Mit ‘Chuck Vincent’ getaggte Beiträge

Nicht immer ist es ganz einfach zu erklären, warum einem bestimmte Filme gefallen. Bei HOLLYWOOD HOT TUBS liebe ich es schon, den Titel leise vor mich hin zu sagen. Ich freue mich  über die bloße Existenz eines solchermaßen betitelten Films so sehr, dass ich gar nicht anders kann, als ihn zu mögen. Er muss eigentlich gar nicht viel mehr leisten, als einfach nur zu existieren. Umso schöner, dass es Pornoregisseur und Teenie-Sexkomödien-Auteur Chuck Vincent tatsächlich gelungen ist, aus einer reichlich fadenscheinigen Prämisse einen Film mit Herz zu zaubern, den ich hier feiern kann, ohne mich dafür verbiegen zu müssen.

Wie es sich für einen solchen Exploitation-Coup gehört, beginnt HOLLYWOOD HOT TUBS mit einem echten Showstopper: Der Betrachter wohnt der in geheimnisvollen Nahaufnahmen aufgelösten Ausführung eines rätselhaften Streiches bei. Nach einigen mysteriösen Minuten entpuppt sich das Handwerk der drei nicht näher identifizierten Jungs als Manipulation des berühmten Hollywood-Schriftzugs: Durch cleveres Platzieren einiger Stoffbanner haben die Vandalen aus „Hollywood“ ein „Hollyweed“ gemacht. Die wahrscheinlich teuerste und deshalb auch minutenlange Einstellung des Films – geschossen aus einem Helikopter – zeigt, dass Vincent diesen Coup nicht etwa per visuellem Effekt realisierte, sondern das Landmark tatsächlich einer Spezialbehandlung unterzog. Auch wenn diese Szene mit dem restlichen Film nur am Rande zu tun hat: Das ist der Spirit, der Exploitation auszeichnet und mir solche Produktionen wie HOLLYWOOD HOT TUBS ans Herz schweißt.

Der Streich dient – das macht es noch besser – als unnötig elaborierte Exposition: Weil die Polizei den Streich bemerkt hat und Shawn (Paul Gunning) nicht das erste Mal auffällig geworden ist, drohen ihm strafrechtliche Konsequenzen. Seine Eltern können das größte Unheil gemeinsam mit dem Bewährungsberater abwenden, indem sie ihrem (für einen Teenie viel zu alten) Sprössling einen Job bei seinem Onkel Al (Stanford Morgan) verschaffen: Der leitet einen kleinen Handwerksbetrieb, der sich auf die Wartung und Reparatur von Whirlpools und anderen Sanitäranlagen spezialisiert hat und Tag für Tag ums Überleben kämpft. Der zunächst unwillige Shawn lernt das Business von der Pike auf – und seine Kollegen zu schätzen. Der große Erfolg naht, als es Jeff (Michael Andrew) gelingt, einen großen Kunden – eben das Spa „Hollywood Hot Tube“ – zu gewinnen.

Der Weg zum großen Geschäftserfolg ist – wie könnte es anders sein? – übersät mit den genreüblichen Stolperfallen sowie reichlich Gelegenheiten für libidinöse Intermezzi und wogende Brüste. Die ganze erste Stunde ist eine muntere Abfolge von „Aufträgen“: Sie führen Shawn meist zu skurrilen Kunden – einem von der Mafia geführten Amüsierbetrieb, einem alternden Horrorfilmstar, dessen Stretchlimousine mit einer Minibadewanne ausgestattet ist, einer Pornodarstellerin – und enden nicht selten in schlüpfrigen Zoten. Die Möglichkeit, ohne allzu große Verrenkungen Titten zeigen zu können, dürfte eine der wesentlichen Motivationen der Produzenten gewesen sein, diesen Film zu machen, umso erstaunlicher ist es, wie viel Liebe Vincent in die Zeichnung seiner Figuren und seine Story gesteckt hat. Der hemdsärmelige Al und seine beiden engagierten Angestellten wuchsen zumindest mir sehr schnell ans Herz, gerade weil ihr Geschäft so durch und durch unsexy ist. Normalerweise widmen sich Filme großen, erfolgreichen Unternehmen oder aber eben irgendwelchen hippen und außergewöhnlichen Start-ups: Hier geht es um einen Handwerksbetrieb, wie er in jeder Stadt dutzendfach existiert. Die vier Überzeugungstäter sitzen in ihrer rammeligen, furchtbar unaufgeräumten Bude nebst Ersatzteillager, fahren mit dem Transporter zu ihren Kunden und kämpfen täglich darum, genug Geld zu erwirtschaften, um alles am Laufen zu halten. Als Al der Unternehmerin Pam (Remy O’Neill) ein Angebot machen soll, druckst er herum, erbittet sich Zeit: Er hat einen Auftrag in dieser Größenordnung noch nie angenommen, was er natürlich nicht zugeben kann. Solchen Realismus sieht man nicht allzu oft in Unterhaltungsfilmen, schon gar nicht in solchen, die auf ihrem Plakat gleich mehrere leicht bekleidete Damen, einen Gorilla und ein Krakenmonster zeigen.

