann wechseln kann, wenn man Abwechslung braucht. MARTIAL LAW II ist sauber produziert, hat mit Wincott und Rothrock zwei Hauptdarsteller, bei denen es zu den ganz großen Weihen nicht gereicht hat, die aber doch sympathisch rüberkommen und ihre Fights adäquat absolvieren. Es gibt deutlich miesere Titel in diesem Segment, aber für die Spitze reicht es auch nicht.

Das Manko, das die meisten dieser mittelguten Actiongülle-Dinger mit sich bringen: Actiontechnisch geht tatsächlich eher wenig. Auch wenn sich die Figuren alle zehn Minuten mit Roundhouse-Kicks die Fresse polieren, richtig spektakulär oder gar spannend ist das selten. Das hat zum einen damit zu tun, dass diese Filme meist ultragenerisch sind, man immer weiß, was als nächstes kommt und erst gar keine Überraschungen versucht werden, zum anderen aber auch damit, dass die Inszenierung eher vom Typ „Ärmel hoch und in die Hände gespuckt“ ist. Kamera aufgestellt und drauf losgefilmt, echte Finessen oder gefährliche Stunts stellten wahrscheinlich ein zu großes Risiko dar. Das manische Geprügel – jede Kneipenschlägerei artet immer gleich zum MMA-Spektakel aus – ist auf Dauer eher ermüdend und führt zu nichts. Es ist eine richtiggehde Wohltat, wenn im Finale, das natürlich in einer Fabrik mit den obligatorischen Rohren, von der Decke hängenden Ketten, Treppen und Metallstegen stattfindet, endlich mal die Pumpgun ausepackt und für blutige Einschüsse verwendet wird. MARTIAL LAW II: UNDERCOVER ist OK, amüsant vor allem, wenn man sich an den ewig gleichen Klischees erfreuen kann, mehr aber auch nicht.

policewomen (lee frost, usa 1974)

Veröffentlicht: Juni 3, 2018 in Film
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Beim Gefängnisausbruch diverser weiblicher Schwerbrecherinnen beweist die aufmüpfige Wärterin Lacy Bond (Sondra Currie) herausragenden Kampfgeist und wird daraufhin von drei FBI-Beamten rekrutiert, um ein Verbrechersyndikat auszuhebeln. Das Syndikat wird angeführt von der knorrigen Oma Maude (Elizabeth Stuart), die eine ganze Armee schöner Damen befehligt und so einen Goldraub nach dem anderen durchzieht. Lacy soll die Gruppe infiltrieren, aber Pam (Jeannie Bell), eine der Ausbrecherinnen, ist ihr schon zuvorgekommen …

Lee Frost ist einer der zahllosen Filmemacher, die in den Siebzigerjahren dafür sorgten, dass Pennbrüder, Trenchcoatträger und jugendliche Fummler in den Bahnhofskinos und Drive-ins regelmäßig mit frischer Ware versorgt wurden. Softsex, Mondo, Horror, Sleaze, Action, Bikerfilme, Blaxploitation: Was immer gerade angesagt war, Frost hatte einen Film dazu in petto. Seinen Platz in der Geschichte des zweifelhaften Films sicherte er sich mit dem ultraschäbigen LOVE CAMP 7, dem man nachsagt, die Naziploitation losgetreten zu haben, aber auch Tite wie THE BLACK GESTAPO, THE THING WITH TWO HEADS, CHAIN GANG WOMEN und THE SCAVENGERS haben einen guten Klang unter Freunden des Schmutzigen und Geschmacksverwirrten.

