Mit ‘Paul Walker’ getaggte Beiträge

Man kann gar nicht oft genug betonen, welches Wunder die Entwicklung der FAST & FURIOUS-Reihe bedeutet. Mit den vergangenen beiden Installationen avancierte das Franchise endgültig zum Actionphänomen, das derzeit keine Konkurrenz hat. In keiner anderen Reihe wurde und wird so beherzt das Gaspedal durchgetreten – bildlich wie wörtlich –, keine andere ist so ungebremst kreativ in der Konzeption ihrer größenwahnsinnigen Action-Set-Pieces, keine andere hat dabei aber gleichzeitig eine solche Bodenhaftung. Man kommt für die Highspeed-Zerstörungsorgien und bleibt wegen Dom Toretto (Vin Diesel), Brian O’Connor (Paul Walker), Letty (Michelle Rodriguez) und ihrer Crew, die eigentlich eine große Familie ist. Zu dieser Familie gehörte seit dem grandiosen dritten Teil THE FAST AND THE FURIOUS: TOKYO DRIFT auch Regisseur Justin Lin, der für die Entwicklung der Reihe vom potenziellen DTV-Stoff hin zum Box-Office-Giganten maßgeblich verantwortlich war. Dass er sich nach dem sechsten Teil verabschiedete und der nun nicht gerade actionerprobte und generell streitbare James Wan ihn ersetzen sollte, durfte durchaus skeptisch stimmen. Was ein herber Schlag schien, wurde jedoch noch überschattet vom tragischen Unfalltod des erst 40-jährigen Paul Walker: Nun werden Schauspieler in Sequels immer wieder durch andere ersetzt, das ist das Geschäft. Aber für die FAST & FURIOUS-Reihe, die doch ganz wesentlich über die natürlich gewachsene Chemie zwischen ihren Protagonisten und eine jederzeit authentisch wirkende Kameradschaft funktionierte, war der Tod Walkers eine mittlere Katastrophe, dazu geeignet, das ganze Unternehmen entgleisen zu lassen. Dass FURIOUS 7 der Film geworden ist, der er ist, ist kaum angemessen zu würdigen. Nicht nur setzt er in puncto Action noch einmal einen auf die auch schon nicht gerade zurückhaltenden Vorgänger drauf, er schenkt dem viel zu jung verstorbenen, endlos sympathischen Walker einen wunderbaren Abschied, der noch einmal deutlich macht, worin der eigentliche Erfolg der Serie besteht: in ihrer Menschlichkeit.

Sicher, die Protagonisten sind allesamt keine komplexen Charaktere, zeichnen sich im Wesentlichen durch ein bis zwei markante Wesenszüge und Talente aus, mit denen sie das Kollektiv vervollständigen, das Beschwören von konservativen Werten wie Loyalität und Treue ist manchmal arg pathetisch und der Habitus des Ganzen eher prollig. Dom Toretto machte sich mit angewachsenem Wifebeater-Unterhemd und kiloschwerem Kettchen gut an jedem Autoscooter, die Musik bewegt sich in der Schnittmenge zwischen Eurodance und Hip-Hop, die Bilderwelt sieht bisweilen aus, wie aus dem Urlaubsprospekt entsprungen, und lediglich durchschnittlich attraktive Menschen sucht man gänzlich vergebens. Es ist nicht so, dass die Reihe immun gegen Kritik wäre, aber das ist ja auch gut so. Sie trägt ihr Herz offen am Revers, versucht nicht, sich als etwas auszugeben, was sie nicht ist, kommt vielmehr genauso so zum Ziel wie ihre Protagonisten: durch Einsatz, Herzblut, Kreativität und Teamgeist. Und so gelingt es ihr auch, es gleichzeitig vollkommen ernst zu meinen mit all dem PS-Overkill, den von Film zu Film unglaubwürdiger werdenden Stunts, den stoisch vorgetragenen One-Linern und albernen Witzchen (die meist auf das Konto von Tyrese Gibson gehen), der sich bis zum Ende unaufhörlich überbietenden Zerstörungsorgie und den warmherzigen Freundschaftsbekundungen, und sich trotzdem nie zu ernst zu nehmen. Ich weiß nicht, ob ich in den vergangenen Jahren bei einem anderen neuen Film so oft und so herzhaft gelacht habe wie bei FURIOUS 7. James Wan umarmt die Idee der sich ins Nirvana katapultierenden Überbietungslogik, scheißt auf Airbag, Seitenaufprallschutz und Antiblockiersystem und tritt das Gaspedal beherzt durchs Bodenblech in den dampfenden Asphalt. Da lassen sich die Helden mit ihren Autos an Fallschirmen aus einem Flugzeug fallen, um auf einer Gebirgsstraße einen Konvoi zu attackieren. Da springen Dom und Brian mit einem superteuren, superseltenen Rennauto von einem Hochhaus ins nächste und übernächste. Da werden die Kumpels von einer wild um sich ballernden Drohne durch die Straßenschluchten von Downtown L.A. gejagt. Da rast Dom aus einem hinter ihm einstürzenden Parkhaus über ein Rampe auf einen Hubschrauber zu, um midflight einen Rucksack mit Handgranaten an diesem zu befestigen. Tony Jaa läuft als fleischgewordener Spezialeffekt durch den Film und erinnert einen daran, wen man seit Jahren im Actionkino vermisst. Das Umsteigen einer Beifahrerin zwischen zwei sich in einer 360°-Schleuderbremsung umkreisenden Wagen ist dagegen schon fast als realistisch zu bezeichnen. Besonders absurd ist das alles, wenn man bedenkt, dass FURIOUS 7 aufgrund seines Ratings ohne echte Gewalt auskommt. Dass Menschen sterben, sieht man nie, und wie da Explosionen, metertiefe Stürze, Hochgeschwindigkeits-Unfälle und Ballereien überlebt werden, erinnert mehr als einmal an das selige A-TEAM, dessen Feinde auch stets mit Kopfschmerzen davonkamen, selbst wenn sie zuvor mit einer Handgranate in die Luft gejagt worden waren. Spätestens wenn zu guter letzt der den ganzen Film tatenlos mit einem Gipsarm im Krankenhausbett liegende Hobbs (Dwayne „The Rock“ Johnson) aufsteht, die Manschette durch Anspannen des Bizeps platzen lässt und mit einer Riesenkanone ballernd durch die Stadt läuft, ist alles aus. James Wans Film ist wish fulfillment für kleine Jungs und junggebliebene Erwachsene, ein zweieinhalbstündiges Fest, ein nicht enden wollender Adrenalinrausch. Und wenn am Ende Paul Walker verabschiedet wird, können auch die härtesten Kerle ein Tränchen nicht verkneifen. Noch nie war tearjerking schöner, herzergreifender, verdienter.

