Mit ‘John Carradine’ getaggte Beiträge

Das kalifornische Kleinstädtchen Chestnut Hills wird von einer Mordserie erschüttert. Der ambitionierte, aber naive Journalist Richard Clark (Donald Grant) wird an den Ort der Verbrechen geschickt ­– vor allem, um ihn in seinem Flehen nach einer Chance ruhigzustellen.  Doch er kommt einer Sensation auf die Spur: Ein Monster geht um, stürzt sich aus den Wandschränken der Wohnhäuser auf seine nichts Böses ahnenden Opfer. Der Wissenschaftler Dr. Pennyworth (Henry Gibson) vermutet eine außerirdische Intelligenz hinter dem Ungetüm, doch sein Versuch der Kontaktaufnahme endet mit seinem Tod, und auch die Waffen der Armee können nichts ausrichten. Die USA gehen vor dem Monster auf die Knie, alle Hoffnung scheint vergebens, doch dann richtet die tapfere Diane (Denise DuBarry) via Fernsehen die entscheidenden Worte an die Nation: „Destroy all closets!“ …

Um das putzige Videocover des Films, der in Deutschland ÜBERFALL IM WANDSCHRANK hieß, vollführte ich in meiner Jugend das ein oder andere Tänzchen. Dass ich mir den Film nie ausgeliehen habe, obwohl ich ihn in „meiner“ ersten Videothek (Gott habe sie selig) ständig Pro und Contra abwägend in der Hand hielt, war wohl seiner wenig verlockenden 16er-Freigabe geschuldet. Mein damaliges Bedürfnis nach echtem Horror hätte MONSTER IN THE CLOSET wohl tatsächlich nicht gestillt, aber ich vermute, dass ich ihn trotzdem geliebt hätte: Die Troma-Produktion ist eine lupenreine Parodie auf die Monsterfilme der Fünfzigerjahre und erinnert in ihrem Humor manchmal an die damals noch ungebrochen populären ZAZ-Filme. An der inszenatorischen Ungeschliffenheit erkennt man die Handschrift der Produktionsfirma aus New Jersey, doch glücklicherweise verzichtet Regisseur Dahlin auf das an diesen oft nervende Dauerfeuerwerk infantiler Tabubrüche. MONSTER IN THE CLOSET ist den Vorbildern angemessen eher naiv und brav, bemüht sich erfolgreich, das Bild eines Amerikas zu zeichnen, das durch die Gefahr eines tapsig umherstolpernden Monsters aus dem Wandschrank vereint wird.

Schon die inspirierte Besetzung zeigt die Liebe der Beteiligten: Der immer gern gesehene Henry Gibson gibt den Wissenschaftler als zerstreutes Albert-Einstein-Lookalike, der ledergesichtige Claude Akins spielt den stets Kautabak in das nächste verfügbare Gefäß rotzenden Sheriff, Donald Moffat hat offensichtlich großen Spaß an seinem wüst fluchenden Armeechef, kleinere Opferrollen werden von John Carradine, Stella Stevens (standesgemäß oben ohne) und Altman-Regular Paul Dooley veredelt. Hauptdarsteller Grant ist mit seiner Achtzigerjahre-Hornbrille ein denkbar glattes Love Interest, weshalb der Schlussgag – „It was beauty killed the beast“ – als besonderer Geniestreich angesehen werden muss. Der Witz des Films ist zugegebenermaßen nur selten wirklich einfallsreich und schon gar nicht brillant – ein Running Gag sind die Datums- und Zeiteinblendungen, die sich nie auf ein Format einigen können –, aber immer auf sehr sympathische Art und Weise quirky: Er passt einfach zum hingeworfenen Charme des Films. MONSTER IN THE CLOSET ist guter Stoff für zwischendurch: Wenn man keine Sensation erwartet, ist er eine positive Überraschung. So wie der Auftritt des FAST & FURIOUS-Beaus Paul Walker, der hier als bebrillter und akkurat gescheitelter, ca. 13-jähriger Physik-Streber namens „Professor“ zu sehen ist.