Sein POLICEWOMEN – der in Deutschland mit dem sagenhaft idiotischen Titel SADOMONA – INSEL DER TEUFLISCHEN FRAUEN geschlagen wurde – aus dem Jahr 1973 ist ein recht typischer Vertreter des damaligen B-Actionfilms: Man erkennt die deutlichen Anleihen beim Blaxploitation-, Martial-Arts- und Agentenfilm. Lacy Bond teilt mit dem berühmten Superagenten nicht nur den Nachnamen, sondern ist ebenso wie dieser mit unantastbarem Selbstbewusstsein und den Mitteln ausgestattet, sich aus jeder Bredouille herauszuschlagen: Noch dazu sieht sie umwerfend aus und verdreht den Männern reihenweise die Köpfe. Ihre Gegenspielerin Maude ist aus dem selben Holz geschnitzt wie die Blofelds, Dr. Nos und Strombergs des Bond-Universums, auch wenn sie nicht die Weltherrschaft anstrebt, sondern sich mit einfachem Reichtum begnügt. Der zuverlässige henchman an ihrer Seite ist der tumbe, aber bärenstarke Raymond (Wes Bishop), mit dem die alte Vettel auch eine (allerdings nur angedeutete) Liebesaffäre unterhält. Die ethnisch diverse Frauenarmee könnte durchaus umstürzlerisches Potenzial entwickeln, aber so weit geht Frost leider nicht: Subtextuell läuft es aber natürlich mit, dass eine von geckenhaften, herablassenden, mitunter grotesk inkompetenten Männern regierte Welt beim unterlegenen Geschlecht massive Frustrationen auslöst. In der Figur der Pam kulmniert das: Mit Riesenafro ausgestattet, wird sie gleich zu Beginn als Black Muslim (und natürlich als „Nigger“) tituliert, ihr Zorn fühlt sich echt an, während ihre weiße Kollegin in erster Linie eine Karriere machen möchte – und sich dann ja auch nicht scheut, mit dem Obermacho von FBI ins Bett zu steigen.

Aber dennoch ist POLICEWOMEN vor allem liebenswert: Klar, auch er nutzt seinen quasifeministischen Plot weidlich dafür, attraktive Frauen in engen Klamotten oder eben nackt zu zeigen, aber er ist dabe nicht ganz so verlogen wie andere Werke. Die Männer sind hier tatsächlich fast ausnahmslos Trottel und Frost hat Spaß daran, sie bloßzustellen. Am dicksten bekommt es B-Movie-Toughie William Smith als großmäulig-schmieriger Karatelehrer ab: Nicht nur dass Lacy ihm ein paar Zähne ausschlägt, er heult dann anschließend auch noch wie ein kleines Mädchen darüber, dass er ja nun nicht mehr so hübsch sei. Die deutsche Synchro trägt mit ihren Einfällen zum kruden, mitunter albernen Humor des Films bei, ohne sich dabei jedoch in Brandt’sche Absurditätssphären zu katapultieren und das filmische Geschehen völlig zu überlagern. Ein hübscher kleiner Timewaster, dem auch das antiklimaktische Finale keinen echten Schaden anhaben kann.

 

„Das dreckige halbe Dutzend“: So könnte SOLDIER BOYZ in einem Paralleluniversum heißen. Major Howard Toliver (Michael Dudikoff) ist ein Rambo-mäßiger Supersoldat im Ruhestand. Das bedeutet, dass er in einem Jugendknast als Counsellor arbeitet, die Keilereien und Revierkämpfe der testosterongeplagten Insassen mit dem wissenden Lächeln eines Mannes quittiert, der weitaus Schlimmeres gesehen hat – und Besuch von seinem ganz persönlichen Trautman (Don Stroud mit Augenklappe) bekommt, als die Kacke am Dampfen ist. Die Tochter eines wohlhabenden US-Geschäftsmannes ist bei einer humanitären Aktion in Vietnam vom Rebellenführer Vinh Moc (Cary Hiroyuki-Tagawa) gefangen genommen worden und Toliver soll sie raushauen. Er willigt unter der Bedingung ein, dass er seine „Problemkinder“ mitnehmen darf. Eine Superidee, denn es lockt eine Begnadigung und die Gelegenheit, zu beweisen, dass man für die Menschheit noch nicht ganz verloren ist. Also macht sich Toliver mit Butts (Tyrin MENACE II SOCIETY Turner), Vasquez (Jacqueline Obradors), Lamb (David Barry Gray), dem Neonazi Brophy (Channon Roe), Lopez (Demetrius Navarro) und Monster (Cedrick Terrell) auf nach Vietnam, wo die ungehorsamen Jugendlichen Zusammenhalt und Verantwortung lernen.

