Mit ‘Alien’ getaggte Beiträge

Zum xten Mal, dank Blu-ray und neuem, großem 60-Zoll-Fernseher aber doch fast zum ersten Mal gesehen: John Carpenters Remake von Howard Hawks‘ gleichnamigem Film, ein Klassiker des modernen Horror- und Splatterfilms, der in den 30 Jahren, die seit seiner Premiere vergangen sind, nichts, aber auch gar nichts von seinem Reiz verloren hat. Während die Latex-Effekt-Orgien anderer Horrorfilme dieser Zeit seitdem an Wirkung eingebüßt haben, lassen einem Rob Bottins Kreationen auch heute noch die Kinnlade gen Süden klappen: Dass THE THING damals keine Revolution auslöste, sondern an den Kinokassen enttäuschte, kann ich mir eigentlich nur so erklären, dass das Publikum für das Gebotene noch nicht bereit war: Der zu einer amorphen Masse geschmolzene Leichnam, das sich aus einem Huskie herausschälende Tentakelmonster, der aufbrechende, gefräßige Brustkorb, der sich in eine Spinne verwandelnde Menschenkopf – alle werden sie mit größter Freude für das glitschige Detail realisiert, setzen die Idee eines andere Gestalten imitierenden, fremden Organismus in sichtbare, glaubwürdige Realität um.

Dieser Effektirrsinn – der rein handwerklich, ganz ohne moderne Rechnerpower auf die Beine gestellt wurde und deshalb umso beeindruckender ist – ergänzt sich wunderbar mit Carpenters zu diesem Zeitpunkt schon zum Markenzeichen gewordenem inszenatorischem Reduktionismus. Während sich das hungrige Alien quer durch die Besetzungsliste morpht, bemüht sich der Regisseur, die menschenfeindliche Kulisse der von der Außenwelt völlig abgeschnittenen Forschungsstation in der Antarktis in den Zuschauerraum auszuweiten. Unaufhaltsam kriecht der Film voran wie ein jahrtausendealter Gletscher, angetrieben von Morricones minimalistischem Score, der auch aus der Feder des Regisseurs höchstselbst stammen könnte. Dabei läuft er nicht auf einen Höhepunkt zu, sondern lediglich auf ein Ende, dem Punkt, an dem die Geschichte in ihrer buchstäblichen Auflösung kulminiert. Wie ich vor einigen Jahren schon einmal bei den Himmelhunden anlässlich der damaligen Besprechung von ESCAPE FROM NEW YORK festgestellt habe, ist Carpenter kein Filmemacher, der an selbstzweckhaft aufgeblasenen Showdowns interessiert ist: Bei ihm ist alles Aufbau, und das „Finale“, bei dem konventionell Rabatz gemacht wird, um dem Zuschauer das Gefühl zu geben, nicht umsonst bis zum Ende gewartet zu haben, ist bei ihm immer nur der logische Endpunkt einer Geschichte. Carpenter-Enden sind daher immer etwas enttäuschend und auch THE THING macht da keine Ausnahme: Die finale Aliengestalt kann die vorangegangenen Inkarnationen nicht mehr toppen, der Suspense-Höhepunkt des Films war der nervenzerrende Bluttest, bei dem die Fronten zwischen den Überlebenden geklärt werden. Zum Schluss macht es nur noch kurz „Bumm“ und das war’s dann auch. Aber das ist keinesfalls negativ gemeint: THE THING muss so aufhören, wie er es tut, und die Konsequenz, mit der Carpenter seinen Film einfach nur enden statt explodieren lässt, akzentuiert noch einmal das Drama, das sich da in den 90 Minuten zuvor unbemerkt vom Rest der Welt abgespielt hat. Übrig bleiben zwei Männer, die sich keinen Illusionen darüber hingeben, dass ihr Sonderstaus als Überlebende nicht dauerhaft sein wird. Sie haben die Alien-Invasion gestoppt, sind dem Monstrum nicht zum Opfer gefallen. Dennoch erwartet sie ein kaum weniger schrecklicher Tod: Ohne Rückzugsort, ohne Rettung in Sicht werden Sie in der Kälte erfrieren. Wenigstens haben Sie eine Flasche Whiskey, um sich angemessen von der Welt, die sie gerettet haben, zu verabschieden. Es ist beileibe kein Happy End – aber trotzdem ein wunderbar friedlicher Abschluss: Man wäre gern dabei, wenn die beiden kernigen Haudegen sich dem Tod entgegensaufen und dabei Geschichten austauschen.

