Mit ‘John Hough’ getaggte Beiträge

legend_of_hell_house_poster_02Wie ich in meinem Text zu Peter Medaks THE CHANGELING schon geschrieben habe, bringen mich Geister- und Haunted-House-Filme nur selten um den Schlaf. Im besten Fall verspüre ich milden Schauder, aber meist nicht einmal das. Vor Gespenstern habe ich keine Angst und während mich des Nachts in der heimischen Wohnung ein Knarzen und Knacken schon einmal nervös macht, funktioniert das auf der Leinwand eher nicht. Das gilt auch für Robert Wises meisterlichen THE HAUNTING, das Vorbild für THE LEGEND OF HELL HOUSE und zahlreiche weitere Spukhausfilme, den ich aber aus anderen Gründen toll finde: Er funktioniert, weil Wise offensichtlich solche Zuschauer wie mich im Sinn hatte, die eben nicht an jenseitiges Walten glauben, dafür aber an das unergründliche Wirken der Psychologie und der Wahrnehmung. Wenn sich fünf komplexbeladene Menschen in einem Haus versammeln, von dem sie wissen, dass es darin spuken soll, dann wird es darin auch spuken.

THE LEGEND OF HELL HOUSE könnte auf den ersten Blick man als „reaktionären“ backlash zu THE HAUNTING bezeichnen, wenn der ganze Film nicht so seltsam off wäre. Er beginnt ohne lange Einführung mit dem Missionsbriefing für den Parapsychologen Dr. Barrett (Clive Revill), der den Auftrag bekommt, das Belasco House zu untersuchen, den „Mount Everest of haunted houses“, wie er selbst es formuliert. Wenige Minuten später trifft er mit den von ihm ausgewählten Personen ein – seine Ehefrau Ann (Gayle Hunnicutt), das Medium Florence (Pamela Franklin) und Benjamin Fischer (Roddy McDowall), der bereits vor 20 Jahren zu Forschungszwecken im Haus weilte und damals nur knapp mit dem Leben davonkam -, und zum minimalistischen, höchst effektiven Score werden die Credits in sachlich anmutenden Lettern eingeblendet. Das ist durchaus paradigmatisch: Hough inszeniert sehr unterkühlt, mit beinahe dokumentarischer Distanz und Ruhe. Nie lässt er sich von der Lust auf Effekte hinfortreißen, behält stets die Kontrolle. Das ist es dann auch, was ich an THE LEGEND OF HELL HOUSE mehr mag als an anderen Filmen seiner Spielart, selbst wenn er mich nie ganz kriegt: dieses Gefühl einer eben noch so unter Verschluss bleibenden, unerklärlichen Urgewalt, von der man nur eben mitbekommt, was über den Deckelrand schwappt, die aber jederzeit mit voller Macht losbrechen könnte.

Houghs Film mag für jemanden, der das ganz große Spukspektakel erwartet, enttäuschend wirken, weil er eben nie so richtig in Fahrt kommt, aber ich finde genau das sehr reizvoll. Es sind die kleinen Sachen, die wirkungsvoll sind, wie eben der kaum vernehmbar brummende Score, das seltsam nüchterne Ende oder die Tatsache, dass die wissenschaftliche Forschungsarbeit schon nach kürzester Zeit fallen gelassen wird. Ich bin kein Drehbuchexperte, aber THE LEGEND OF HELL HOUSE hat eine sehr eigene Dramaturgie: Richard Matheson hat ein Script verfasst, das den Eindruck ziellosen Mäanderns erweckt, aber dennoch sehr konzentriert und zielgerichtet ist. Schwer zu erklären. Ein Detail hat mich gestern besonders irritiert und es ist meines Erachtens nach gut geeignet, die Strategie des Films zu illustrieren. Es gehen vier Menschen ins Haus, was aus dramaturgischer Sicht einer zu wenig ist. Es fehlt das Zentrum, um das sich die Nebenfiguren dann paritätisch gruppieren könnten, es entsteht gewissermaßen ein Vakuum oder ein Ungleichgewicht. In THE LEGEND OF HELL HOUSE ist alles aus den Fugen geraten und genau das macht ihn für mich zu einem so intelligenten Vertreter eines eigentlich extrem konservativen Subgenres.