Dass James Wan es aber auch durchaus versteht, die kleinen Nuancen hinzubekommen, zeigt der großartige Anfang: Oberschurke Deckard Shaw (Jason Statham) steht da am Krankenhausbett seines Bruders und schwört Rache. Es ist ein unscheinbarer, intimer, ruhiger Moment, doch dann zieht die Kamera auf und zeigt, welche Zerstörung Deckard bereits hinterlassen hat, um die Besuchszeit wahrzunehmen. Wie Vern sagen würde: „Oh shit, it’s on.“ Das ist einfach überaus clever gemacht und stimmt einen für das, was kommt, optimal ein. FURIOUS 7 mag, wie die gesamte Serie, auf die niederen Instinkte, auf vordergründige Reize ausgerichtet sein, wenig subtil, sondern stattdessen immer frontal und überlebensgroß, aber er ist dabei niemals plump oder ungeschickt, sondern immer witzig und originell. Keine Ahnung, wie die das immer wieder hinbekommen. Man darf gespannt sein, wie es jetzt weitergeht und wie man den Verlust Walkers im nächsten Film ausgleicht. Nach FURIOUS 7 würde es mich aber fast schon wundern, wenn nicht auch das mit Bravour gelänge.

 

Dom Toretto (Vin Diesel) und Brian (Paul Walker) haben sich mit den im Vorgänger erworbenen Reichtümern zur Ruhe gesetzt und sehen einem ruhigen Familienleben entgegen. Doch daraus wird nichts, denn eines Tages steht der Elite-Polizist Hobbs (Dwayne „The Rock“ Johnson) bei Dom auf der Matte: Eine Bande von hochspezialisierten und motorisierten Ex-Soldaten treibt in London ihr Unwesen und Dom soll Hobbs dabei helfen, sie zur Strecke zu bringen. Nachdem die alte Mannschaft wieder vereint ist, geht es ans Eingemachte …

Nach FAST FIVE nun also FURIOUS 6: Über die kuriose Entwicklung, die das FAST & FURIOUS-Franchise bis heute genommen hat, habe ich mich vor nicht allzu langer Zeit in aller angemessenen Ausführlichkeit ausgelassen. In Kurzform geht die Geschichte so: Nach rumpeligem Start mit einem leicht überdurchschnittlichen, aber nur wenig außergewöhnlichen Auftakt und einem miserablen Sequel übernahm der damals nahezu unbekannte Justin Lin ein Reihe, die zum schnellen Abstieg ins DTV-Genre wie prädestiniert schien. Das Gegenteil trat ein: Mit großem visuellem Gespür und ausgezeichnetem Actionhandwerk machte er aus der filmischen Totgeburt ein Erfolgsfranchise, das sich mit seinen beiden letzten Installationen verdientermaßen an die Spitze des großbudgetierten Hollywood-Actionkinos setzte. Verfügte die Serie zu Beginn weder über eine eigene Identität noch über einen ausgeprägten eigenen Stil, hat sie nun ein ganz und gar unverwechselbares Gesicht und einen Charakter, der ihr innerhalb des Actiongenres den ihr vorbehaltenen Platz zuweist.