Große neue Erkenntnisse brachte diese Sichtung nicht: THE THING ist annähernd perfekt, so wie er ist. In einigen Details – etwa wenn Garry (Donald Moffat) am Ende die Scheiben mit seinem Revolver zerschlägt, um den amoklaufenden Norweger zu erschießen, oder in MacCreadys als eitles Accessoire getragenem Hut – und in der an Hawks‘ RIO BRAVO oder Carpenters eigenen ASSAULT ON PRECINCT 13 angelehnten Belagerungssituation habe ich deutlicher als zuvor die Westerneinflüsse des Regisseurs wiedererkannt. Und dank gestochen scharfem Blu-ray-Bild auch, dass Richard Dysarts Doc tatsächlich einen Nasenring trägt. Das war mir in vorigen Sichtungen nie aufgefallen.

Der Anthropologe Prof. Dr. Alexander Saxton (Christopher Lee) hat im ewigen Eis der Mandschurei ein eingefrorenes menschenähnliches Urzeitwesen geborgen, das möglicherweise das fehlende Glied in der Evolutionskette ist und das er in einer Kiste mit dem Zug nach England transportiert. Als an Bord mehrere Passagiere tot und mit vollständig weißen Augen aufgefunden werden, stehen Saxton und sein Kollege Dr. Wells (Peter Cushing) vor einem Rätsel, bis sie die Kiste schließlich leer auffinden …

Der Spruch, mit dem der Film auf der DVD-Hülle beworben wird, ist so blödsinnig wie er irreführend ist: „Einer der letzten großen Horrorklassiker“, heißt es da. So schön ich HORROR EXPRESS auch finde, er ist sicherlich kein großer Klassiker, sondern eher eine genregeschichtliche Kuriosität, die mit ihren kongenialen Besetzungscoups zwar die Nähe zu den Hammer-Filmen sucht und sich als vordergründiger Verwandter des Gothic Horrors Hammer’scher Provenienz ausgibt, seine pulpig-eurotrashigen Wurzeln aber – zum Glück! – nie zu verbergen weiß. Eugenio Martins Film entpuppt sich als pralle Collage verschiedenster Einflüsse, die eigentlich nie dazu bestimmt waren, zusammengeführt zu werden, und gewinnt, weil er nie zum bloßen Zitatekino gerinnt, sondern seine wüste Geschichte, die an ein besonders beknacktes Horrorcomic erinnert, mit diesem heiligen Ernst erzählt, der das spanische Genrekino jener Tage so liebenswert macht: Heute wäre HORROR EXPRESS überhaupt nicht mehr denkbar.