Die Idee ist, wie oben angedeutet, nicht neu und natürlich der Realität entlehnt, in der sich Schwerverbrecher immer schon als geeignetes Kanonenfutter im Kriegsfall erweisen mussten. In Mourneaus ansehnlich produziertem und ziemlich blutigem Spätactioner verkommt sie aber zur melodramatisch verklärten Schmonzette, die die Ambivalenz von Aldrichs großem Klassiker nicht annähernd erreicht – und auch gar nicht anpeilt. Wo THE DIRTY DOZEN keinen Zweifel daran lässt, dass die kalte militärische Denke, die Todgeweihte in ein Himmelfahrtskommando hetzt, wahrscheinlich noch grausamer ist als die singulären Verbrechen seiner Protagonisten, erliegt SOLDIER BOYZ dem romantischen Glauben, dass so ein kleiner Kriegseinsatz ein geeignetes Mittel ist, aus einem verzogenen Gör einen aufrechten Amerikaner zu machen. Kein Neunzigerjahre-Klischee wird ausgelassen: Toliver musste einst miterleben, wie Frau und Kind im Kugelhagel eines Drive-by-Shootings starben, Butts und Lopez sind die verfeindeten Gangmembers, Monster ist der sich nur durch Gewalt artikulierende Schwarze, Brophy darf am Ende eines Alleingangs das Hakenkreuztattoo auf der Brust entblößen und in einem tränenreichen Monolog andeuten, dass ihm der Rassenhass vom Papa eingebläut wurde, Lamb ist der zu Unrecht inhaftierte, babysanfte Weiße, der von Toliver sogleich als „damn good soldier“ identifiziert wird, und Vasquez die geile Latinofrau, die ihren Mann stehen darf. Das wird alles sehr routiniert, aber wirklich ohne eine einzige echte eigene Idee dargeboten, sodass sich bei mir nach einiger Zeit Langeweile breit machte – trotz ständiger blutiger Feuergefechte.

Zehn Jahre vorher hätte SOLDIER BOYZ wahrscheinlich noch ein paar mehr Ecken und Kanten gehabt (man ziehe zum Vergleich den von Michael Mann produzierten BAND OF THE HAND heran, der auf einer ähnlichen Prämisse beruht), aber hier ist alles auf so eine unangenehme Ghetto-Coolness getrimmt. Die Soldatenjungs genießen das Kriegsspiel, geben sich Fist Bumps und High Fives, nennen sich „Bro“ und erzählen sich im Puff zwischen vietnamesischen Supernutten und leeren Bierpullen von ihren Sorgen (nur Vasquez steht verständlicherweise etwas ratlos daneben). Die Besetzung von Tyrin Turner, der kurz zuvor in MENACE II SOCIETY für Aufsehen sorgte, zeigt hier eindrucksvoll, warum danach nicht mehr viel kam, und auch seine Kollegen wirken wie preisgünstige Doubles bekannterer Darsteller. Es gelingt ihnen nicht, ihre Pappkameaden zu echtem Leben zu erwecken. Dudikoff ist überzeugender, auch wenn seine Wandlung vom in sich ruhenden Counsellor zum Befehle und Beleidigungen wie R. Lee Ermey ausspuckenden Ausbilder genauso rätselhaft anmutet wie die Entwicklung seines Jeff Knight im zuletzt gesehenen PLATOON LEADER. Und was verspricht er sich eigentlich davon, diese Gören mitzunehmen? Es ist nicht nur eine fixe Idee, nein es ist seine Bedingung, die Mission überhaupt anzunehmen.

