Mit ‘Joe Spinell’ getaggte Beiträge

Die Zweitsichtung dieses Wunderwerks, diesmal nicht im Heimkino, sondern auf der großen Leinwand in wunderschönem, entspanntem Rahmen, mit einem Publikum, dessen tosender Schlussapplaus erahnen ließ, dass der farbenfrohe Unfug da oben manches Herz erobert hatte. Es ist aber auch wahrlich schwer, sich der einlullenden Liebenswürdigkeit des Films zu entziehen, so schwer, dass selbst der abgebrühteste Zuschauer irgendwann die Waffen strecken und sich dem vor seinen Augen entfachten Zauber ergeben muss. Nie zuvor habe ich einen Film gesehen, in dem die Protagonisten – Pilotin Stella Star (Caroline Munro), Navigator Akton (Marjoe Gortner) und der treue Roboter Elle (Judd Hamilton) – so viel platonische Zuneigung für einander übrig haben, an einen Konflikt zwischen ihnen ist noch nicht einmal im Entferntesten zu denken. Sie lieben und verehren sich, und kein einziger böser Gedanke kommt ihnen in ihrer harmoniebeseelten Stimmung in die Quere. Immer wieder versichern sie sich ihren Respekt und ihre Sympathie, bedanken sich artig für die Hilfe des anderen, loben sich für die geleistete Arbeit und freuen sich wie kleine Kinder, wenn sie mal wieder eine besonders aussichtslose Situation gemeistert hat. Es ist klar, dass der böse Zarth Arn (Joe Spinell), der seine gesichtslosen Vasallen immer nur im Befehlston anblafft, keine Chance gegen so viel bedingungslose Liebe hat. Als Akton stirbt, überwiegt nicht die Trauer darüber, nun Abschied von seinen Freunden nehmen zu müssen, nicht die Angst vor dem Unbekannten, das ihm bevorsteht, sondern unendliche Dankbarkeit für die gemeinsam erlebten Abenteuer. Und wahrscheinlich zeigten viele der Zuschauer mit laufender Spielzeit des Films einen ähnlich entrückt-beseelten Gesichtausdruck wie der gute Akton. Mein Grinsen wurde jedenfalls immer breiter, und als der Emperor (Christopher Plummer) am Schluss mit der Seelenruhe, die nur ein Herrscher des Universums aufbringen kann, der schon alles gesehen hat, verkündet, dass nach der in letzter Sekunde abgewendeten Gefahr alle erst einmal wieder entspannen können, da wäre ich am liebsten für immer in meinem Sessel sitzengeblieben. STARCRASH ist, da muss ich der So-bad-it’s-good-Fraktion leider rüde übers Maul fahren, einer der schönsten Filme ever, ein absoluter Rausch, buchstäblich von einem anderen Stern, aus einem anderen Bewusstseinszustand zu uns herübergebeamt. Ein Film, mit dessen Protagonisten man sich anfreunden will, den man zum Kuscheln am liebsten mit ins Bett nehmen möchte. Oder, weil das natürlich etwas unpraktisch ist, wenigstens Stellar Star in ihrem geilen Fetischfummel, ihr wisst, was ich meine.

Immer wieder erstaunlich, wie sich Filme über die Jahre und mit wiederholten Sichtungen verändern. MANIAC war für mich immer unglaublich brutal, unbarmherzig, furchteinflößend und deprimierend. Verantwortlich dafür waren vor die realistischen und detaillierten Splattereffekte von Tom Savini, aber natürlich auch andere Aspekte: das glaubwürdige Spiel Joe Spinells, der gleichermaßen kalte wie tmelancholische Score von Jay Chattaway, Lustigs effiziente, suggestive Inszenierung sowie Details wie etwa das brillante Set-Design. Das alles summierte sich zu einem Film, der auf Plot weitestgehend verzichtete, um stattdessen einen unverstellten Blick auf „Leben und Werk“ eines psychopathischen Serienmörders zu gewähren. Ein unangenehmer, schmerzhafter Blick.