Als die Schriftstellerin Lauren Cochran (Robin Groves) von Panikattacken heimgesucht wird, beschließt sie zur Erholung aufs Land zu reisen. Dort mietet sie sich in einem alten Landhaus ein, an dass sie sich merkwürdigerweise erinnert, ohne jemals dort gewesen zu sein. Merkwürdige Dinge passieren, Menschen sterben: Die Geschichte des Hauses, das einst Schauplatz eines grausamen Verbrechen war, und die Geschichte Laurens scheinen eng miteinander verwoben …

Der bis jetzt – Blue Underground hat sich erbarmt und den Film als DVD und Blu-Ray veröffentlicht – relativ rare (und in Deutschland auf Video geschnittene) THE NESTING ist der seltene Fall eines reflektierten Haunted-House-Films. Weston lässt nur wenig Zweifel daran, dass es die psychischen Probleme Laurens sind, denen das metaphysische Treiben des Films entpringt, holt das, was im Geister- und Spukfilm sonst tief im Subtext vergraben ist, an die Oberfläche und lässt die Geschehnisse im Landhaus als das Ergebnis der tiefenpsychologischen Vorgänge Laurens erkennen, als bildliche Repräsentationen ihrer persönlichen Traumaverarbeitung. Lauren muss sich ihren verschütteten Erinnerungen, die sich eben als Spukgestalten manifestieren, stellen, um ihre Krise zu bewältigen und „weitermachen“ zu können. Doch so zeitgemäß diese Ausrichtung des Films auch ist,  die betriebene Entmystifizierung ist in gewisser Weise das Problem des Films, weil er nach etwa der Hälfte seiner Laufzeit aufhört, ein Horrorfilm zu sein, ohne jedoch dessen Funktionsweisen und Mechanismen konsequenterweise ganz über Bord zuwerfen.

So fällt es zunehmend schwer, mit Lauren als „Opfer“ Mitleid zu empfinden, weil sie – eigentlich eine intelligente Frau – einfach unfähig ist, zu erkennen, was um sie herum passiert. Dass in der Folge der von ihr gegen den Rat ihres Psychotherapeuten eingeschlagenen Konfrontationstherapie gleich mehrere Menschen zum Opfer fallen, scheint sie nicht wirklich zu tangieren, und die Hartnäckigkeit, mit der sie Landbevölkerung in ihre Probleme mit hineinzieht, ist auch nicht gerade als rücksichtsvoll zu bezeichnen. Der Zuschauer ist der Protagonistin, den ganzen Film über einen Schritt voraus, nur sorgt das nicht für Spannung, sondern dazu, dass man die Fehlentscheidungen und -schlüsse Laurens mehr und mehr verärgert zur Kenntnis nimmt. Das ist vor allem deshalb sehr schade, weil THE NESTING einen sehr effektiven Spannungsaufbau aufweist, in der ersten Hälfte zudem einige kreuzunheimliche Szenen hat und von Weston mit einigen feinen Regieeinfällen ausgestattet wurde. Der kreative Einsatz der Tonspur wäre hier vor allem hervorzuheben, aber auch sonst überrascht der Film mit einer handwerklichen Klasse, die ich von Weston, der früher Pornofilme drehte und unter anderem den ziemlich abgefahrenen EVILSPEAK machte, nun nicht unbedingt erwartet hatte. Vielleicht steht der Begeisterung nur meine Erwartung im Wege, weil ich zugegebenermaßen nicht unbedingt einen geschmackvollen Psychoschocker auf der Rechnung hatte, sondern eher auf einen unheimlich-blutigen (nicht unheimlich blutigen) Schocker eingestellt war. Als solcher enttäuscht THE NESTING vor allem, weil er nach genannt gutem Aufbau einfach nichts mehr hinzuzufügen hat. Das Finale etwas kann ich nicht anders als als antiklimaktisch zeichnen. Und so sehr es im Rahmen der Geschichte auch Sinn macht, ein Horrrofilm, der es versäumt, dem Zuschauer am Ende nochmal einen mitzugeben, hat etwas falsch gemacht. Trotzdem: sehenswert.