Aber ich will gar nicht so viel meckern: SOLDIER BOYZ ist für das, was er ist, schon OK. Man kann ihn sich angucken, wenn man nicht zu viel erwartet, er sieht sehr ordentlich aus und hat mit Hiroyuki-Tagawa einen Schurkendarsteller, den ich immer gern sehe. Das ganze Blutvergießen täuscht aber nicht darüber hinweg, dass das irgendwie ein Film für Sissis ist.

Wenn man Texte über das sogenannte Exploitationkino (von vielen auch gern als „Trash“ bezeichnet) liest, geht es dort oft um die Frage, was vom Filmemacher „beabsichtigt“ war. Ein „guter“ Film, so die zugrundeliegende These, folgt einem von Regisseur und Drehbuchator akribisch ausgearbeiteten Plan, dessen lückenlos erfolgreicher Entfaltung man als Zuschauer beiwohnen darf. Im Exploitationfilm hingegen, an dem sich bekanntermaßen nur Geschäftsmänner, Gescheiterte, Dilettanten und sonstige zwielichtige Gestalten tummeln, erfreut man sich an der Ästhetik der Unabsichtlichkeit. Was gut war, war unmöglich „gewollt“, im Unzulänglichen zeigt sich hingegen dieWahrheit. Zum Teil ist das natürlich nachvollziehbar: Von klammen Budgets gebeutelt und mit drittklassigen Akteuren geschlagen, sind der Vision des B-Filme-Machers (um mal einen weiteren unscharfen Begriff zu verwenden) meist engere Grenzen gesetzt, als dem Studiodarling, das für seine Produktion aus dem Vollen schöpfen kann. Aber wenn ein Film gut ist, ist es ja völlig gleichgültig, ob das so gewollt war oder eine glücklichen Fügung des Schicksals zu verdanken ist. Manche Filme sind scheiße, völlig unabhängig von production values, möglicherweise großen Ambitionen und eingesetzter Kompetenz. Andere gelingen gegen jede Wahrscheinlichkeit, profitieren von Hingeworfen- und Ungeschliffenheit. Wieder andere sind so perfekt, dass man vor Langweile einschläft. Und manche erreichen gerade in ihrem Misslingen eine Brillanz, die sie unverwechselbar macht. Das wirft die Frage auf, was diese objektive Qualität der Wohlgeformtheit eigentlich wert ist und welche Rolle der Intention, die man ja nie mit Gewissheit belegen, bestenfalls unterstellen kann, überhaupt zugemessen werden muss.

PLATOON LEADER wirkt gnadenlos überambitioniert – das ist ja schon einmal ungewöhnlich für einen Dudikoff-Film – und verfehlt sein angepeiltes Ziel auf den ersten Blick um mehrere Längen. Was ich wollte, war ein feister Actioner, wie ihn das geile Videocover mit seinen öligen Muskeln, geschwollenen Adern und im Sonnenlicht glänzenden Monsterknarren verspricht: Einen Film, der reinläuft, nicht wehtut, höchstens Ärsche tritt. Einen Gebrauchsfilm hal. Das ist PLATOON LEADER nicht. Stattdessen habe ich mich mitunter vor dem Bildschirm gewunden angesichts der ungeschickt dargebotenen Klischees, mich gefragt, ob man das wirklich nicht hätte besser hinbekommen können, mich gefragt, wann Dudikoff denn endlich den American Fighter des Vietnamkriegs gibt und die gesichtslosen Widersache plattmacht. Gut, Aaron Norris wird gewiss nicht als großer vergessener Künstler in die Annalen eingehen, wahrscheinlich noch nicht einmal als großer Action-Regisseur (er inszeniert immer etwas sediert, fängt seinen berühmteren Bruder in DELTA FORCE 2 in endlosen, völlig unspektakulären Zeitluopnstudien ein, die fast schon avantgardistisch sind in ihrer Ereignislosigkeit), und so ist es nicht so verwunderlich, dass er auch hier, in dem verzweifelten Versuch, Stones PLATOON und Kubricks FULL METAL JACKET nachzueifern, hart an seine Grenzen stößt. Aber gerade in seinem Scheitern, einen mitreißenden, von seinen Charakteren getragenen Vietnamfilm zu machen, erreicht er manchmal eine transzendente Wahrhaftigkeit, die den objektiv betrachtet „besseren“ Werken verschlossen bleibt. Dass das seine Absicht war, wage ich zu bezweifeln. Aber das ändert ja nichts an der Tatsache.