Nun, vor allem die Wirkung der Effekte hat sich über die Jahre dann doch etwas abgeschliffen. Zu viel habe ich schon gesehen, zu durchsichtig ist aus heutiger Sicht ihre Technik, als dass sie noch so unmittelbar wirken könnten, wie sie dies taten, als ich den Film mit 18, 19 Jahren zum ersten Mal sah und er mir einen heftigen Hieb in die Magengrube verpasste. Und die meisterliche Suspense-Sequenz um die Krankenschwester, für mich immer noch eine der bestinszenierten und effektivsten der Horrorgeschichte (die Alexandre Aja dann auch in HAUTE TENSION referenzierte), kenne ich mittlerweile einfach zu gut, um noch wie damals die Panik des verfolgten Opfers 1:1 nachvollziehen zu können, vor dem Fernseher ähnliche Ängste auszustehen wie die junge Frau, die sich in einer Bahnhofstoilette versteckt und verzweifelt versucht, keinen Laut von ishc zu geben, während sie fast wahnsinnig wird. Aber es ist längst nicht nur eine gewisse Abnutzung, die dafür sorgte, dass ich MANIAC diesmal ganz anders gesehen habe als bei den vergangenen Sichtungen.

Mehr als der reine Terroraspekt trat diesmal für mich die psychologische Ebene des Films in den Vordergrund, die Zeichnung von Frank Zito, Joe Spinells Serienmörder, und damit vor allem die Tragik, die diesen Charakter umgibt. Dass der sehr differenziert gezeichnet wird, war mir zwar auch schon vorher aufgefallen, aber das hatte bislang nie ausgereicht, um meine Aufmerksamkeit ganz einzufangen. Das beginnt schon mit der Szene gleich nach dem Auftakt-Doppelmord am Strand, in der Zito aufsteht und im Spiegel die Narben an seiner Brust begutachtet: Später wird er eine Zigarette an der Brust einer seiner Schaufenster-Puppen ausdrücken, während er Zwiesprache mit seiner Mutter hält. Spätestens da ist dann klar, dass dieser Mann als Kind von seiner Mutter brutal misshandelt wurde. Es gibt aber noch  einen sehr deutlichen Hinweis, der mir seltsamerweise nie zuvor aufgefallen ist – möglicherweise, weil die bisherigen Fassungen immer deutlich dunkler waren als die Bluray-Disc: Als Zito die Prostituierte erdrosselt, zeigen einige kurze Aufnahmen nicht ihr Gesicht, sondern das seiner Mutter, die man vorher auf einem Foto in seiner Wohnung gesehen hat. Jeder Mord ist eine Rache an der Frau, die ihn zu dem machte, was er heute ist. Eine Rache, die natürlich folgenlos bleiben muss: Zito wird seine Mutter niemals loswerden, egal wie oft er sie auch umbringt.

Dieses Schicksal ist umso trauriger, als man in seinen Szenen mit der Fotografin Anna D’Antoni (Caroline Munro) sieht, dass er eigentlich ein sehr liebenswerter Mann sein könnte – wie er da im Anzug und mit gestriegeltem Haar in ihrem Fotostudio sitzt, auf dem Schoß den Teddybären, den er ihr als Geschenk mitgebracht hat, möchte man ihn fast in den Arm nehmen. Das ist übrigens noch so etwas, das mir aufgefallen ist: Wie streng Lustig seinen Film in zwei Hälften gliedert, die vom Ton sehr unterschiedlich sind. In der ersten zeigt er den Killer auf der Jagd, reiht mehrere Morde aneinander, konzentriert sich auf das „Monster“, in der zweiten lässt er die Frau auftreten, die die Bestie vorübergehend zu bändigen in der Lage zu sein scheint. Er entwirft eine Art Utopie, weckt die Hoffnung auf eine mögliche „Heilung“, deren letztlich zwangsläufiges und unabwendbares Platzen die unauflösbare Gefangenheit seines Protagonisten erst greifbar macht – und Zitos Freitod mithin unumgänglich. Diese Entwicklung, der Übergang von der nummernhaften Dramaturgie der ersten 40 Minuten, die die Zwänge aufzeigt, denen Zito unterliegt, zu einer „erzählerischen“ zweiten Hälfte, die jedoch ins Leere laufen muss, ist der eigentliche Geniestreich Lustigs: Ein normales Leben ist für Zito nicht möglich. Es gibt keine „Erzählung“ für ihn jenseits der endlosen Abfolge austauschbarer Nächte und Morde. Murmeltiertage für den Maniac.