Man mag über die machohaften Bro-isms der Serie geteilter Meinung sein – gerade die männlichen Protagonisten wirken wie in einem Stadium suspendierter Postpubertät gefangen und der Hip-Hop-Cool, den sie in ihren Dialogen bemühen, kann durchaus etwas anstrengend werden –, aber die damit verbundene Betonung von Freundschaft, Familie, Loyalität und Zusammenhalt sendet ein starkes Signal an den Zuschauer. Trotz ihrer umfassenden Over-the-Topness, die sich nicht nur in den die Grenzen der Plausibilität weit überschreitenden Actionsequenzen, sondern auch in den Charakteren und dem audiovisuellen Styling der Filme niederschlägt, bleiben die Filme aufgrund dieser bodenständigen Moralität für den Zuschauer menschlich und emotional nachvollziehbar. Der ganze High-Tech- und Markenfetischismus zieht nie die ganze Aufmerksamkeit auf sich, stiehlt den menschlichen Protagonisten nicht die Show, wie das bei anderen modernen Actionern  oft der Fall ist (man denke an Birds MISSION: IMPOSSIBLE – GHOST PROTOCOL). Im Zentrum stehen Dom, Brian, ihre Freunde und die Beziehung, die sie zueinander haben. FURIOUS 6 thematisiert das sogar auf Handlungsebene: Das Schurkenteam um Shaw (Luke Evans) wird als spiegelbildliches Negativ von Torettos Crew vorgestellt und setzt der Familiarität der Protagonisten eiskalten Zynismus entgegen. Shaws Code lautet nicht „Familie“, sondern „Funktionalität“: Er betrachtet jedes einzelne Mitglied seiner Mannschaft nicht als Individuum, sondern als eine Funktion erfüllendes Zahnrad im Getriebe. Wenn es fehlerhaft ist, muss es ersetzt werden, für Sentimentalitäten ist dabei kein Platz. Dieser krasse Pragmatismus muss sich gegenüber dem menschlichen Ansatz von Dom und Brian natürlich als unterlegen erweisen. Wer mit dem Herzen bei der Sache ist, ist eben auch bereit, die extra mile für seine homies zu gehen, während der ersetzbare Lohnsklave bald an seine Grenzen stößt. Am Ende versammelt sich die ganze Familie wieder zum gemeinsamen Barbecue um Doms Tisch, wie sie das schon im ersten Teil getan hat. Wer den ersten Bissen nimmt, wird zum Sprechen des Tischgebets verdonnert. Man kann das mit einigem Recht als spießigen Konservatismus kritisieren, aber dieses feste Wertesystem ist es, das die Ausnahmestellung des FAST & FURIOUS-Franchises in einer Actionfilm-Welt ausmacht, die zunehmend von Zynikern bevölkert wird. Die Helden von FURIOUS 6, sie sind nicht die maulfaulen Loner, sondern die Typen von nebenan, mit denen man auch mal ein Bierchen trinken und Playstation spielen kann.

Der Vorgänger hatte mit der Verfolgung durch die Favelas von Rio De Janeiro vielleicht die bessere, einprägsamere, zupackendere Actionszene, doch ich glaube, mir hat der neueste Teil sogar noch etwas besser gefallen. Den absurden Größenwahn, der die aktuellen Action-Set-Pieces auszeichnet, muss man dabei zu nehmen wissen: Freunde des Realismus steigen möglicherweise  aus, wenn die Flugzeug-Startbahn, auf der sich der 15-minütige Showdown abspielt, immer länger und länger wird, oder der Bösewicht Shaw mit einem Panzer Chaos und Zerstörung auf einer Autobahnbrücke anrichtet. Aber Justin Lin weiß im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen, wie man solche Szenen inszeniert, sodass sie nicht wie Trickfilme aussehen. Das visuelle Geschick, das er dabei an den Tag legt ist erstaunlich. Auch komplexe Actionsequenzen – man muss bedenken, dass an den ausufernden Verfolgungsjagden immer ein ganzes Arsenal handelnder Figuren an verschiedenen Orten beteiligt ist, zwischen denen hin und her geschnitten wird – werden nie chaotisch, sondern bleiben glasklar und nachvollziehbar. Keine Spur vom hektischen Kameragewackel, mit dem weniger talentierte Leute auf billige Art und Weise Dynamik vortäuschen, weil sie sie anders nicht hinbekommen. Man sollte FURIOUS 6 ganz sicher nicht zu Ernst nehmen. Aber man verzeiht ihm gern auch die absurderen Einfälle, weil er die richtige Einstellung zu sich selbst findet. Ein größeres Lob kann man einem großen Event-Actioner kaum machen. Ich freue mich schon sehr auf den kommenden siebten Teil. Diesen Enthusiasmus hervorzurufen, wäre bei jeder anderen so weit fortgeschrittenen Reihe schon eine echte Leistung; denke ich an die Ernüchterung zurück, die der mit viel Tamtam gestartete erste Teil vor nunmehr 12 Jahren bei mir auslöste, kann man nur von einem handfesten Wunder sprechen.

