Mit ‘Albert Band’ getaggte Beiträge

draculas_dog_poster_01Da isser nun also, ZOLTAN, DRACULAS BLUTHUND. Der Titel übte seit Kindheitstagen eine unerklärliche Faszination auf mich aus, selbst die miesen Reviews konnten mir die Lust auf den Film nicht vergrätzen. Nach in zwei Etappen durchlittener Sichtung muss ich allerdings sagen, dass es Albert Band gelungen ist, mit DRACULA’S DOG einen Film zu drehen, der sogar noch öder ist als DEVIL DOG. Ich will ihm das gar nicht zum Vorwurf machen. Während ich mir den Film so anschaute, dämmerte mir irgendwann, dass es einfach eine Scheißidee ist, einen Film über den Fifi von Dracula zu drehen. Da kann eigrntlich gar nichts Gutes draus hervorgehen.

In Rumänien wird durch eine Sprengung die Familiengruft von Dracula freigelegt. Ein Soldat, der sie anschließend bewachen soll, wird von besagter Töle, die ohne erkannbaren Grund von den Toten aufersteht, angefallen, wenig später auch noch das Herrchen des Toten, ein Mann namens Veidt Schmidt (Reggie Nalder), geweckt. Zoltan bekommt sogar eine Rückblende spendiert, die zeigt, wie er einst vom Vampirgrafen höchstpersönlich – na gut, in Gestalt einer Fledermaus – gebissen worden war. Die beiden machen sich auf den Weg in die USA, weil dort der letzte Nachfahre derer von Dracula, ein gewisser nichts ahnender und gänzlich unvampirischer Michael Drake (Michael Pataki), lebt. Ihnen auf der Spur befindet sich Inspektor Branco (Jose Ferrer), der weiß, wie man mit Vampiren umzugehen hat. Der Großteil des Films wird aber damit zugebracht, dass die Drakes bei ihrem traurigen Urlaub – sie fahren mit ihrem Wohnmobil in einen Park – vom Vampirhund belästigt werden.

Es gibt nicht viel zu sagen. Eine Familie wird von einem Vampirhund bedroht, ohne dass sich diese Bedrohung jemals wirklich bedrohlich manifestieren würde. Das Mädchen wird einmal angefallen, aber ein echter Schaden erwächst daraus nicht. Am Ende darf man dem „Kampf“ von Branco und Michael gegen den Vampirköter beiwohnen, der Plot suggeriert große Gefahr, aber irgendwie ist das alles schrecklich egal. Da wird viel gekläfft und Spannung vorgetäuscht, aber mein Gott, es ist bloß ein doofer Hund, dessen Bisse halt vampirisch sind. Dem kann man durchaus entgehen, wenn man nicht gänzlich verblödet ist, und eigentlich passiert den Drakes bis zum Ende ja auch nichts. Es ist einfach grausam öde: Zum Showdown verbarrikadieren sich Drake und Branco mit Holzpflöcken bewaffnet in einer Blockhütte, durch die Zoltan dann übers Dach einbricht, nach einem Finalkampf haben alle Hunde einen Pfahl im Leib und es gibt ein Happy End, das mit dem Blick auf eine Hundewelpe mit dämonisch glühenden Augen relativiert wird. Wen das um den Schlaf bringt, der gruselt sich auch vor dem Einkaufsprospekt im Briefkasten. Wirklich schlimm und dabei noch nicht mal komisch.

 

 

Die Ghoulies nisten sich in der Geisterbahn einer Kirmes ein, der die Schließung durch ihren rücksichtslosen Finanzier droht. Das Treiben der kleinen Monster weckt jedoch das Interesse der Zuschauer und sorgt für einen gewaltigen Boom. Jedenfalls bis die ersten Toten zu beklagen sind …

Man hätte es nach dem kreuzlangweiligen ersten Teil ja fast erwarten können, dass Teil 2 nur besser werden konnte, darauf, dass ich mich dermaßen mit GHOULIES II amüsieren würde, hätte ich aber keine Wette abgeschlossen Die Titelkreaturen stehen nicht mehr nur blöd in der Gegend rum wie zuvor, sondern machen endlich den Quatsch, den man in einem GHOULIES-Film sehen will, wenn man ihn sich dann schon anschaut. Wenn sie – reichlich unbeweglich daherkommende Handpuppen – die Requisiten der Geisterbahn benutzen, um sich aus purem Spaß an der Freud diverser Eindringlinge zu entledigen, dann ist der Enthusiasmus, den sie dabei entwickeln, durchaus ansteckend. Richtig lustig wird es aber erst, wenn sie die Geisterbahn verlassen, Schrauben an Karussellkabinen lockern, den Schießstand unsicher machen und sonstigen Schabernack treiben. Da gibt es dann sogar ein paar etwas aufwändigere Stop-Motion-Effekte zu bestaunen, die andeuten, das die Ghoulies für ein paar Dollar mehr ganz brauchbare Popcornfilm-Monster abgegeben hätten. Aber auch so bin ich mit GHOULIES II mehr als zufrieden: Horrorfilme (der Begriff trifft es hier nicht ganz, ich weiß), die auf der Kirmes und in Geisterbahnen spielen, finde ich fast immer klasse, die ansehnlichen Settings werden von der Italofilm-Kameraikone Sergio Salvati hübsch eingefangen, die Darsteller lassen anders als im Vorgänger auch andere Emotionen als Hass und Gleichgültigkeit zu und es gibt einen zwar dusseligen, aber immerhin nachvollziehbaren Plot, der mit einem gewissen Grundverständnis für Dramaturgie und Tempo erzählt wird. Sympathischer Blödsinn, der den Toilettenwitz vom Poster nun auch im Film unterbringt und sogar Lust auf die Teile 3 und 4 macht (naja, auf letzteren vielleicht doch nicht, der ist nämlich von Jim Wynorski). In einer Nebenrolle ist übrigens Romano Puppo, Darsteller und Stuntmen unzähliger Italofilme, als Kraftmensch zu sehen und der prollige Schlusssong stammt von der Achtziger-Metalkapelle W.A.S.P.