Der Versuch einer kurzen Inhaltsangabe muss hier scheitern, denn OPERATION WARZONE ist ein Vietnamkriegsfilm der ganz brisanten Themen. Es geht um korrupte Militärs, um die Interessen der Waffenlobby, die den Bemühungen der Armee, den Krieg zu einem Ende zu bringen, diametral entgegenstehen, um Waffendeals, Geheimdienstler, Codenamen und streng geheime Koordinaten. Und um den einfachen Soldaten, der zufällig in diese ganze Sache hereingezogen wird und plötzlich feststellt, dass er Feinde in den eigenen Reihen hat.

Aus dieser ambitionierten Handlung hätte ein Regisseur wie Sidney Pollack sicher einen brisanten Politthriller gestrickt, Tony Scott einen paranoiden Hochglanz-Actionthriller und Steven Soderbergh einen seiner komplex verschachtelten Ensemblefilme mit George Clooney als Präsident und Autor Stephen Gaghan als Verschwörungslieferant. Dummerweise fand sich auf dem Regiestuhl aber nur David A. Prior ein, der eigentlich nur drei Arten von Szenen kennt: 1. Männer gehen durch den Wald (eventuell mit Dialog). 2. Ein Mann sitzt an einem Tisch, ein anderer kommt rein/ruft an, beide reden. 3. Schießerei. Der nicht nur für die Protagonisten verwirrenden Geschichte zu folgen, gestaltet sich daher mehr und mehr als schwierig, zumal man wie immer bei Prior von zahlreichen Nebensächlichkeiten abgelenkt wird (daran erkennt man den wahren Kinomagier!). Das herbstliche Mischwäldchen, das als Stand-in für den vietnamesischen Regenwald herhalten muss, weckt lebhafte Erinnerungen an das Pilzesammeln am Niederrhein vergangenes Ostern oder auch an die Klassenfahrt anno ’86, als es zur schönen Biggesee-Talsperre bei Olpe ging. Ein toller Zeitvertreib (jedenfalls mehr als der Film selbst) ist es auch, den zahlreichen Soldatendarstellern lustige Spitznamen zu geben oder sich darüber zu wundern, was Fritz Matthews – in Priors DEADLY PREY und HELL ON THE BATTLEGROUND noch ein vom Olymp herabgestiegener Hilfstitan mit amtlichen Prolo-Allüren – dazu bewogen hat, sich hier einen Anglerhut aufsetzen zu lassen, mit dem auch Clint Eastwood aussähe wie ein geistesschwacher Wurmverkäufer. Oder sich zu fragen, ob es wirklich keine bessere Archivmusik gab, als den fünftklassigen Abklatsch von Wham!s „Wake me up before you go-go“, der da über rammdösiges Durch-den-Wald-Latschen, aber auch über wüste Schießereien gelegt wurde und die sich nicht einstellende Stimmung ähnlich gnadenlos killt. So ähnlich wie das Bekenntnis der wunderschönen Frau, die man nach langem Graben endlich zum Date überreden konnte, sie wähle NPD und stehe auf die Musik von Pur und Mark Medlock.