Nachdem Larry (Peter Fonda) eine Nacht mit Mary (Susan George) verbracht hat, lässt er sie kommentarlos sitzen, um mit seinem Kumpel Deke (Adam Roarke) einen Ramschmarkt auszurauben. Doch den beiden kommt die gehörnte Mary in die Quere und weil keine Zeit für lange Diskussionen bleibt, wird sie kurzerhand mit auf die folgende Flucht genommen. Larry hat die Fähigkeiten, die es braucht, um den Bullen zu entkommen, Deke das nötige Wissen, um Pannen zu beheben, der Polizeifunk hilft, die Schritte der Polizei vorauszuahnen. Nur mit der Besessenheit des Polizeibeamten Franklin (Vic Morrow), der die Jagd leitet, haben beide nicht gerechnet …

Dieser Film stand schon mehrere Jahre bei mir im Schrank rum. Zwei Sichtungsversuche hatte ich wegen Müdigkeit nach kurzer Zeit abgebrochen, im Zuge meines Carsploitation-Tages war es jetzt an der Zeit, ihn endlich zu gucken. Als er vor ein paar Jahren auf DVD erschien, waren es (wenn ich mich recht erinnere) die lobenden Worte Harry Knowles‘ und das knallige DVD-Coverdesign, die mich für den Film einnahmen und zum Kauf verleiteten. Knallig ist der Film, Erwähnung hat er durchaus verdient, dennoch war ich ein bisschen enttäuscht von ihm. Ob das wirklich dem Film anzulasten oder auf eine falsche Erwartung meinerseits zurückzuführen ist, darüber denke ich jetzt seit der Sichtung gestern nach. Eigentlich ist der Film recht hübsch, weil ungewöhnlich innerhalb des bekannten Rahmens: Die Verfolgungsjagd führt nicht über Staatsgrenzen hinweg, sondern spielt sich auf vergleichsweise engem Raum ab, die Dynamik zwischen den drei Protagonisten ist voller Konfliktpotenzial. Es schwelt und brodelt eigentlich die ganze Zeit über, keine Spur von der Kameradschaft unter Gaunern – und auch nicht unter den Polizisten. Die „Freundschaft“ von Larry und Deke ist jeder Herzlichkeit beraubt, mehrfach steht sie kurz davor, umzukippen und die Zickereien zwischen Larry und Mary stellen die Nerven des ruhigen Dekes zusätzlich auf eine harte Geduldsprobe. Wer erwartet, dass die offene Verachtung zwischen dem titelgebenden Pärchen irgendwann in eine romantische Liebe à la Bonnnie & Clyde umschlägt, sieht sich getäuscht: Auf jede kleine Annäherung folgt so sicher wie das Amen in der Kirche der nächste Zoff. Man kann das „Hassliebe“ oder auch schlicht „Beziehungsunfähigkeit“ nennen. Und so wie die Gauner sich nicht einig werden, leistet sich der Polizist Franklin bis zum Schluss ein erbarmungsloses Kompetenzgerangel mit seinem Vorgesetzten, dem ein Scheitern der Jagd gar nicht so ungelegen käme, könnte er dann doch neue Autos und Ausrüstung anfordern.