Es gibt nur wenig Grund anzunehmen, dass PLATOON LEADER mehr sein sollte, als ein an Stones supererfolgreiches Vorbild angelehntes Vehikel für die Videotheken-Klientel (auch wenn er in den USA einen Kinostart hatte). Drehbuchautor Andrew Deutschs Filmografie umfasst u. a. den unfassbaren MERCENARY FIGHTERS mit Reb Brown und Peter Fonda, den Dudikoff-Film RIVER OF DEATH und DELTA FORCE 3: THE KILLING GAME, von seinem Kollegen Rick Marx stammen solche Perlen wie NASTY GIRLS, DADDY’S LITTLE GIRL, SEX SPA U.S.A. oder BROOKE DOES COLLEGE. Ihr Script basiert auf dem Erlebnisbericht des Veteranen James R. McDonough, dessen kommerzielles Potenzial dann niemand geringeres als Harry Alan Towers erkannte, einer der „Großen Alten“ des europäischen Exploitationkinos. PLATOON LEADER verfügt dann auch über Towers-übliche respektable Schauwerte – besonders die Kameraarbeit von Arthur Wooster (Second Unit Photographer u. a. bei allen Bond-Filmen von FOR YOUR EYES ONLY bis DIE ANOTHER DAY) ist erwähnenswert -, aber es gelingt nicht recht – ebenfalls ein untrügliches Towers-Merkmal – die einzelnen Zutaten zu einem homogenen Ganzen zusammenzufügen. Es fehlt ein durchgehaltener dramaturgischer Spannungsbogen, der Film bewegt sich sprunghaft und elliptisch, die Charaktere bleiben schablonenhaft und ihre Motivationen undurchsichtig. Dudikoff ist als Protagonist eine Leerstelle, eine Nebenfigur mutiert inneralb weniger Szenen vom gut gelaunten Kiffer zum depressiven Stoner zum Selbstmörder durch goldenen Schuss. Die emotionalen Ausbrüche der Figuren, die Aaron Norris immer wieder einfängt, wirken auf den Zuschauer angesichts solcher Lücken aufgesetzt und nur wenig nachvollziehbar. PLATOON LEADER erinnert mitunter an ein Malen nach Zahlen, ein Abpausen vorgegebener Formen. Das Ergebnis ist eckig und nachrangig.