HOLLYWOOD HOT TUBS lässt sich relativ viel Zeit für seine Geschichte, die erst nach einer Stunde wirklich in Gang kommt: Während Al und seine Leute fieberhaft daran arbeiten, den eigentlich viel zu großen Auftragsumfang zu bewältigen, türmen sich die zwischenmenschlichen Konflikte. Shawns Liebschaft mit Kollegin Leslie (Donna McDaniel) gerät in Gefahr, weil sie ihn mit mehreren nackten Frauen in einem Whirlpool erwischt hat – eine Situation, die der eifersüchtige Jeff initiiert hat, um ihm eins auszuwischen. Der wiederum bekommt Streit mit Pam, als er ihr gesteht, dass er etwas gemogelt hat, als er sich um den Auftrag beworben hatte. Ihr Bruder Jesse (Rex Ryon), ein derber Rocker, will ihm dafür aufs Maul hauen, verwechselt ihn aber mit Shawn, dem der Bewährungshelfer nachstellt, der hinter dem Unternehmen von Al unmoralische Umtriebe vermutet. Man kennt das alles aus ca. einer Million anderer Filme und deshalb ist es auch so wunderbar, dass sich Vincent gar nicht lang mit diesen herbeifabulierten Konflikten aufhält. Die Liebe seiner Figuren zueinander ist viel zu groß, als dass sie lange Groll aufeinander hegen könnten und so sind alle Unklarheiten schneller beseitigt, als es dauerte, sie einzuleiten. Das macht Raum für das herrliche Finale, der großen Neueröffnung von „Hollywood Hot Tubs“, wo dann alle Plotfäden zusammenlaufen und das große Tohuwabohu im Stile eines echten Türenstücks ausbricht. Da hetzen die Charaktere dann durch die Flure, platzen mal hier, mal dort hinein, müssen sich peitschender Dominas, ausgebrochener Gummimonster, knipsender Japaner oder grinsenden Burt-Reynolds-Doubles erwehren, während eine Gruppe musizierender Mariachi dazu aufspielt. Der schönste Charakter ist gewiss Jesses Rockerkumpel Warbaby (Michael Ragsdale): Das Riesenvieh mit der Catweazle-Mähne artikuliert sich ausschließlich in rudimentären Grunzlauten, die Jesse jedesmal exakt zu übersetzen weiß. Sehr süß ist aber auch Pams Tochter Crystal (Jewel Shepard), deren auffälligstes Merkmal ihre zwei wie junge Welpen auf- und abhüpfenden Brüste und ein herrlich schwachsinniger Valley-Slang sind. Regisseurin Kate Shea, die in Vincents PREPPIES brillierte, hat als Pornodarstellerin hingegen leider nur einen Kurzauftritt abbekommen. Trotzdem kann ich hier meine Empfehlung aussprechen: HOLLYWOOD HOT TUBS ist ein wunderbares Kleinod aus der VHS-Blütezeit und erfuhr sogar ein Sequel, welches in Deutschland stilecht als DER TURBOGEILE SAUNA-Club veröffentlicht wurde.