In einem Collegestädtchen landet ein Raumschiff mit den drei außerirdischen Wissenschaftlern Dr. Kozmar (John Carradine), Dr. Zarma (Julie Newmar) und Cora (Tina Louise) an Bord. Diese brauchen frisches Teenagerblut, um ewige Jugend zu erlangen. Vor Ort engagieren sie die beiden Tankwärter Fred (Aldo Ray) und Kurt (Neville Brand), um ihnen das Frischfleisch zu besorgen. Ein Baggersee hält zahlreiche leichtbekleidete Opfer bereit …

EVILS OF THE NIGHT, dessen Geschichte Rustam so toll fand, dass er sie zwei Jahre später mit EVIL TOWN gleich nochmal erzählte, vertritt jene Spielart US-amerikanischer Exploitationfilme, die sich gar nicht erst lang damit aufhält, auf Seriosität zu machen, sondern sich gleich beherzt mitten in die Jauche begibt. Den oben genannten (abgehalfterten) Stars auf Seiten der Schurken werden die typischen Pornoaktricen auf Opferseite gegenübergestellt (u. a. Amber Lynn und Crystal Breeze), die dann auch die dringend notwendigen hohlen Dialogzeilen erhalten. Überhaupt ist Dummheit die menschliche Eigenschaft, die den Film überhaupt am Laufen hält. Schon das fröhliche Nacktbaden zu Beginn hält einige Überraschungen bereit, so etwa einen jungen Mann, der zwei Lesben in Anwesenheit der nur wenige Schritte entfernten eigenen Freundin beim gegenseitigen Einölen der Brüste bespannt und einen lustigen Jokus zweier besonders einfältiger Jocks, die eine blonde Schönheit damit zu becircen gedenken, dass sie ihr glibberige Algen über den Bauch reiben und in ihre Badehose stecken. Dazu läuft ein schrecklicher 80s-Popsong namens „Boys will be Boys“, der das ausgelassene Treiben untermalt und auf dem so viel Hall liegt, dass man das Gefühl hat, ihn zweimal gleichzeitig zu hören. Hallo, Echo?

Auf diesem Niveau geht’s munter weiter, sodass ein Großteil der Handlung von EVILS OF THE NIGHT logischerweise darin besteht, dass die Protagonisten sinnlos im Wald sitzen und darauf warten, dass einer nach dem anderen verschwindet. Die Notgeilheit nimmt pathologische Züge an, wenn ohne jede Lichtquelle im dunklen Tann herumgevögelt wird oder Charaktere auch schonmal in ein leerstehendes Haus einbrechen, um dann aber nicht etwa das Schlafzimmer aufzusuchen, sondern sich gleich auf dem Fliesenboden in der Eingangshalle ineinander zu verbeißen. Irgendwann wird das verbleibende Trio aus zwei besonders dummen Frauen und einem besonders notgeilen Typen von Fred und Kurt geschnappt und in der Garage festgebunden. Die dümmste Tussi kann sich zwar befreien, weiß dann aber nicht weiter: Als Kurt bemerkt, was passiert ist, läuft sie ziel- und kopflos vor ihm weg und reagiert auf die Befehle des noch festgebundenen Freundes, nach irgendwas zu greifen und als Waffe zu benutzen, gedankenschnell, indem sie allen möglichen nutzlosen Tand greift und nach dem Peiniger wirft, ohne ihm auch nur einen Kratzer zuzufügen. Die Szene endet in einem sogar recht unangenehmen Bohrmaschinenmord, bevor sich das Spielchen dann mit der anderen Tussi fortsetzt. Aber die Blödheit der Menschen ist tröstlich, weil auch die Außerirdischen ziemlich dämlich sind: Enttäuscht über die schwache Opferausbeute, gesteht Dr. Kozmar einen folgenschweren Fehler ein. Zwar sei der Ort vom Computer für seinen hohen Anteil an Studenten im richtigen Alter ausgewählt worden, man habe aber schlicht und ergreifend die Sommerferien vergessen. Shit happens!