Diese ungewöhnliche Charakterzeichnung und Figurenkonstellation war aber auch das, was mir gestern ein Problem bereitet hat: Es gibt einfach keine Sympathieträger in DIRTY MARY CRAZY LARRY. Die Härte und Mitleidlosigkeit, mit der Larry und Deke zu Beginn ihren Coup durchziehen, wird auch durch den Verzicht auf körperliche Gewalt nicht wirklich abgemildert und Marys Motiv, sich den beiden anzuschließen, scheint einer unreflektierte Mischung aus Sturheit und Langeweile geschuldet. Peter Fonda spielt seinen Larry mit der von ihm gewohnten Distanziertheit, so als habe er sich nur deshalb dazu herabgelassen, diesen Film mit seiner Präsenz zu adeln, weil er gerade nichts Besseres zu tun hatte (und schon immer mal Susan George bumsen wollte). Man kann sich darüber streiten, ob er mehr als korperliche Anwesenheit in die Wagschale wirft. Seine aufreizende Arroganz war gestern für mich das größte Manko des Films: Vielleicht werde ich ihn beim nächsten Mal aber genau dafür lieben, wer weiß. Die sowieso immer etwas hilflos wirkende Susan George wirkt gleich doppelt allein gelassen und bei Roarke stellt sich die Frage, ob die Gereiztheit Dekes nicht auch die seine ist. Wie gesagt: Das ist alles ziemlich merkwürdig, gerade weil Houghs Film doch sonst so ungemein straight ist. Das Ende lässt immerhin darauf schließen, dass das nicht alles nur ein unglücklicher Zufall gewesen ist und versöhnte mich ein bisschen. Schlecht ist DIRTY MARY CRAZY LARRY auf gar keinen Fall, halt nur anders. Noch mehr als erwartet.

In einer Kleinstadt werden mehrere Frauen brutal vergewaltigt und umgebracht. Die Polizei in Vertretung von Hank Walden (John Ireland) und der zuständige Mediziner Dr. Sam Cordell (John Cassavetes) stehen vor einem Rätsel. Es gibt keinerlei Spuren und das gefundene Sperma scheint nicht menschlichen Ursprungs zu sein. Als Tim (Duncan McIntosh), der Freund von Cordells Tochter Jenny (Erin Noble), gesteht, dass die Sexualmorde zeitlich mit einem wiederkehrenden Albtraum von ihm zusammenfallen, ist Cordell davon überzeugt, dass die Verbrechen einen metaphysischen Hintergrund haben …

Der beknackt-geschmacklosen Story steht eine Umsetzung gegenüber, der man die Scheu des Regisseurs anmerkt, kopfüber in die Jauche abzutauchen, aus der der zugrunde liegende Roman von Ray Russell geborgen wurde. John Hough hatte sich zuvor einen Namen mit mehreren Beiträgen zur Kultserie THE AVENGERS sowie mit dem Hammer-Film TWINS OF EVIL und dem THE HAUNTING-Epigonen THE LEGEND OF HELL HOUSE gemacht, allesamt dezent poppige Variationen traditioneller Genrestoffe, deren Geist sie mit ihrer gediegenen Inszenierung immer noch verpflichtet blieben. (Er drehte außerdem den Car-Chase-Film DIRTY MARY CRAZY LARRY, einige Disney-Kinderfilme, mit BIGGLES den Versuch eines britischen Sci-Fi-Blockbusters und den hübschen AMERICAN GOTHIC.)  INCUBUS erforderte hingegen eigentlich das Gegenteil von Gediegenheit: Die Geschichte um einen Dämon, der sich durch Albträume manifestiert und daraufhin Frauen zu Tode vergewaltigt, ist schließlich aus genau jenem Stoff, aus dem wilder Trash gemacht ist – und für den ist Hough sichtlich der falsche Mann gewesen. INCUBUS zeichnet sich durch einen eher langsamen Spannungsaufbau und das Bemühen um eine gewisse Plausibilität aus, doch sind diese Mittel angesichts der wilden Story merkwürdig fehl am Platze. Das scheinen auch Cassavetes und Ireland gespürt zu haben, die beide nicht gerade den Eindruck erwecken, als hätten sie volles Vertrauen in die Anweisungen ihres Regisseur gehabt: Beide agieren ratlos bis irritiert, Ireland sieht in seiner Requisitenuniform zudem aus, als käme er von einer Karnevalssitzung, und es ist ein Wunder, dass beide angesichts der haarsträubenden Geschichte ernst bleiben konnten. Nun könnte diese innere Widersprüchlichkeit durchaus die Basis für einen spaßigen Grenzgänger sein, doch dafür wird sie nicht offensiv genug mitinszeniert: Hough war offensichtlich der Meinung, er könne den Stoff zum ernsten Suspense-Grusler ummodeln. So kommt eigentlich immer nur in den Mordszenen Stimmung auf, in denen die Zügel zwangsläufig schleifen gelassen werden.