 

Der Begriff „Wimp“ gehört in den aktiven Wortschatz eines jeden Metallers: „Wimps and Posers leave the Hall“, sangen die belendenschurzten Hünen von Manowar einst und forderten damit all jene auf, sich zu verkrümeln, die in albernen Barbarenkostümen und Metal mit absurden Fantasy- und Chauvietexten nicht den höchsten Ausweis männlicher Allmacht sahen. In Chuck Vincents WIMPS ist der Begriff allgemeiner gefasst, was auch die größte Schwäche des Films ist – vor allem im Vergleich zu Vincents eigenem, wunderbarem PREPPIES, der als hinreichende Definition und Illustration der titelgebenden Spezies diente und damit – da bin ich mir ziemlich sicher – Inspirationsquelle für WIMPS war.

Nun liegt die Schuld für das Versäumnis nicht allein beim Regisseur, denn der „Wimp“, zu Deutsch: „Weichei“, „Waschlappen“ oder auch „Warmduscher“, ist schon rein optisch viel weniger festgelegt als der „Preppy“, den man zuerst mit einem bestimmten Outfit assoziiert. Während PREPPIES seinen Charme vor allem daraus bezog, seine Protagonisten in all ihrer preppiness liebevoll zu überzeichnen, widmet sich WIMPS einer Figurenkonstellation, die eigentlich ein Standard des Collegefilms ist und die spezifische wimpiness weitergehend vermissen lässt. Protagonist ist Francis (Louis Bonanno), eines der besagten Weicheier, der um Aufnahme in jener Fraternity sucht, in der sein Vater zur lebenden College-Legende wurde. Leider gehen dem blässlichen Spargeltarzan Männlichkeit, Kernigkeit und Sportlichkeit völlig ab und die ritualisierten Demütigungen, die mit seinem Aufnahmegesuch einhergehen, treffen ihn demnach mit voller Härte. Der Gipfel wird erreicht, als vor versammelter Mannschaft ein Video vorgeführt wird, dass die Bewerber beim Onanieren auf dem Wohnheimsklo zeigt: Das bricht dem armen Francis fast das Herz. Doch natürlich wird er Gelegenheit erhalten, sich in seiner vermeintlichen Lappigkeit doch noch als nützliches Mitglied der Wohngemeinschaft zu erweisen: Als die College-Leitung den Beschluss fasst, dass auch Football-Talente über ein Mindestmaß an Bildung verfügen sollten, um einen Abschluss zu erhalten, packt die hohlbirnigen Jocks, mit denen Francis zusammenwohnt, die nackte Angst. Und er soll sie für die Prüfung auf Vordermann bringen. Weil ihm das mit Bravour gelingt, bittet ihn sein Zimmergenosse Charles (Jim Abele), ihm bei der Eroberung der intellektuellen Roxanne (Tracey Adam) zu helfen, die auf Jocks allergisch reagiert …

Spätestens der letzte Satz sollte klar gemacht haben, wo lang der Hase läuft: WIMPS ist eine Neuinterpretation von Edmond Rostands „Cyrano de Bergerac“ mit den Mittel des Teeniefilms. Francis verfasst im Namen von Charles schwelgerische Briefe für die Schöne, souffliert ihm bei Dates und schafft es so, dass sie sich in den gnadenlos eindimensionalen Womanizer verliebt. Die versprochene Gegenleistung für Francis bleibt indes aus: Die heiße Braut, die Charles seinem Helfer in Aussicht gestellt hatte, entpuppt sich als prostituierte Schnapsdrossel, die in der mit Abstand besten Szene des Films Froot Loops mit Dosenbier bestellt – beim Double Date in einem französischen Nobelrestaurant wohlgemerkt -, anschließend in aller Öffentlichkeit blank zieht und dann unter den Tisch kriecht, um ihren „Freier“ zu fellationieren, wobei sie dann besoffen einschläft. Der Rest von WIMPS ist nicht richtig schlecht, aber leider weitestgehend frei von Witz, Tempo oder sonstigen Reizen. Und der Titel ist eigentlich völlig unpassend: Es gibt genau ein Weichei im ganzen Film und dieser Francis ist eigentlich relativ normal. Am Ende stellte ich mir die Frage, ob Chuck Vincent sich bei der Wahl des Titels wirklich nur an seinem eigenen PREPPIES orientierte und sich gnadenlos vergriff oder ob die Titelwahl nicht gar eine latente Kritik enthält: Sind nicht vielleicht die Jocks, die nicht in der Lage sind, ihre Gefühle zu offenbaren und zu diesen auch zu stehen, die wahren Wimps? Ich denke, man kann das so sehen, ohne dem Film allzu viel der Ehre machen zu wollen.