Einsames Trumpf-As des Films ist da natürlich Joe Spinell (laut Vorspann „Spinnell“), der Prior schätzungsweise zwei Stunden zur Verfügung stand, während derer der immerhin ca. vier Minuten Material für seinen Film drehte. Der Ex-Maniac absolviert einen jener für diese Art von Videothekentrash typischen Auftritte, sitzt in allen Szenen in seinem Büro vor dem Star Spangled Banner, unterzeichnet Dokumente, empfängt Anrufe und Diplomaten zum Gespräch oder überwacht die Sekretärin bei der ordnungsgemäßen Bedienung des Reißwolfs, bevor sie für ihn die Bluse lüpft. Highlight seiner Minirolle, die ihm trotzdem den obersten Casting-Slot bescherte, ist jene Szene, in der er ohne jede Erklärung mit einer fetten Sonnenbrille an seinem Schreibtisch sitzt. Das mag sich jetzt nicht nach allzu viel anhören, aber wenn man sich der ja auch irgendwo ziemlich traurigen Aufgabe verschrieben hat, die ausgestoßenen Missgeburten des Filmbisseness zu würdigen, ist man dankbar für jeden Brotkrumen, der einem vor die Füße geworfen wird. Abenteuerlich auch das Finale, bei dem mittels mies einkopierten Allerwelts-Archivmaterials und eines um Seriösität arg bemühten Voice-over-Kommentars klar gemacht wird, dass die gezeigten Ereignisse als filmische Approximation eines wichtigen Wendepunkts im Vietnamkrieg verstanden werden sollten. Ob es sich bis zu Prior rumgesprochen hat, dass seine Landsleute den Krieg verloren haben? Ich habe meine Zweifel.

Die beiden Weltraumschmuggler Akton (Marjoe Gortner) und Stella Star (Caroline Munro) werden von dem intergalaktischen Polizisten Thor (Robert Tessier) und seinem Roboterhelfer Elle (Judd Hamilton) gefangen genommen und erhalten vom Emperor (Christopher Plummer) einen Auftrag: Sie sollen die Vernichtungswaffe des bösen Zarth Arn (Joe Spinell) finden und zerstören und auf der Suche Ausschau nach Simon (David Hasselhoff), dem Sohn des Kaisers, halten, der mit seinem Raumschiff Opfer eines Angriffs des Schurken geworden war …

Viel hatte ich von diesem Film gehört, jetzt habe ich ihn endlich gesehen, und, oh boy, das Warten hat sich gelohnt, denn STARCRASH dürfte wohl eines der beknacktesten jener Science-Fiction-Märchen sein, die im Gefolge von Lucas‘ Sternenoper die Kinos fluteten, aber gleichzeitig wahrscheinlich auch das wildeste, bunteste, psychedelischste und schlicht und ergreifend schönste – lediglich Mike Hodges‘ FLASH GORDON stellt noch ernsthafte Konkurrenz für ihn dar. Gleich zu Beginn beschleunigen Stella Star und Akton ihr Raumschiff auf Hyperspeed und anscheinend wird davon auch Cozzis Film erfasst, denn der jagt in den folgenden 90 Minuten von einem irrwitzigen Set Piece zum nächsten, ohne auch nur mal kurz Luft zu holen oder innezuhalten und sich zu fragen, ob das alles noch Sinn ergibt. Ein kurzer Abriss gefällig? Das Raumschiff von Simon wird von „roten Monstern“ (eigentlich eher rote Blubberblasen, die per Doppelbelichtung über das Bild gelegt werden) zerstört, Schnitt zu Akton und Stella, die von der Polizei verfolgt werden. Beide finden das führerlos treibende Raumschiff und bergen einen Verwundeten, der von den roten Monstern faselt, bevor Stella und Akton dann von der Polizei geschnappt und zu Strafarbeit verdonnert werden. Stella arbeitet in einem Reaktor, zettelt aber nach nur wenigen Stunden eine Meuterei an, sodass sie entkommen kann und schließlich in einem Maisfeld von einem Raumschiff abgeholt wird: An Bord sind wieder ihre Ankläger, die es sich jedoch anders überlegt zu haben scheinen, und ihr und Akton nun den oben beschriebenen Auftrag erteilen. Die Suche nach den Überresten des Raumschiffs führt Stella und Elle erst an einen Strand, wo sie von berittenen Amazonen gefangen genommen werden und schließlich vor einem riesigen Roboter fliehen müssen. Die nächste Reise führt auf einen Eisplaneten, wo Elle und Stella sich einschneien lassen müssen und nur von Elles Roboterenergie am Leben gehalten werden können. In einer Höhle findet Stella am Schluss schließlich den Prinzen Simon, der beiden im Kampf gegen Zarth Arn hilft, alles explodiert, Ende.