Das kalifornische Kleinstädtchen Chestnut Hills wird von einer Mordserie erschüttert. Der ambitionierte, aber naive Journalist Richard Clark (Donald Grant) wird an den Ort der Verbrechen geschickt ­– vor allem, um ihn in seinem Flehen nach einer Chance ruhigzustellen.  Doch er kommt einer Sensation auf die Spur: Ein Monster geht um, stürzt sich aus den Wandschränken der Wohnhäuser auf seine nichts Böses ahnenden Opfer. Der Wissenschaftler Dr. Pennyworth (Henry Gibson) vermutet eine außerirdische Intelligenz hinter dem Ungetüm, doch sein Versuch der Kontaktaufnahme endet mit seinem Tod, und auch die Waffen der Armee können nichts ausrichten. Die USA gehen vor dem Monster auf die Knie, alle Hoffnung scheint vergebens, doch dann richtet die tapfere Diane (Denise DuBarry) via Fernsehen die entscheidenden Worte an die Nation: „Destroy all closets!“ …

Um das putzige Videocover des Films, der in Deutschland ÜBERFALL IM WANDSCHRANK hieß, vollführte ich in meiner Jugend das ein oder andere Tänzchen. Dass ich mir den Film nie ausgeliehen habe, obwohl ich ihn in „meiner“ ersten Videothek (Gott habe sie selig) ständig Pro und Contra abwägend in der Hand hielt, war wohl seiner wenig verlockenden 16er-Freigabe geschuldet. Mein damaliges Bedürfnis nach echtem Horror hätte MONSTER IN THE CLOSET wohl tatsächlich nicht gestillt, aber ich vermute, dass ich ihn trotzdem geliebt hätte: Die Troma-Produktion ist eine lupenreine Parodie auf die Monsterfilme der Fünfzigerjahre und erinnert in ihrem Humor manchmal an die damals noch ungebrochen populären ZAZ-Filme. An der inszenatorischen Ungeschliffenheit erkennt man die Handschrift der Produktionsfirma aus New Jersey, doch glücklicherweise verzichtet Regisseur Dahlin auf das an diesen oft nervende Dauerfeuerwerk infantiler Tabubrüche. MONSTER IN THE CLOSET ist den Vorbildern angemessen eher naiv und brav, bemüht sich erfolgreich, das Bild eines Amerikas zu zeichnen, das durch die Gefahr eines tapsig umherstolpernden Monsters aus dem Wandschrank vereint wird.

Schon die inspirierte Besetzung zeigt die Liebe der Beteiligten: Der immer gern gesehene Henry Gibson gibt den Wissenschaftler als zerstreutes Albert-Einstein-Lookalike, der ledergesichtige Claude Akins spielt den stets Kautabak in das nächste verfügbare Gefäß rotzenden Sheriff, Donald Moffat hat offensichtlich großen Spaß an seinem wüst fluchenden Armeechef, kleinere Opferrollen werden von John Carradine, Stella Stevens (standesgemäß oben ohne) und Altman-Regular Paul Dooley veredelt. Hauptdarsteller Grant ist mit seiner Achtzigerjahre-Hornbrille ein denkbar glattes Love Interest, weshalb der Schlussgag – „It was beauty killed the beast“ – als besonderer Geniestreich angesehen werden muss. Der Witz des Films ist zugegebenermaßen nur selten wirklich einfallsreich und schon gar nicht brillant – ein Running Gag sind die Datums- und Zeiteinblendungen, die sich nie auf ein Format einigen können –, aber immer auf sehr sympathische Art und Weise quirky: Er passt einfach zum hingeworfenen Charme des Films. MONSTER IN THE CLOSET ist guter Stoff für zwischendurch: Wenn man keine Sensation erwartet, ist er eine positive Überraschung. So wie der Auftritt des FAST & FURIOUS-Beaus Paul Walker, der hier als bebrillter und akkurat gescheitelter, ca. 13-jähriger Physik-Streber namens „Professor“ zu sehen ist.