Bliebe nur noch eine Frage: Warum sieht Hauptdarsteller Bonanno auf dem Plakat aus wie 12?

 

 

 

„The film is ranked Number 45 in GamesRadar’s 50 Best Sex Comedies, a list including ANNIE HALL and THE GRADUATE, and in 2013 Complex magazine rated it Number 42 in their 50 Best Raunchy Teen Comedies, above several better known major studio films,“ schreibt die allwissende Wikipedia und enttarnt damit die Einschätzung, ich bespräche hier nur niederen Schund, als böse Unterstellung. Nun ja. Fakt ist zugegebenermaßen auch, dass der hauptberuflich als Pornoregisseur tätige Chuck Vincent PREPPIES ursprünglich für den Playboy-Channel produzierte, der Film dann aber, als solche juvenilen Sexkomödien plötzlich das große Geld an den Kinokassen machten, einen ganz regulären Kinostart erhielt. Seine „wahre“ Bestimmung erkennt man noch daran, dass da zahlreiche Profis in den entsprechend freizügigen Nebenrollen zu sehen sind und sich PREPPIES nicht lang bitten lässt: Der Film ist noch keine fünf Minuten alt, da kommt der geneigte Betrachter in den Genuss einer S&M-Einlage mit diversen barbusigen Schönheiten in Ledergeschirr. Way to Start!

Um kurz den Titel zu erläutern: Als „preppies“ bezeichnet der US-Amerikaner konservative Schnösel aus wohlhabendem Hause, die mit Lacoste-Polohemd in Pastellfarben und um die Schultern geschlungenem Pullover den Country Club oder den Campus des Ivy League Colleges unsicher machen, wobei „unsicher machen“ dem züchtigen Tun des gemeinen Preppies noch deutlich zu viel Ehre macht. Der Preppy hat immer seine Zukunft im Blick, die sich nicht zuletzt auf das Vermögen der Eltern gründet, in deren Fußstapfen er treten und mit denen er es sich deshalb keinesfalls verscherzen will. Es handelt sich beim Begriff um eine Klassenzuschreibung, die sich so nur schwierig ins Deutsche übersetzen lässt: Weder „Popper“ noch „Schickimicki“ trifft es, wenngleich ich meine, in den ekligen BWL- und Jurastudenten, die man bei Wahlveranstaltungen der FDP zu sehen bekommt, deutsche Wesensverwandte des Preppies erkennen zu können. Für die abgebildete Gattung ist PREPPIES ungefähr das, was REVENGE OF THE NERDS für die Nerds war: Wer vorher nicht wusste, was der Begriff bezeichnet, der weiß es danach.

Der Film kreist um die drei Preppies Robert (Dennis Drake), Bayard (Steven Holt) und Marc (Peter Brady Reardon), für die aufgrund schulischer Versäumnisse das letzte Stündlein zu schlagen droht: Wenn sie durch die in wenigen Tagen anstehende Prüfung rasseln, werden sie von dem renommierten College geschmissen, auf dem ihre Väter einst ihre ersten Karriereschritte machten – und das Vermögen, das Robert erben soll, fällt dann seinem fiesen Cousin Blackwell (Leonard Haas) zu. Büffeln ist also angesagt, doch das will Blackwell natürlich verhindern: Er setzt die losen Mädels Roxanne (Nitchie Barrett), Jo (Cindy Manion), Tip (Katie Stelletello) und Suzy (Jo-Ann Marshall) auf die drei Preppies an, damit diese sie von ihren Büchern ablenken …