Eine besonders bizarrer Mord spielt auf der Toilette eines Kinos ab, in dem sich eine Horde Punks einen reichlich strangen Musikfilm mit einer Haarspray-Metal-Kapelle anschaut. Das Eigenartige an dieser Szene ist, dass man als Zuschauer erst nachträglich begreift, dass da ein Film gezeigt wird: Ich dachte, die wohnen einem Konzert oder einer Theateraufführung bei. Erst zum Ende entfaltet INCUBUS dann sein trashiges Potenzial: Der Rationalist Cordell hat überhaupt keine Probleme damit, die ja lediglich behauptete und letztlich unbeweisbare Gleichzeitigkeit von Morden und Albträumen als Fakt hinzunehmen und von dieser auf einen metaphysischen Vergewaltiger zu schließen, als sei dies eine Selbstverständlichkeit. Und die Polizisten, die angesichts solchen Aberglaubens nur die Augen rollen können, werden als unverbesserliche Sturköpfe dargestellt, die das Leben Unschuldiger wider der „klaren“ Beweislage in Kauf nehmen. Prust! Dabei hat Cordell auch rhetorisch schlagende Argumente am Start: „I swear to God, there’s gonna be a rape tonight!“ – mit Leichtigkeit der schönste Moment des Films, wenn man von dem dann doch ziemlich tollen visuellen Zirkelschluss absieht, mit dem der Film schließt. Da ist man dann doch ziemlich traurig, dass es in den 90 vorangegangenen Minuten nur so wenig Grund zum Enthusiasmus gab.

Cynthia (Sarah Torgov) wird aus der Nervenheilanstalt entlassen, in die sie nach dem fahrlässig verschuldeten Tod ihres Babys eingewiesen worden war. Ihr Gatte Jeff (Mark Ericksen) macht sich sogleich mit ihr und ein paar weiteren Freunden auf den Weg zu einer kleinen Insel vor der US-amerikanischen Nordwestküste, um seiner Frau etwas Erholung zu verschaffen. Doch ein Schaden an der Propellermaschine zwingt sie zur Notlandung auf einer anderen Insel, wo es sie schließlich ins Haus von Pa (Rod Steiger) und Ma (Yvonne De Carlo) verschlägt, zwei gottesfürchtigen Konservativen, die auf ihrem verlassenen Eiland ein Leben wie von der Zeit vergessen führen. Verständlich, dass sie mit den modernen Stadtmenschen nicht richtig warm werden. Und noch weniger ihre reichlich merkwürdigen Kinder … 

Mit AMERICAN GOTHIC widme ich mich nach einigen kleineren Abstechern wieder dem Backwood-Film und einem ebenso eigenständigen wie eigenartigen Vertreter des Genres. Zwar kennt man die einzelnen Versatzstücke des Plots – die Abgeschnittenheit des Schauplatzes von der Zivilisation, den religiösen Fanatismus und die Degeneration der Antagonisten sowie das Zurückschlagen der Zivilisierten -, weil sie integrale Bestandteile des Backwood-Films sind, doch Regisseur John Hough, der vorher sowohl für die seligen Hammer-Studios als auch für THE AVENGERS tätig gewesen war, verleiht dem makabren Treiben eine dezent schwarzhumorige Note und verweigert sich darüber hinaus dem bloßen Malen nach Zahlen. AMERICAN GOTHIC hat einen ganz eigenen Rhythmus, der einen mehr als einmal stolpern lässt, weil er vom ausgetretenen Pfad immer wieder auf kleinere Nebenwege ausweicht oder aber eine Kehrtwende einlegt, wenn man am wenigsten damit rechnet. Besonders zu erwähnen in dieser Hinsicht ist das Finale: Der Film scheint schon nach 70 Minuten am Ende angelangt, bevor er in einen ca. zehnminütigen „Epilog“ mündet, der die Geschichte dann zu einem denkbar heftigen Ende führt, das man so schon nicht mehr erwartet hat. So schwankt der Film zwischen Schwarzer Komödie, generischem Slasherspaß und echtem, unangenehmen Psychohorror. Die Gewaltausbrüche decken eine ähnliche Palette ab, reichen von skurril (der Schaukelmord) bis brutal (Spieß ins Auge) und tragen mit dazu bei, dass man sich hier nie so ganz sicher sein kann, womit man es eigentlich zu tun hat.