Dominic Toretto (Vin Diesel), Brian O’Conner (Paul Walker) und Doms Schwester Mia (Jordana Brewster) sind vor dem Gesetz auf der Flucht und haben sich in Rio niedergelassen. Ihnen dicht auf den Fersen ist der unerbittliche FBI-Mann Hobbs (Dwayne Johnson). Als Mia gesteht, schwanger zu sein, ist klar, dass das Leben als Gesetzlose zu Ende gehen muss. Gemeinsam mit ihren alten Freunden wird ein letzter großer Coup geplant: Der Drogenbaron Rios, Hernan Reyes (Joaquim de Almeida), soll seines gesamten Vermögens von 100 Millionen Dollar beraubt werden. Doch Reyes hat eine Überraschung parat: Er bunkert sein Vermögen mitten im Polizeipräsidium …

Nach dem aufgrund eines etwas einfallslosen Drehbuchs letztlich nur halbherzigen Versuch, mit FAST & FURIOUS vom bisherigen Stückwerk der Serie wegzukommen und einen Schritt in Richtung charakterzentrierten Erzählkinos zu machen, ist FAST FIVE der Film, in dem dieses Vorhaben nun gelingt und der auch zum ersten Mal das Potenzial seiner Figuren ausschöpft. Justin Lin wirft die illegalen Straßenrennen, die bisher einen wichtigen Bestandteil der Serie ausmachten, über Bord – es ist doch sehr bezeichnend, dass er das einzige in diesem Film stattfindende Rennen mit einem Schnitt quasi unsichtbar macht – und wählt für die fünfte Installation der Reihe die Schbalone des Heist oder Caper Movies. Die Planung des großen Coups, das kontinuierliche Heranarbeiten an den Erfolg, die unterschiedlichen Aufgaben, die von den verschiedenen Charakteren mit den jeweils verschiedenen Eigenschaften erfüllt werden werden, das Katz-und-Maus-Spiel mit den Gesetzeshütern: Das ist alles sehr viel spannender und abwechslungsreicher als das, was in den Vorgängern handlungsmäßig aufgeboten wurde. Das gilt auch für die Actionszenen, die hier nicht nur größer, spektakulärer und aufwändiger sind, sondern auch kreativer als zuvor: Der Überfall auf einen fahrenden Zug, eine zu Fuß ausgetragene Verfolgungsjagd über die Dächer der Favelas Rios und schließlich der Showdown, bei dem Dominic und Brian mit ihren Autos gemeinsam einen riesigen Safe durch die Straßen ziehen und damit Maximum Destruction anrichten, sind die Höhepunkte des Films und stellen die an Action nun nicht gerade armen Vorgänger weit in den Schatten. Als letzter Pluspunkt ist die Hinzufügung von Hobbs zu nennen: Wenn es den ersten vier Filmen an etwas mangelte, dann sicherlich an einem charismatischen und interessanten Gegenspieler für die Helden. Dwayne Johnson füllt diese Lücke mit enormer körperlicher Präsenz, brennender Intensität und einem Bart, der ihn zu einem geistigen Verwandten Captain Ahabs macht.

Leider vereinen sich diese vielen positiven Akzente nicht zu einem Werk rundum erfüllender Glücksseligkeit: Lin ist alles andere als ein begnadeter Erzähler und seine Ambitionen in epischem Erzählen – bei der das nächste Sequel ankündigenden Post-Credit-Sequenz wähnt man sich fast in einem Marvel-Superheldenfilm – werden von der Klischeehaftigkeit seiner Inszenierung unterminiert. Anstatt das Gaspedal durchzutreten und seine packende Geschichte ohne viel Schnickschnack runterzuerzählen, will er aus FAST FIVE auch noch eine Komödie und gefühliges Drama machen. Es ist nicht so, dass er sich mit diesem Vorhaben gänzlich übernähme, aber dennoch bleibt am Ende der Eindruck, dass hier wirklich jedes Bedürfnis befriedigt werden sollte, ohne dass jemand zur Verfügung gestanden hätte, der diese viele verschiedenen Erzählmodi wirklich beherrschte. Die Gags sind stets vorhersehbar, die dramatischen, emotionalen Szenen kommen über Soap-Opera-Niveau nicht hinaus und beißen sich mit dem Comic-Appeal des Films. Und dass da auf einmal Charaktere aus jedem der ersten vier Teile ihren Auftritt absolvieren dürfen, auch wenn man sie seitdem definitiv nicht vermisst hat (I’m looking at you, Trrese …), scheint auch eher in dem ökonomischen Interesse begründet, das Franchise zu stärken, als dass es narrativ erforderlich wäre. Justin Lin gaukelt Epik eigentlich nur vor, anstatt wirklich episch zu erzählen. Letzten Endes kann man mit diesem Makel aber ganz gut leben, weil FAST FIVE über 120 Minuten jene rasante Unterhaltung bietet, die er sich in erster Linie auf die Fahnen geschrieben hat. Ich bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich nun diesen fünften Teil oder doch Lins THE FAST AND THE FURIOUS: TOKYO DRIFT am besten finden soll. Wer klassisches Actionkino mit einem ausgearbeiteten Spannungsbogen und emotionaler Involvierung bevorzugt, wird seine Stimme für FAST FIVE abgeben wollen, wer den dekonstruktivistischen Bildersturm schätzt, votiert wohl für TOKYO DRIFT. So disparat und unentschlossen diese Reihe auch ist: Dass sie Platz für diese völlig konträren Ausprägungen des Hollywood-Kinos bietet, kann man durchaus honorieren. Ich bin gespannt auf den sechsten Teil.