PREPPIES hat nur wenig echte elaborierte Gags, aber er kann sich ganz auf die wunderbaren Darbietungen seiner Darsteller und ihre grandiosen line readings sowie auf seine pointierten Dialoge und diverse schräge Ideen verlassen. Die drei Streber sind einfach zum Schießen in ihrem Dilemma, die ruhmreiche Anwaltskarriere auf der einen, Sex mit lüsternen Weibern auf der anderen Seite. Sie sind zu bedauern, denn gegen die Raffinesse und die körperlichen Reize der erfahrenen Aufreißerinnen haben sie eigentlich nicht den Hauch einer Chance – wenn da nicht Margot (Katt Shea) wäre, Roberts strenge und humorlose Preppy-Freundin. Gemeinsam mit der dümmlichen Trini (Lynda Wiesmeier), Marcs Perle, nimmt sie den Kampf gegen die losen Schlampen auf, was dann in einer wahnsinnige Sex-Lehrstunde für die völlig unerfahrene Trini kulminiert: In Trockenübungen, mit kreisendem Becken, rudernden Armen und lautem Stöhnen, erläutert Margot der Ahnungslosen, was diese während des Schäferstündchens zu tun hat. Katt Shea ist die eigentliche Entdeckung des Films, absolut perfekt als die hochgeschlossene, verbissene Margot, bei der schon die Wahl ihres Liebhabers eine bedeutende Karriereentscheidung ist. (Sehr vielsagend ist die „Sexszene“, die sie mit ihrem Lover hat und bei der sie ihn hinter der Scheibe einer Terrassentür platziert, durch die er sie dann „anfassen“ darf. Wahnsinn!) Shea sollte später selbst einige Filme inszenieren – STRIPPED TO KILL, STRIPPED TO KILL 2, STREETS und den relativ bekannten POSION IVY mit Drew Barrymore als junger femme fatale – und sogar eine Retrospektive am New Yorker MoMa erhalten, bevor sie sich aus dem Geschäft zurückzog. Toll ist auch Cindy Manion als augenrollende blonde Versuchung Jo: Als die Mädels mit ihren Opfern einen Joint auf dem Herrenklo durchziehen gerät sie angesichts des Pissegeruchs und der Vorstellung, dass sich Männer am Urinal auf die Finger pinkeln, in Wallung. Super ist aber auch die Szene, in der sich Roxanne unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zugang zu Roberts Elternhaus verschafft – sie behauptet einfach, eine Freundin von „Archibald“ zu sein – und den fassungslosen Jungs dann einen Pornofilm um eine Gurkenfarm vorführt. Mein Favorit unter den Preppies ist Marc, der von Reardon als ständig unter sexuellem Druck stehender Jammerlappen interpretiert wird. Einmal verdingt er sich als Lustspender für seine Freunde: Während er in schwüler Rhetorik vom heißen Sexabenteuer spricht, den er uns seine Kumpels nicht hatten, sieht man, wie da langsam aber sicher drei Zelte unter den Bettdecken errichtet werden. Leider trat Reardon nie mehr in Erscheinung: PREPPIES ist sein einziger Film geblieben.

PREPPIES erschien in Deutschland unter dem Titel PREPPIES – DIE SCHRILLEN 3 VOM COLLEGE bei Toppic auf Video, dürfte hier aber kaum zur Kenntnis genommen worden sein. Ich hatte noch nie von ihm gehört, bevor ich im wunderbaren Schmöker „Teen Movie Hell“ von ihm las. Umso schöner, ihn jetzt unter einem Stein im Wald entdeckt zu haben. Der Film lässt vielleicht die attraktiven Settings, spektakulären Set-Pieces und den Hit-Soundtrack anderer, populärerer Teeniekomödien jener Zeit vermissen, aber er beweist Inspiration, Herz und hier und da gar unerwartete sophistication. Für seine Darsteller war er dennoch eine Sackgasse: Kaum einer von ihnen trat danach noch groß in Erscheinung. Mit Ausnahme der weiter oben erwähnten Profis, für die PREPPIES eine schöne Abwechslung gewesen sein dürfte.