Butler House, ehemals Familienwohnsitz der Famile Butler, das nach einer Tragödie in eine Irrenanstalt verwandelt wurde, bevor auch der Hausherr Wilfred Butler unter mysteriösen Umständen ums Leben kam, soll verkauft werden. Als erst ein Insasse einer nahe gelegnene Anstalt entkommt und wenig später John Carter (Patrick O’Neal), der den Verkauf im Auftrag des Besitzers Jeffrey Butler (James Patterson) vollziehen soll, in Butler House von einem Unbekannten ermordet wird, werden alte Wunden wieder aufgerissen. Gemeinsam mit der Tochter des Bürgermeisters, Diane Adams (Mary Woronov), will Jeffrey das Rätsel um das Haus seiner Ahnen lösen …

SILENT NIGHT, BLOODY NIGHT ist ein recht typischer Vertreter des amerikanischen B-Horrors der Siebzigerjahre: Ohne auf große Schauwerte oder Stars zurückgreifen zu können, tischt Regisseur Gershuny eine saftig-makabre Geschichte um Inzucht, Wahnsinn, Massenmord und Rache auf, die er in geschliffen schmucklosen Bildern auf die Leinwand wirft. In einigen Szenen kommt dabei ein gerüttelt Maß morbider Stimmung auf: Die Suspense- und Horrorszenen sind durchaus gut gelungen, leben von der schön eingefangenen Atmosphäre in dem düsteren Haus und zaubern dem geneigten Betracher einen Anflug von Gänsehaut ins Dekolleté, ein paar komische Einfälle – deren Sinn sich erst mit der Auflösung erklärt – verleihen dem Treiben eine willkomene individuelle, exzentrische Note. So absolviert Horroraltmeister John Carradine seinen Part als Zeitungsmann Towman komplett stumm und meldet sich lediglich durch Betätigung einer Tischklingel, wie man sie von Hotelrezeptionen kennt, zu Wort, was vor allem in einer längeren Besprechungsszene zu Beginn des Films ziemlich lustig und unerwartet rüberkommt – eben weil man keinerlei Anhaltspunkt hat, warum er das tut. Auch die Story, in die man wirklich alles reingepackt hat, was es an menschlichen Abgründen so gibt, weiß zu gefallen, nur leider hapert es ganz massiv am erzählerischen Talent, diese Story adäquat auf die Leinwand zu bringen. Und hier bin ich dann auch beim eigentlichen Knackpunkt angelangt: SILENT NIGHT, BLOODY NIGHT ist so kreuzumständlich und ineffizient erzählt, dass die Wirkung der eigentlich spannenden Geschichte vollkommen verpufft. Ich habe erst nach Ablauf der knapp 80 Minuten verstanden, was mich da zuvor eigentlich hätte fesseln sollen, was eine denkbar schlechte Voraussetzung für einen Horrorfilm ist (auch wenn man ihm zugute hält, dass einige meiner Schwierigkeiten auf die schlechte Tonqualität der DVD zurückzuführen sind).

Nur ein Beispiel: Im kurzen Intro stellt sich Diane per Voice-over als Protagonistin vor, verschwindet für die nächsten 30 Minuten aber nahezu komplett, um Platz für Carter zu machen, den man schließlich als Hauptfigur akzeptiert, bevor er dann im Stile von Janet Leigh in PSYCHO aus dem Film genommen wird. Erst jetzt wendet sich der Film wieder Diane zu, deren Funktion im Rahmen der Geschichte bis dahin aber noch völlig rätselhaft ist: Wir wissen noch nicht einmal, wer sie ist. An ihre Tür klopft – ebenfalls nicht nachvollziehbar – Jeffrey, den der Zuschauer zu diesem Zeitpunkt für den ausgebrochenen Irren halten soll. Ähnlich ungalant verfährt Gershuny bei der Auflösung, die aus einer einzigen langen Rückblende besteht. Diese ist zwar wieder sehr ansehnlich geraten mit ihren Sepiatönen und den weichen Kontrasten, doch bricht sie den Erzählfluss total auf, sorgt just in dem Moment für eine jähe Zäsur, in dem der Film seinem eigentlichen Höhepunkt entgegenstrebt. Und wenn er sich nach diesem Flashback wieder der Gegenwart und damit dem Showdown zuwendet, bleibt ihm kaum noch Zeit, Spannung aufzubauen. SILENT NIGHT, BLOODY NIGHT wird dann lediglich abgewickelt. Bezeichnend ist auch, dass die eigentlich interessanteste Enthüllung des Films rein verbal erfolgt und keinerlei weitere Konsequenzen nach sich zieht. Ehrlich, ich kann mich an keinen einzigen Film erinnern, der so viel Potenzial lediglich durch eine miese Strukturierung des Drehbuchs verschenkt hat. Insofern ist SILENT NIGHT, BLOODY NIGHT fast wieder einen Blick wert: Man lernt dabei doch recht viel über Erzählökonomie und Drehbuchstruktur. Und wie gesagt: Ein paar Momente hat er dann doch. Man wünschte sich nur, der Film drumrum wäre besser.