Fünf Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils: Dominic Toretto (Vin Diesel), seines Zeichens motorisierter Autobahnpirat, zieht sich aus dem „Geschäft“ zurück. Als er wenig später die Nachricht vom gewaltsamen Tod seiner Geliebten und Partnerin Letty (Michelle Rodriguez) erhält, ist er fest entschlossen, ihren Mörder zu stellen. Die Spur führt ihn in die Kreise eines mysteriösen Drogenbarons, auf den es auch der reaktivierte FBI-Agent O’Conner (Paul Walker) abgesehen hat. Dieser hatte sich einst als Undercover-Mann in Dominics Organisation eingeschlichen, ihn aber schließlich laufen lassen. Auch Doms Schwester Mia (Jordana Brewster) hat mit Brian noch ein Hühnchen zu rupfen, doch schließlich raufen sie sich zusammen, um dem Kriminellen das Handwerk zu legen und Lettys Tod zu rächen …

Bei der Suche nach einem Plakatmotiv, das diesen Beitrag zieren soll, bin ich auch auf eines gestoßen, das vollmundig „The Original Cast is Back!“ verspricht. Das finde ich  ziemlich lustig und auch irgendwie symptomatisch für das ganze Franchise: Nach zwei vom ersten Teil mehr oder weniger abweichenden Sequels, von denen das zweite, der spaßige THE FAST AND THE FURIOUS: TOKYO DRIFT, den mit weitem Abstand besten Beitrag zur Reihe darstellte, meinten die Produzenten nun also, es sei an der Zeit „the original cast“ zurückzubringen. Ganz so, als sei Cohens Original nicht das kreuzbiedere Filmchen für Zwischendurch gewesen, sondern der „real deal“, nach dem sich alle nach irgendwelchen von unerklärlichen Einfällen gebeutelten Sequelenttäuschungen zurücksehnten. Und so, als böte diese Reihe nicht in erster Linie einen letztlich vollkommen arbiträren Anlass, um Autos kaputtzumachen, sondern erzähle tatsächlich eine Geschichte mit Charakteren, nach denen man sich zurücksehnte.  Naja, wie dem auch sei: „New Model. Original Parts“, wie es die Tagline treffend besagt.

Dabei muss man einräumen, dass das neue Modell mit den Originalteilen wesentlich besser läuft als das alte Modell. Justin Lin bringt einen visuellen Einfallsreichtum mit, der Cohen weitestgehend fehlte, und auch die peinlichen Bro-isms sowie die marktschreierische Attitüde, die THE FAST AND THE FURIOUS in den Werbespot zum eigenen Soundtrack verwandelten, sind verschwunden. FAST & FURIOUS kommt der Beschreibung „ernster Actionkrimi“ schon recht nahe, weil es nicht Lins oberstes Interesse ist, seine Zuschauer möglichst unterbrechungsfrei mit geilen Bildern und obercoolen Sprüchen zu versorgen. Wenn es aber kracht, dann richtig. Die Eröffnungssequenz mit dem MAD MAX-artigen Überfall Torettos und seiner Leute auf einen fahrenden Tanklastzug toppt so ziemlich alles, was in der Reihe bisher aufgefahren wurde, und auch die Verfolgungsjagd durch einen stillgelegten Minenschacht kann sich sehen lassen. Und habe ich mich oben noch über die Werbestrategie lustig gemacht, so muss ich nun kleinlaut zugeben, dass zumindest die Rückkehr Vin Diesels sich bezahlt gemacht hat. Man mag von ihm als Schauspieler halten, was man will, dass er unbestreitbar Charisma und Präsenz hat, lässt sich meines Erachtens nicht leugnen und genau das fehlte den durchweg schwach besetzten Vorgängern. Ob sich das Gleiche aber über Paul Walker sagen lässt? Immerhin sind seine blonden Strähnchen weg.

Als Erzählfilm funktioniert FAST & FURIOUS sicherlich bis hierhin am besten von den vier bisherigen Filmen, aber das scheint mir auch sein Manko zu sein: Denn diese Geschichte ist einfach nicht besonders interessant. Im Mittelteil hängt FAST & FURIOUS gewaltig durch und das stupide, aber doch spaßige Rumgeheize,  in aufgemotzten Karren, das bislang immer im Vordergrund stand, wird neben dem austauschbaren Räuber-und-Gendarm-Spiel fast zur Nebensache. Schade, denn Lin hatte im direkten Vorgänger doch gezeigt, dass man durchaus einen ganzen Film auf so etwas Singulärem wie einer bestimmten Kurventechnik aufbauen und damit großartiges Entertainment bieten kann. Anstatt diesen Weg der Dekonstruktion konsequent weiter zu beschreiten, unterwirft sich Lin dem merkwürdigen Plan, an einer Art Fast-and-the-Furious-Universum zu stricken und Kohärenz vorzugaukeln, wo bisher nur das gemeinsame Thema „schnelle Autos“ stand. So springt der Film in der Timeline zurück vor TOKYO DRIFT und lässt dessen Nebenfigur Han (Sung Kang) in der Auftaktsequenz als Partner Dominics mitwirken; wahrscheinlich um damit nachträglich eine eigentlich sehr unwichtige Drehbuchzeile und das Cameo von Vin Diesel – die beide wohl nur da waren, um die Zugehörigkeit zur Serie herzuleiten – aus dem Vorgänger zu legitimieren. Das ist alles ziemlich eigenartig: das filmische Äquivalent zur Fälschung des eigenen Lebenslaufs. Original Model, New Parts quasi.