Dann gibt es aber wieder sehr gelungene Momente wie jene Szene, in der das Platoon bei einem Erkundungsgang plötzlich von heranstürmenden Vietcong überrascht wird, sich eilig zwischen dem hüfthohen Farn am Boden versteckt und nur atemlos darauf warten kann, dass der Feind vorüberzieht, ohne etwas zu bemerken. Als das tatsächlich geschieht, stehen sie nur verdutzt da, können ihr Glück kaum fassen. Die Bedrohung ist so schnell verschwunden wie sie auftauchte – wie ein Albtraum, der einem den Schweiß auf die Strn treibt, an den man sich nach dem Aufwachen aber kaum noch erinnern kann. Manch vermeintlicher Makel erscheint angesichts solcher Szenen in einem anderen Licht: Ist es nicht so, dass Krieg für den Soldaten an der Front einfach nur eine Abfolge unverbundener Einelereignisse ist, die es zu überleben gilt? Dass die Kameraden kommen und gehen, sich ihre Geschichten unweigerlich gleichen? Wie es ein Soldat zu Beginn beschreibt: „You go out on patrol, and you kill a few of them. Then they kill a few of yours. Then you go back to base. Eat. Sleep. Next day, same thing. Before you know it, you’re either dead, or you’re going home.“ Wie das Grauen ermüdende Routine wird, selbst die evozierten Emotionen nur noch Reflexe sind, das fängt PLATOON LEADER vielleicht sogar auf ehrlichere Weise ein als die „großen“ Vietnamkriegsfilme, die ja trotzdem noch eine Spannungsdramaturgie brauchen, eine Entwicklung, eine Perspektive. Ganz kann sich PLATOON LEADER nicht davon trennen. Man merkt, er möchte ein emotionaler Film über Menschen sein, wichtige Erkenntnisse über sie vermitteln und über ihren Drang, sich immer wieder gegenseitig umzubringen, aber weil Norris das Rüstzeug dafür fehlt, ist er dann doch nur einer über entkernte Wesen, die mit dem Sein ringen und daran scheitern, Individuen zu sein. Das ist aber ja auch etwas, Absicht oder nicht. Das feiste Geballer hat mir aber trotzdem gefehlt.

 

Das Michelle-Pfeiffer-Vehikel DANGEROUS MINDS war 1995 ziemlich erfolgreich. Es waren andere Zeiten: Coolios Superhit „Gangsta’s Paradise“ ist heute wahrscheinlich geläufiger als der dazugehörige Film, der dennoch einflussreich genug war, um ein Rip-off namens THE SUBSTITUTE nach sich zu ziehen (das bis 2001 noch drei DTV- bzw. TV-Sequels abwarf). Man muss Mandels kleinen Actioner nicht unbedingt gesehen haben, es sei denn, man hat Spaß an Exploitern, die sich als respektable A-Ware tarnen, ohne ihre echte Gesinnung und ihre Schmuddelkind-Herkunft ganz verbergen zu können. Die Drehbuchautoren Alan Ormsby (DERANGED) und Roy Frumkes (STREET TRASH) hatten vermutlich ziemlichen Spaß daran, das „Gebt Ghettokindern eine Zukunft“-Drama als absurden Söldnerfilm zu adaptieren, der heute, wo ernsthaft darüber diskutiert wird, Lehrer zu bewaffnen, damit sie potenziellen Amokläufern Einhalt gebieten können, deutlich weniger absurd anmutet, als er es eigentlich verdient hat.

Die Spezialeinheit um Jonathan Shale (Tom Berenger) – seine Kameraden sind Joey Six (Raymond Cruz), der irre Hollan (William Forsythe), Rem (Luis Guzmán) und Wellman (Richard Brooks) – wird nach einer fehlgeschlagenen Mission auf Kuba aufgelöst. Auf der Suche nach Beschäftigung wird Shale beim Drogendealer Wolfson (Cliff De Young) vorstellig, doch er lehnt dessen Angebot dankend ab. Stattdessen springt er als Aushilfslehrer an der Schule seiner Freundin Jane (Diane Venora) ein, nachdem dieser von einem rachsüchtigen Gangmitglied die Kniescheibe zertrümmert wurde: Jane hat sich mit Lacas (Marc Anthony) angelegt, dem Anführer der „Kings of Destruction“, und Shale will neue Ordnung schaffen. Das gelingt ihm zum Missfallen des Schulleiters Rolle (Ernie Hudson), der mit der Gang unter einer Decke steckt ….