Die beiden Navy-Matrosen Tom Buckley (Bruce Fairbairn) und Terry Wayne (Trey Wilson) sind bei ihrem Landgang auf den Philippinen auf der Suche nach Frischfleisch. Als sie nach zahlreichen erfolglosen Eroberungsversuchen (unter anderem in einer Transvestitenbar) endlich fündig werden, kommt ihnen ausgerechnet ihr Vorgesetzter zuvor. Zum Glück, denn die vermeintliche Edelprostituierte gehört zu den Dienerinnen des Vampirs Richmond Reed (John Carradine), der eine Gruft auf dem örtlichen Friedhof bewohnt. Als der Captain verschollen bleibt, machen sich Buckley und Wayne auf die Suche …

Billigheimer Santiago versucht sich mit VAMPIRE HOOKERS nicht ganz erfolglos an einer Horrorkomödie. Sein Film erinnert mit seinem harmlos-fröhlichen Humor vor allem an die ersten Gehversuche des Genres in den Dreißiger- und Vierzigerjahren: In den Rollen der beiden Matrosen könnte man sich durchaus Jerry Lewis und Dean Martin oder andere komische Filmduos vorstellen, auch wenn diese zu ihrer Zeit keine zehnminütigen Zeitlupen-Sexszenen absolvieren durften. Dennoch bleibt VAMPIRE HOOKERS stets annähernd jugendfrei und konzentriert sich eher auf pointierte Dialoge als auf Pornografisches. Einige Ideen sind dann auch ganz hübsch: John Carradine darf als Richmond Reed Klassiker der englischsprachigen Dichtung proklamieren und anhand ausgesuchter Zeilen aus Shakespeares Gesamtwerk belegen, dass es sich bei diesem ebenfalls um eine Blutsauger handelte. Andere Dialoge sind zwar eher auf dem Niveau von Herrenwitzchen angeeidelt, aber dennoch nicht ganz ohne Charme. So bremst eine Vampirdame den zudringlichen Captain, der sie am liebsten gleich auf einem Grab vernaschen würde, mit den Worten: „This is to get laid to rest, not to get laid!“ Und später, wenn Reed versucht, den Matrosen die Erfahrung des Todes schmackhaft zu machen, entbrennt folgender Dialog: Matrose: „This is not death. It’s murder!“ Vampirfrau: „This is not murder … it’s dinner!“  Zu guter letzt beachte man in diesem Zusammenhang auch die schöne Poster-Tagline: „Warm Blood isn’t all they suck!“ Da darf dann auch der obligatorische grunzende und fette Gehilfe nicht fehlen, der in seiner philippinischen Ausprägung zudem mit einer beeindruckenden Kauleiste ausgestattet ist (gespielt von Vic Diaz) und das Humorportfolio um zünftige Flatulenzwitze bereichert. Angesichts solch charmanten Unfugs könnte man sich – die Fähigkeit zur Freude am niedrigen Niveau vorausgesetzt – den Film durchaus gefallen lassen, wenn der Gesamtentwurf nicht so schrecklich dröge wäre: Die nur in Spurenelementen vorhandene Story ist nach ca. 20 Minuten abgespult und das folgende redundante Gekasper mit den Vampirdamen ist schon nach kurzer Zeit ähnlich prickelnd wie abgestandenes Bier. Es ist längst nicht nur Dienst am Kunden, wenn Santiago eine eh schon überlange Sexszene auch noch perZeitlupe zerdehnen muss, um seinen Film überhaupt auf die nun auch nicht gerade monumentale Länge von 78 Minuten zu bringen. Der Verdacht liegt nahe, dass er den Film nur gedreht hat, um den zugegebenermaßen hübsch klingenden Titel verkaufen zu können. Um John Carradine und die gar nicht mal so üblen Darsteller sowie um die paar liebevollen Details tut es einem geradezu Leid, hätten sie doch allesamt einen besseren Film verdient. So bleibt ihnen die undankbare Aufgabe, einen Film aufzuwerten, der davon nur unwesentlich profitiert.