Der Ex-Cop Brian O’Conner (Paul Walker) wird nach einem illegalen Straßenrennen in Miami verhaftet und dazu gezwungen, bei den Ermittlungen gegen den Drogendealer Verone (Cole Hauser) mitzuhelfen. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Kumpel, dem Häftling Roman Pearce (Tyrese), ergattert Brian eine Fahrerstelle bei dem Gangster, bei dem auch die FBI-Agentin Monica Fuentes (Eva Mendes) eingeschleust worden ist. Natürlich schöpft Verone irgendwann Verdacht …

Der Soundtrack, der legasthenisch formulierte Titel, die ausgedehnte Nebenrolle des Südstaaten-Rappers Ludacris als Rennveranstalter, Garagenbesitzer und Tausendsassa Tej und die sonnige Kulisse der Partystadt Miami deuten es schon an: Die Copfilm-Einflüsse, die den Vorgänger noch weitestgehend bestimmten, sind bis auf den Plot getilgt, 2 FAST 2 FURIOUS (von einem wahren Kenner in einem deutschen Kino einst als „Zwei Fast Zwei Furious“ betitelt) kommt als bunter Partyfilm im Hip-Hop-Gewand daher, überschreitet mehr als einmal die Grenze zur Buddy-Komödie. Die Autos sind noch bunter, die verschiedenen Fahrer noch comichafter, die Optik sonniger und irgendwie flächiger. Der Ex-Cop Brian, im ersten Teil noch zerrissen zwischen seinem Job und der Freundschaft zum honorigen Gangster Dominic, ist hier der strahlende Sonnyboy, der seinen Auftrag als großen Abenteuerurlaub begreift und es mit seinem Kumpel krachen lässt. Das ist durchaus kurzweilig, aber eben auch unendlich flach und leer: Es steht nichts auf dem Spiel, die Figuren bleiben zweidimensionale Pappaufsteller und die einzige Gefühlsregung, die sie bei mir hervorkitzelten, war eine Mischung aus kopfschüttelndem Unverständnis für so viel hohlen Hedonismus und Genervtheit angesichts der rhetorischen Limitiertheit. Ich weiß nicht, wie oft sich Brian und Pearce als „Bro“ oder „Bruh“ titulieren, aber es reichte dafür, dass ich zwischendurch vergaß, einem Film beizuwohnen und mich stattdessen in einer besonders schmerzhaften Episode von „Jersey Shore“ oder ähnlicher Prolo-Unterhaltung wähnte. Ist es tatsächlich cool, wenn man sich nur noch in hohlen Exklamationen und stussigen Halbsätzen artikulieren kann? Das anvisierte Publikum scheint das tatsächlich so gesehen zu haben, denn sie machte auch diesen Film zum Hit, dem zwangsläufig auch noch ein dritter Teil folgen musste. Wenn man akzeptiert, dass 2 FAST 2 FURIOUS niemals mehr sein will als ein bunter, überlanger Videoclip, geht das Ding schon in Ordnung, aber mal ehrlich: Muss man sich wirklich so limitieren? Gerade von Singleton, der einst mit BOYZ N THE HOOD wenn auch nicht als großer Künstler, so aber doch wenigstens mit einem politischen Gewissen ausgestattet auf die Bildfläche trat, hätte man vor 20 Jahren sicherlich mehr erwartet, als kantenloses Eventkino ohne jegliche Ambition. Was hat dich bloß so ruiniert, Bruh?

