Mit ‘Meg Ryan’ getaggte Beiträge

Für das Magazin „Reveal“ enttarnt der Journalist John Baxter (Tony Roberts) gemeinsam mit seiner Kollegin Melanie (Candy Clark) und dem Wissenschaftler Eilliott West (Robert Joy) zwei Trickbetrüger, die die Kulisse des berüchtigten Amityville-Spukhauses nutzen, um Ahnungslosen das Geld für ihre inszenierten Seancen aus der Tasche zu ziehen. Dabei verliebt sich John sogleich in das alte Haus und weil es für einen Spottpreis zu haben ist, kauft er es kurzentschlossen. Die merkwürdigen Phänomene, die seine Mitmenschen danach in Angst und Schrecken versetzen, tut er mit der gelassenen Geste des Rationalisten ab. Bis seine Tochter (Lori Loughlin) ums Leben kommt …

Als jemand, der noch keinen Film der AMITYVILLE-Reihe gesehen hat (mit der Verarsche des ersten Teils in einem MAD-Heft war mein Bedarf gestillt), bin ich vielleicht nicht der Richtige, um die folgende Behauptung aufzustellen: Das Potenzial war bereits mit dem ersten Teil mehr als erschöpft, es hätte keiner weiteren Fortsetzungen mehr bedurft. Fleischers in 3D gedrehter dritter Teil, wahrscheinlich ein Freundschaftsdienst für Dino De Laurentiis, der an dem schnurstracks auf die 70 zugehenden Regisseur festhielt als gäbe es sonst keine Filmemacher, ist schlecht, aber auf eine gänzlich unaufregende Art und Weise. Die stimmungsvolle Eröffnungsszene verspricht noch kompetent gefilmten Hochglanzgrusel, danach fällt AMITYVILLE 3-D leider einem unfokussierten Drehbuch zum Opfer, das mit Banalitäten langweilt, sich ewig Zeit lässt, ohne irgendwohin zu führen, nur um gegen Ende, wenn irgendein Höhepunkt vonnöten ist, in Hektik und Konfusion zu verfallen. Die unheimlichen Szenen sind entweder von vornherein nicht unheimlich (laufende Wasserhähne: uiuiui), inszenatorisch schlecht umgesetzt (der Tod von Johns Kollegin und seiner Tochter) oder werden von den mäßigen visuellen Effekten torpediert: AMITYVILLE 3-D scheint fast ein Lehrstück dafür zu sein, Filmstudenten zu zeigen, wie man es nicht macht. Wie ich eben sagte: Der Film ist keine totale Katastrophe, die Schauspieler (u. a. Meg Ryan in ihrer ersten größeren Filmrolle) und die ordentlichen Production Values (eben bis auf die Effekte) halten bei der Stange, verhindern ein totales Versumpfen, aber sieht man es als gegeben, dass so ein Film eigentlich spannend sein sollte, dann wurde das Ziel hier meilenweit verfehlt.