Ich hatte mir von THE SUBSTITUTE zwar etwas mehr militärischen Drill für die ungezogene Ghettobrut gewünscht und etwas weniger „Drama“, aber ganz amüsant ist Mandels Film dennoch – vor allem natürlich, wenn man bedenkt, dass dieser hoffnungslos derivative Quatsch tatsächlich einen Kinostart hatte. Es gibt ein paar Momente, in denen man merkt, wie der Hase hier läuft: Beim Vorstellungsgespräch Shales konkurriert er mit einem schmierigen Star-Söldner, der ein eigenes, per Videoclip-Editing aufgemotztes Demo-Reel bei sich hat. Wolfson furzt einmal kräftig, nachdem seine Freundin den Raum verlassen hat und beschwört die „reinigende“ Wirkung seines Müslis. Am Ende kommt es zum bleihaltigen Showdown in der Schule und der brave, gutmütige Lehrer Sherman (Glenn Plummer) muss natürlich vorher dran glauben (er versucht den Killern von Lacas zu entkommen, indem er in der Turnhalle ein Seil hochklettert). Angesichts solchen Blödsinns muten die Versuche menschlichen Dramas umso deplatzierter und alibihafter an: Aber irgendwie ist es auch ganz putzig, wenn Shale seinen Schülern vom Vietnamkrieg erzählt, diese große Augen bekommen und er dann beim Abendessen davon spricht, wie er endlich zu ihnen durchgedrungen ist. Die Ghettokids sind eigentlich ganz OK, sie brauchen nur eine starke Hand – und einen Söldner, der die echten Kriminellen unter ihnen beseitigt.

OPEN FIRE ist kein besonders guter Film. Es handelt sich um einen Vertreter der in den Neunzigerjahren florierenden DTV-Action, aber es fehlt ihm sowohl die Absurdität als auch der Wahnsinn; Eigenschaften, die so manchen Vertreter des preisgünstigen Genres in die Lage versetzte, mit den großbudgetierten Actionfilmen zu konkurrieren. Andererseits ist es auch diese manifestierte Durchschnittlichkeit, die OPEN FIRE so immens anschaubar macht, zumindest für mich. Ein Film wie Tiefkühlpizza: Wer Genuss oder Nährwert will, ist hier definitiv falsch, aber an manchen Abenden will man halt nicht mehr, als den Ofen anzuschmeißen und sich nach ein paar Minuten etwas Essbares zwischen die Kiemen zu schieben. So funktioniert auch Andersons Film: Man muss sich keine Sorgen machen, während der 90 Minuten überfordert zu werden und danach bleibt garantiert nichts von OPEN FIRE hängen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Aber so lange, wie’s dauert, ist die Chose voll OK – vorausgesetzt, man hat ein Faible für diese Zwei-Wort-Titel-Filme, in denen irgendein muskulöser badass einer Horde generischer Schurken den Arsch versohlt und den Anzugtypen zeigt, wo der Frosch die Locken hat.

OPEN FIRE ist ein lupenreines DIE HARD-Rip-off (sieht man schon am Poster, das dem Film außerordentlich schmeichelt): Eine Bande von Söldnern überfällt eine Fabrik, nimmt die Angestellten als Geisel und fordert die Freilassung ihres inhaftierten Anführers Stein Kruger (Patrick Kilpatrick), der einen besonderen Terrorplan hat. Nicht auf seiner Rechnung steht allerdings der einsame Ex-FBI-Agent McNeil (Jeff Wincott), dessen Papa (Lee deBroux) die Fabrik führt und der sich deshalb gegen den Befehl der FBI-Agenten auf eigene Faust in den Komplex schleicht, wo er die bösen Buben einen nach dem anderen ausschaltet. Natürlich kann Anderson mit McTiernans Klassiker nicht mithalten, es wäre absurd, dies anzunehmen: Wincott ist kein Willis, Kilpatrick kein Rickman, die traurige Fabrik mit ihren austauschbaren Metalltreppen und Rohren kein Nakatomi Tower. Die Action ist eher bescheiden, besteht darin, dass Wincott den Bösewichten die Fresse poliert, ihnen das Genick bricht, sie erschießt oder aufspießt, und dafür, dass er es mit einer „elite group of mercenaries“ zu tun hat, stellen diese sich ziemlich dämlich an. Einmal geht ein Auto in die Luft, aber viel mehr darf man nicht erwarten: Gemessen an dem irrwitzigen Spektakel, das das Vorbild abfackelte, ist OPEN FIRE eher traurig. Aber eben auch sehr sympathisch. Ich kann nicht anders, als den Mut der Verzweiflung zu honorieren, mit dem sich Anderson der – betrachtet man die ihm zur Verfügung stehenden Mittel – absolut hoffnungslosen Herausforderung stellte, einen der erfolgreichsten und besten Actionfilme seiner Zeit zu kopieren.