Da machen Lee und Cushing die haarsträubendsten wissenschaftlichen Entdeckungen – unter anderem entnehmen sie dem Augapfel des Monsters ein Sekret, in dem sie unter dem Mikroskop dann dessen letzten Sinneseindruck erkennen können: das Bild seines Opfers! – und bleiben dabei gemäß ihrer britischen Art völlig regungslos, während Silvia Tortosa und Helga Liné die typischen damsels in distress geben, ohne zu bemerken, dass es in diesem Film keinen schönen Recken gibt, der sie retten könnte. Alberto de Mendoza frönt als Mönch, der die Präsenz des Bösen von Anfang an gespürt hat und schließlich zu dessen Helfershelfer wird, dem südländischen Overacting (er erntet vom Monster den besten antiklerikalen Diss des Films: „In ihrem Kopf ist nichts, was mir von Nutzen sein könnte.“), dessen krasses Gegenteil Telly Savals verkörpert, der erst zum Schluss mal ganz entspannt reinschaut, mit seinem ultracoolen Kurzauftritt aber dennoch ganz schön Eindruck zu schinden weiß. So richtig schön ist HORROR EXPRESS aber eben wegen seines irgendwie kindlichen Gemüts: Die ganze Geschichte um das Monster und seine Fähigkeiten ist ebenso grell wie das Weiß in den Augen seiner Opfer, die sich am Ende bis zur Decke stapeln und in einem tollen Showdown nochmal wiederauferstehen dürfen. Überhaupt diese Make-up-Effekte: Aus technischer Sicht mögen sie fadenscheinig sein, aber sie sind saumäßig effektiv. Der ganze Film hat eine visuelle Qualität, die einen sofort an mit weitschweifigem Pinselstrich und kräftigen Farben gemalte Schauergeschichten erinnert, die heute gänzlich aus der Mode gekommen und von gleichförmigen nihilistisch-tristen und „realen“ Horrorszenarien abgelöst worden sind. Allzu gern lasse ich mich auf so eine saftige Schauermär wie HORROR EXPRESS ein, die in ihrer Verbindung von ungelenker Murder Mystery, tumber Monsterposse und fehlgeleiteter Science Fiction, unterkühlter Inszenierung, vorgetäuschter classiness und dreist erlogener Geschichte, Schauspielern, die wie aus unterschiedlichen Universen zusammengecastet wirken, steifer englischer Synchro und dem Wechsel von klaustrophobischen Innenaufnahmen mit zur Auflockerung eingestreuten Totalen des Zugs etwas an sich hat, das ich einfach nicht in Worte fassen kann, ohne Kettensatzmonster wie dieses hier zu produzieren. Vielleicht ist das Magie.

In der nordamerikanischen Wildnis werden diverse Urlauber (u. a. Cameron Mitchell und ein grünschnabeliger David Caruso) von merkwürdigen fliegenden kleinen Blutsaugermonstern angefallen und getötet. Sandy (Tarah Nutter) und Greg (Christopher S. Nelson) können eben noch in eine entlegene Kneipe entkommen, in der sich die beiden Veteranen Fred „Sarge“ Dobbs (Martin Landau) und Joe Taylor (Jack Palance) aufhalten, die schon lange ahnen, dass ein Alien in den Wäldern sein Unwesen treibt. Zusammen mit den Touristen gehen sie auf die Jagd nach dem Unhold …

Tja, wirklich aufregender als der zuletzt von mir im Wachkoma durchlittene THE DARK ist auch WITHOUT WARNING nicht, wenngleich sein Scheitern nicht ganz so eklatant ist. Greydon Clarks Film ist nämlich leider auf relativ herkömmliche Art und Weise monoton und langweilig: Der Film verheizt seinen einen, zugegebenermaßen ganz hübschen Spezialeffekt – die etwas an Maultaschen erinnernden Vampirfrisbees, die das Ober-Alien durch die Gegend wirft – gleich zu Beginn und hat dann nichts mehr nachzulegen, außer natürlich Martin Landau und Jack Palance, die seinerzeit tief in der B-Movie-Hölle versumpft waren und für manche Win-win-Situation sorgten: Kleine Exploitationfilme (etwa Jack Sholders spitzenmäßiger ALONE IN THE DARK) konnten sich mit der Präsenz der einstigen Hollywoodgrößen schmücken und die Stars endlich mal nach Herzenslust overacten. Vor allem Landau, der nach Greydon Clarks kurz zuvor entstandenem THE RETURN offensichtlich Gefallen an stulligen Alien-Stoffen gefunden hatte, frisst sich als durchgeknallter Ex-Soldat mit einem Bärenhunger durch seine Szenen und lockert die Gleichförmigkeit damit wohltuend auf. Palance muss demgegenüber nicht viel mehr tun, als seine Charakterfresse ins Bild zu halten, die ja für sich genommen schon ein unbezahlbarer Spezialeffekt ist. Sonst gibt es leider nicht viel, worüber man in Verzückung geraten könnte: Das Quäntchen Handlung ist nach zehn Minuten hinreichend durchgekaut und macht dann Raum für endloses Gelatsche durch den dunklen Tann. Schauwerte: Fehlanzeige, und das, obwohl mit Dean Cundey erwiesenermaßen ein Meister seines Fachs (u. a. die Carpenter-Klassiker HALLOWEEN, THE FOG, ESCAPE FROM NEW YORK, THE THING und BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA) hinter der Kamera stand (wie auch bei Clarks früheren Filmen). So dauert es bis zum kurzen und leider viel zu schmerzlosen Finale, bis man mit dem kürbisköpfigen Alienmonster endlich mal wieder was zu gucken bekommt. Genrehistorisch erwähnenswert ist WITHOUT WARNING vielleicht für die seinerzeit wohl unvermeidlichen ALIEN-Anleihen (die Opfer, die als „Vorrat“ aufgehängt werden, und die erwähnten Maultaschen, eine Art Quasi-Facehugger) sowie die vorsichtige Vorwegnahme von PREDATOR, dessen Darsteller Kevin Peter Hall auch hier ins Alienkostüm kletterte. Allerdings sollte man das nicht überbewerten, schließlich ist der Plot „Alien läuft durch den Wald und killt Menschen“ nicht so wahnsinnig spezifisch, dass nicht mehrere Menschen unabhängig voneinander auf diese brilliante Idee kommen könnten, ohne Urheberrechtsverletzungsklagen befürchten zu müssen. Mich hat an WITHOUT WARNING vor allem seine Besetzung fasziniert, die ihn fast zum OCEAN’S ELEVEN des Trash macht. Neben den Erwähnten übernehmen auch Neville Brand, Ralph KISS ME DEADLY Meeker und Fernseh- und Synchronstar Larry Storch Klein- und Kleinstrollen. Und hätte Greydon Clark David Caruso in weiser Voraussicht noch eine Sonnenbrillen-Szene ins Script geschrieben, wäre mein Urteil über seinen Film wahrscheinlich ganz anders ausgefallen.