Der Cop Brian O’Conner (Paul Walker) wird in die Street-Racing-Szene von L.A. eingeschleust, um die Verantwortlichen für eine Serie motorisierter Raubüberfälle zu überführen. Dreh- und Angelpunkt der Szene ist Dominic Toretto (Vin Diesel), dessen Vertrauen Brian gewinnt. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine Freundschaft, die auf eine harte Belastungsprobe gestellt wird, denn die Zeichen dafür, dass Dominic hinter den Verbrechen steht, verdichten sich …

Der Titel ist Programm: THE FAST AND THE FURIOUS ist schnell zu Ende, sprich äußerst kurzweilig, und furios prollig. Beste Voraussetzungen für reuelose Unterhaltung, die vom ambitionsfreien Handwerker Rob Cohen in ansehnlichem Gewand optisch geschliffen und rasant geschnitten dargeboten wird. Das L.A. des Films wird von einer andauernden Abendsonne beschienen, die alles in ein goldenes Licht taucht: Aus den monochromen Bildern stechen die grellbunten Boliden als die eigentlichen Hauptdarsteller des Films hervor. Ihre knalligen Farben, die großflächigen Sponsorensticker, mit denen sie gepflastert sind, ihre chromblitzenden Felgen und Motorenteile, die von der Kamera fetischistisch umschmeichelt werden, signalisieren auch, dass hier alles, aber auch alles an der Oberfläche verhandelt wird, nichts subtil ist, sondern stets bedacht um den größtmöglichen Effekt ins Bild gerückt wird. THE FAST AND THE FURIOUS ist die filmgewordene Proletenfantasie, aber erträumt von kühnen Marketingstrategen und ohne einen Funken von Humor dargeboten. In Verbindung mit dem fürchterlichen Soundtrack, auf dem sich schlechter Mainstream-Hip-Hop (der mittlerweile karrierelose Ja Rule ist mehrfach vertreten und spielt auch eine kleine Nebenrolle), NuMetal und andere Kleinkindermusik die Hand reichen, ergibt das zumindest in der ersten Hälfte des Films ein Festival der Fremdscham und des unfreiwilligen Humors.

Paul Walker gibt den zwischen Pflichtgefühl und Männerfreundschaft hin und hergerissenen Cop mit blondierten Strähnchen und Schmelz im Blick, der von Dominics alten Kumpels sofort mit lodernder Eifersucht gestraft wird, als handelte es sich um eine Bande abgelegter Geliebter. Diese Kumpels sind zwei tätowierte Dumpfbirnen, von denen sich eine sogleich auf einen Bitchfight mit dem süßen Brian einlässt, ihm aber natürlich hoffnungslos unterlegen ist, der andere ein unter ADD leidender Motoren- und Technik-Nerd mit schwarz lackierten Fingernägeln und den unvermeidbaren Heulattacken, wenn es hart auf hart kommt. Michelle Rodriguez trägt wieder ihre obligatorischen Tank Tops und gibt die tough bitch, auf die sie abonniert ist, darf aber immerhin eine Liebesbeziehung mit Dominic unterhalten, Jordana Brewster Dominics Herzensgute Schwester, die das Herz des Cops erobert und seinen späteren Gewissenskonflikt so noch verstärkt. Und der obercoole Zampano Dominic wird von Vin Diesel tatsächlich zum glaubhaften Charakter befördert, der nicht unerheblichen Anteil daran hat, dass es THE FAST AND THE FURIOUS nicht schon in der ersten Kurve zerlegt.

Denn die „Szene“, die hier „porträtiert“ wird, gleicht einem Affenzirkus, in dem Männer sich in einem nie enden wollenden Schwanzvergleich befinden und Frauen das ganz fantastisch finden. Kein Vergleich also zum rohen Realismus von Monte Hellmans TWO-LANE BLACKTOP. Die Rennen zwischen den aufgemotzten Sportwagen werden mitten in der Stadt vor Hunderten vergnügungssüchtiger Prolos und silikonbehandelter Ischen abgehalten, die ihrerseits allesamt mit ihren protzigen Autos angereist sind: Wie der Polizei dieses Spektakel entgehen kann, bleibt ein großes Rätsel, genauso wie die Frage – zum Glück – unbeantwortet bleiben muss, ob es tatsächlich diese geilen Schlampen gibt, die davon magisch angezogen werden, wenn ein Mann ein Autorennen gewinnt. Das ist alles so absurd, dass man den Blick unmöglich abwenden kann. Die witzigste Szene des Films ist sicherlich das gute amerikanische BBQ, das Dominic gemeinsam mit seiner Schwester für seine Crew im Vorgarten schmeißt und sogar ein Tischgebet sprechen lässt: Diese PS-süchtigen Verkehrsrowdies sind wahrlich ein Vorbild für uns alle.

Eigentlich unglaublich, aber der Film bekommt im letzten Drittel noch die Kurve, lässt den himmelschreienden Stuss hinter sich und schwingt sich im Showdown zu einem sehr soliden, einpeitschenden Actioner empor. THE FAST AND THE FURIOUS gewinnt am Ende quasi trotz seiner Selbst und hat so ziemlich überraschend den Grundstein für ein Franchise gelegt, dem zuletzt ein gemessen an seinen Anfängen doch überraschendes Wohlwollen entgegengebracht wurde. Dieser erster Teil ist vor allem ein Triumph des Marketings: Ein eigentlich höchst stromlinienförmiger Thriller leitete einen wahren Tuning-Craze aus, der sich bis heute in zahlreichen Doku-Formaten im Fernsehen niederschlägt.