OPEN FIRE sammelt darüber hinaus Punkte mit seiner Ansammlung liebenswerter wie infantiler Klischees, die den Betrachter in geradwegs ins Jahr ’94 zurückversetzen. In seiner ersten Szene tritt Wincott als MacNeil mit ölig-freiem Oberkörper, Dreitagebart, Kopftuch, Sonnenbrille und Zigarillo im Mundwinkel als echter Malocher auf, der einem Statisten erst einmal erklärt, wie man einen Motor repariert, bevor er einen Telegrafenmasten hochkraxelt und seinen Papa anruft, der ihn dazu motivieren will eine freie Managementposition in seinem Unternehmen anzutreten. Aber dieser McNeil schleppt seelischen Ballast mit sich herum, wie wir wenig später erfahren: Weil er einen Befehl seines Vorgesetzten missachtete, starb seine Partnerin bei dem Versuch, einen bewaffneten Psychopathen festzunehmen. Bevor wir jedoch seiner quälenden Erinnerungen in einer Rückblende teilhaben, gibt es die obligatorische Kneipenschlägerei, bei der der mittlerweile sauber rasierte und in weit geschnittenes Denim-Wear gekleidete McNeil ein paar Proleten zusammenwichst, die einen tapferen, aber hilflosen Tropf beim Billard bescheißen. Am andere Ende des Spektrums stehen Patrick Kilpatrick als Stein Kruger, was schön evil und deutsch klingt und phonetisch gewiss nicht zufällig dem Namen von Alan Rickmans DIE HARD-Schurken „Gruber“ ähnelt. Die „elite mercenaries“, die der um sich schart, bestehen aus den typischen Verdächtigen: langhaargen Asiaten, kaugummikauenden Grinsfressen, einem blonden Hünen sowie zwei Frauen, die mit der MP in der Hand hoffnungslos überfordert aussehden. Der FBI-Mann ist ein anzugtragender Großkotz, der zwar absolut recht hatte, als er McNeil suspendierte, aber vom Film dafür trotzdem wie ein schlechter Verlierer mit Penisneid behandelt wird, der Knastwärter ein sadistischer Fiesling, der Kruger ständig irgendwelcher Schläger auf den Hals hetzt, weil er zu feige ist, ihm selbst gegenüberzutreten. Der Altman-Veteran Bert Remsen ist auch am Start und wird in den Credits auch an vorderer Stelle genannt, hat aber – wenn ich das richtig im Kopf habe – nicht eine Dialogzeile und tut wenig mehr, als dekorativ, aber deplatziert (und halbdement) herumzusitzen.

Diese Klischees zu zu suchen und abzuhaken ist deutlich unterhaltsamer als der eigentliche Film. Bruce Willis durch die Architektur des Nakatomi Towers turnen zu sehen, ist einfach was anderes, als Wincott dabei zuzuschauen, wie er durch eine Fabrik schleicht und hier und da auf einen doof herumstehenden Bösewicht zu treffen. Zum Showdown geht es dann in einen traurigen Lagerhallenkomplex irgendwo in der Pampa und Kruger wird nicht etwa blutigst hingerichtet, sondern schlicht überwältigt und verhaftet. „Antiklimaktisch“ ist gar kein Ausdruck. Dass angesichts der zahlreichen Verfehlungen des Films mit dem Schlussbild tatsächlich ein Sequel in Assicht gestellt wird, finde ich allerdings wieder ziemlich geil. Leider ist meines Wissens nichts daraus geworden. Würde ich mir auch auf jeden Fall geben.