Den Regisseur werde ich trotzdem mal ins Auge fassen, liest sich seine Filmografie doch so, als hätte dieser Mensch viel, viel Spaß in seinem Job gehabt. BLACK SHAMPOO dürfte eine Blaxploitationvariante auf Hal Ashbys SHAMPOO sein, SATAN’S CHEERLEADERS, HI-RIDERS (auch mit Brand und Meeker) und ANGELS‘ BRIGADE haben schon geile Titel, THE RETURN ist nach WITHOUT WARNING wahrscheinlich eh, ähem, Pflicht, JOYSTICKS steht nach der Lektüre von DESTROY ALL MOVIES!!! THE COMPLETE GUIDE TO PUNKS ON FILM ganz weit oben auf meiner Wunschliste und mit THE FORBIDDEN DANCE, jenem Lambada-Film, der ohne den Lambada-Song und ohne die Nennung des Tanzes im Titel auskommen musste, war er ja auch an dem albernen Schwanzvergleich der im Zorn auseinandergegangenen Cannon-Bosse Menahem Golan und Yoram Globus beteiligt. Vielleicht sollte man seine Biografie verfilmen.

In L.A. geht ein Serienmörder um: Nacht für Nacht wird Detective Dave Mooney (Richard Jaeckel) mit fürchterlich verstümmelten Leichen konfrontiert, die auf einen Mörder mit Superkräften hindeuten. Nicht nur sein Chef und die Öffentlichkeit sitzen ihm im Nacken, auch der schriftstellernde Ex-Knacki Roy Warner (William Devane), dessen Tochter eines der Opfer des Killers ist, und der auf eigene Faust Nachforschungen anstellt. Der Hinweis des Pathologen, dass der Mörder wahrscheinlich nicht irdischen Ursprungs ist, verkompliziert die Ermittlungen zusätzlich, zumal der einzige nützliche Hinweis von einer Wahrsagerin stammt (Jacquelyn Hyde) … 