Diese rasante Aneinanderreihung von Episoden wird vor allem durch den Look des Films zusammengehalten: Als habe ihm eine Low-Budget-Version von 2001: A SPACE ODYSSEY vorgeschwebt, kleistert Cozzi nämlich jede Einstellung mit preisgünstigen Spezialeffekten zu – Rückprojektionen, Doppelbelichtungen, Stop-Motion, Miniaturmodelle – und hüllt seine Protagonisten in die neueste Fetischmode: alles, was das Nerdherz begehrt. Die Effekte sind natürlich ziemlich fadenscheinig und leicht zu durchschauen, doch tut das ihrem Gelingen keinen Abbruch, im Gegenteil: Die Ästhetik von STRACRASH unterstreicht das Artifizielle des Films, markiert ihn als Popfantasie und verleiht ihm erst seinen surreal-psychedelischen Charme, der jede Kritik an technischen Unzulänglichkeiten als das Geläster herzloser Erbsenzähler erscheinen lässt. Wer will sich denn allen Ernstes über mäßige Spezialeffekte beklagen, wenn unterm Strich ein Ergebnis wie eben STARCRASH herauskommt, ein Film, dem man die Liebe, Begeisterung, den Enthusiasmus und die ungezügelte Fabulierfreude seines Machers in jeder Sekunde anmerkt? Cozzi hat sich seine Vision nicht von miesepetrigen Machbarkeisterwägungen kaputtmachen lassen und das sollte man meines Erachtens entsprechend würdigen, als ihn mit nüchtern durchgerechneten Hochglanzprodukten zu vergleichen, deren Macher sich für das Budget von STARCRASH wahrscheinlich noch nicht einmal aus ihrem Bett erhoben hätten. Viel zu viele Filme kranken an fehlendem Mut, an der Abwesenheit jeglichen Wahnsinns und vor allem an der über allem stehenden technischen Perfektion, die doch oft ziemlich langweilig ist – wenigstens aber nicht allein einen guten Film ausmacht. STARCRASH ist mit seinem herrlichen kreativen Chaos ziemlich heilsam und mir tausendmal lieber als der inspirations- und kantenlos runtergekurbelte, dafür aber mit absurden Riesenbudgets aufgemotzte Retortenkäse, der einem heute als Eventkino verkauft wird.

Jaja, ich weiß, auch das ist im Grunde eine ziemlich miesepetrige und kulturpessimistische Haltung, aber wenn ich sehe, wie STARCRASH allerorten verlacht wird – selbst auf Seiten, von denen man eigentlich mehr erwarten könnte -, dann ruft das bei mir eben entsprechende Reflexe hervor. Ich finde es einfach nur traurig, wie die zunehmende Perfektionierung von Spezialeffekten den kindlichen sense of wonder fast völlig abgetötet hat: Dass man Kino – und Fiktion überhaupt – mit der suspension of disbelief begegnen, dass man dem Erzähler mit einem Vertrauensvorschuss begegnen, sich ihm überantworten sollte, diese Bereitschaft scheint ziemlich aus der Mode gekommen. Schade, schade, schade, denn lässt man sich auf Cozzis STARCRASH ein, nimmt man ihn mit seiner wahnwitzigen Ausstattung, seiner Krachbummpeng-Dramaturgie, seinen haarsträubenden Dialogen und seinen Netzhaut-ablösenden Spezialeffekten at face value, fährt man eindeutig besser – und darf sich auch mit 35 mal wieder wie ein staunender Sechsjähriger fühlen, der noch ein ganzes Leben voller Abenteuer vor sich hat: Vielleicht ja eines als Weltraumschmuggler mit einer Stella Star oder, für die Damen, einem schmucken Akton im Arm. Wer wird da nicht schwach?