Für den Schlag ins Komische sorgen vor allem die „Kinder“ von Pa und Ma: Bei diesen handelt es sich nämlich um Erwachsene, die sich aber verhalten wie Kinder und von ihren Eltern auch so behandelt werden. Warum das so ist und was es etwa mit dem mumifizierten Baby auf sich hat, dass Tochter Fanny (Janet Wright) in einer Wiege im Keller aufbewahrt und beharrlich als „ihr Kind“ bezeichnet, wird nie geklärt. Hat sie es von einem ihrer Brüder (Michael J. Pollard in einer Rolle nach Maß & William Hootkins), von ihrem Vater oder einem ehemaligen Opfer? Oder ist es gar nicht ihr Baby? Bei aller Uneindeutigkeit: AMERICAN GOTHIC bezieht seinen Reiz ganz eindeutig genau daraus, dass er eben nicht alles ausformuliert, mehr Fragen aufwirft als er letztlich beantwortet und so unweigerlich zum Spekulieren einlädt. Mir drängte sich etwa die Idee auf, man könne Houghs Film möglicherweise erfolgreich hinischtlich seiner metafilmischen Aspekte zu fassen bekommen: Das Haus der Einsiedler ist mit Fotografien von alten Stummfilmstars geschmückt, ihr Haus erinnert mit seiner uralten, aber dabei perfekt erhaltenen Einrichtung tatsächlich an ein Filmsetting und Rod Steiger und Yvonne De Carlo legen ihre Rollen nun auch nicht gerade naturalistisch an, sondern eben so, als verkörperten sie Menschen, die eine Rolle spielen. Dass ihre Entscheidung, auf einer einsamen Insel zu leben, darauf zurückzuführen ist, dass sie ihre Kinder von den schädlichen Einflüssen der Zivilisation fernhalten wollen, unterstreicht die Annahme, dass sie nur ein Spiel spielen (dass Shyamalan genau dies vor ein paar Jahren in THE VILLAGE ausformulierte, lässt diese Spekulation noch plausibler erscheinen). Dem entgegen steht eigentlich nur das Genre des Backwood-Films selbst, weil es sich vor solchen poststrukturalistischen Spielchen eigentlich eher verschließt und denkbar einfach eine Schneise von A nach B schlägt.

Eine Lösung lässt sich, wenn überhaupt, dann bestimmt nicht hier finden. Vielleicht bringt aber ein Hinweis etwas Licht isn Dunkel. Die hier von mir skizzierten Verwirrungen und Uneindeutigkeiten lassen sich nämlich schon mit dem Titel verknüpfen. „American Gothic“ ist ursprünglich der Titel eines 1930 von Grant Wood gemalten Bildes, das ebenfalls einige Fragen aufwirft (die ich hier mal von Wikipedia ausgeliehen habe), die die Kunsthistoriker bis heute beschäftigen:

  • Ist die Darstellung satirisch, ironisch oder drückt sie Bewunderung für die abgebildeten Personen aus?
  • In welchem Verhältnis stehen die Dargestellten zueinander? Handelt es sich bei den Personen um Bruder und Schwester, Mann und Frau, Vater und Tochter?
  • Zeigt das Bild eine nostalgische Betrachtung der Vergangenheit oder die Gegenwart?

Es überrascht also nicht, dass sich diese Fragen fast unverändert auch auch an den Film richten lassen. Dafür muss man ihn aber erst gesehen haben, wozu ich hiermit geraten haben möchte. Aber Finger weg von der geschnittenen deutschen Fassung!