Man darf argwöhnen, dass THE DARK, ein Schnarchfest vor dem Herrn, von Anfang an zum Scheitern verurteilt war: Die Geschichte um einen von seinen Eltern vollkommen isoliert von der Außenwelt aufgezogenen Jungen, der sich nach deren Tod in einen Killer verwandelt, wurde kurz vor knapp in einen Science-Fiction-Stoff um ein mörderisches Alien umgemodelt, weil die Produzenten der Meinung waren, dass sich das besser verkaufe, und Regisseur Tobe Hooper nach nur wenigen Drehtagen durch John „Bud“ Cardos ersetzt (der seine „Meisterleistung“ mit KINGDOM OF THE SPIDER hier jedoch meilenweit verfehlt). Es dürfte nur wenige Filme geben, die einen solchen Fuck-up unbeschadet überstehen und THE DARK gehört definitiv nicht dazu. Die ganze Außerirdischen-Thematik passt – wen wundert’s? –  nicht für fünf Cents zur Atmosphäre oder auch nur zur Handlung des Films, dem man zu jeder Sekunde anmerkt, dass er ursprünglich als düsterer urbaner Serienmörderfilm angelegt worden war und die Änderungen in letzter Sekunde mit dem Feingefühl einer Dampframme eingearbeitet wurden. Das „Alien“ ist ein äffisch wirkender Hüne in Straßenkleidung, der nun nicht gerade die idealtypische Verkörperung einer überlegenen intergalaktischen Spezies darstellt, der er laut dem einleitenden Text angehören soll, und daran ändern auch die in der  Postproduction eingefügten Laserstrahlen nichts, die er nun mit seinen Augen verschießt. Trotzdem ist der Showdown, in dem das Monster ein ganzes Dutzend wild herumballernder Polizisten in einer Industrieruine in die ewigen Jagdgründe schickt, der einsame Höhepunkt eines Films, dessen Lahmarschigkeit in krassem Missverhältnis zur Idiotie des Plots steht.

Es ist ja nicht so, dass man nicht auch aus einer bescheuerten Prämisse einen brauchbaren Film machen könnte: Der gesamte Bereich des Exploitationkinos beruht auf dieser Erkenntnis. Aber dafür muss man dann auch bereit sein, dahin zu gehen, wo es wehtut. THE DARK nimmt sich aber viel zu ernst, verbringt seine Laufzeit von 89 Minuten zu 99 % mit langweiligen Dialogszenen, die einem spätestens ab der Hälfte den letzten Nerv rauben, weil die Charaktere angesichts der Last-Minute-Änderungen sowieso auf verlorenem Posten stehen. Am deutlichsten wird das in der Darstellung Devanes, dessen Warner als heruntergekommener Penner mit Fetthaaren, Stirnband und Sonnenbrille eingeführt wird, dem über dem Tod seiner Tochter erstmal ein satter Rülpser entfährt, der seine Trauer dann aber innerhalb von nur einem Tag verarbeitet hat und zum smarten Verführer und Helden mutiert. Auch den zahlreichen anderen Figuren wird ein Raum zugestanden, den ihre Funktion innerhalb des Plots nie rechtfertigt: Richard Jaeckel hat keinen Plan, Cathy Lee Crosby gibt die obligatorische ehrgeizige Fernsehreporterin, die sich mit Warner verbündet, weil sie in der Story eine Karrierechance wittert (gähn!), ihr Chef und Mentor (Keenan Wynn) verschwindet irgendwann einfach so und ein junger Mann, der von der Wahrsagerin gleich zu Beginn des Films als kommendes Opfer des Mörders identifiziert wird, wird vom Drehbuch völlig vergessen, bevor er dann in den letzten 15 Minutend wieder aus dem Hut gezaubert wird, weil man ja irgendwie zum Ende finden muss. Ein Auftritt von MIAMI VICE-Star Philip Michael Thomas als Leader einer Straßengang schließlich ist völlig pointless, weil man ihm gar nicht erst einen zweiten Auftritt gönnt.

Was hätte man aus THE DARK nicht alles machen können? Gut, will man unbedingt etwas Positives über ihn sagen, könnte man ins Feld führen, dass er sich durch seine Verfehlungen wenigstens von den 1.000 anderen generischen B-Movies unterscheidet, er außerdem exzellent besetzt ist, über einen erstklassigen Score verfügt, der in bester Goblin-Manier keucht, stöhnt und ächzt, und von Shriek Show einen exzellenten Transfer spendiert bekommen hat, der einen unweigerlich an die Redensart denken lässt, die sich um das Verwandeln von Scheiße in Gold dreht. Ach ja, das Coverartwork ist auch ziemlich geil. Sich dieses 90 Minuten lang anzuschauen, ist aufregender als der Film.