Mit ‘Robert Beltran’ getaggte Beiträge

Die Ankündigung eines zum ersten Mal seit Millionen Jahren an der Erde vorüberziehenden Kometen treibt weltweit Tausende Schaulustiger auf die Straßen. Nur die Teeniemädels Regina (Catherine Mary Stewart) und ihre Schwester Samantha (Kelli Maroney) sind verhindert. Sie entgehen damit, ohne es zu wissen, der Apokalypse, denn die Strahlung des Kometen verwandelt alle Menschen in ein Häuflein Asche – oder in hungrige Zombies. Im menschenleeren Los Angeles treffen sie auf den LKW-Fahrer Hector (Robert Beltran) und ziehen bald die Aufmerksamkeit einiger Wissenschaftler auf sich, die sich, um die Bedrohung wissend, rechtzeitig in einem Bunker verschanzt, diesen aber nicht richtig isoliert haben. Von den drei Survivors erhoffen sie sich Erkenntnisse für die Heilung ihrer Strahlenschäden …

Nach dem ausgezeichneten SOLE SURVIVOR, dem missing link zwischen CARNIVAL OF SOULS und FINAL DESTINATION, inszenierte Eberhardt diesen Versuch eines poppigen Endzeitfilms, dessen Ergebnis zwar nicht vollständig begeistert, aber für seine Originalität dennoch Aufmerksamkeit verdient. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es Eberhardt wirklich gelungen ist, die gegensätzlichen Aspekte befriedigend zu vereinen: Die durchaus ernsten Untertöne schienen mir durch die vor allem optische Verortung im Teenie-Horror etwas unterwandert zu werden, für unschuldigen Fun ist NIGHT OF THE COMET ist wiederum zu ernst, gleichmäßig und ruhig. Doch viellleicht ist es gerade das, was Eberhardt wollte: Anstatt einen weiteren Popcornfilm zu inszenieren, der die etablierten Klischees bedient, lädt er diese stattdessen wieder mit Bedeutung auf. Dazu passt auch, dass sich auch die Zitatenfreude des Films nicht in öden Spot-the-Reference-Spielchen erschöpft, sondern vielmehr zeigt, wie hellsichtig gutes Genrekino sein kann: THE OMEGA MAN stand ebenso offensichtlich Pate wie Romeros DAWN OF THE DEAD bei einer Shopping-nach-der-Apokalypse-Sequenz referenziert wird. Dem Pessimismus des letzteren setzt Eberhardt aber ein Finale entgegen, das eher Romeros DAY OF THE DEAD vorwegnimmt: Die letzten Überlebenden gründen in der ausgestorbenen Metropole eine neue Zivilisation. Es muss ja irgendwie weitergehen.

Ich hatte ein bisschen was anderes erwartet, als ich NIGHT OF THE COMET einlegte, denn auch das DVD-Cover präsentiert den Film ziemlich irreführend als überdrehte Komödie, die er einfach nicht ist. Ich schätze, dass Eberhardts Film deshalb bei einer weiteren Sichtung, bei der ich dann weiß, was auf mich zukommt, deutlich zulegen wird. Ein schöner und eben wie gesagt origineller Film ist NIGHT OF THE COMET so oder so.