Mit ‘S. S. Wilson’ getaggte Beiträge

Als mehrere Arbeiter in der nahe gelegenen Silbermine auf mysteriöse Art und Weise ums Leben kommen, scheint sich der Name des Wüstenstädtchens Rejection zu bestätigen: Die Mine wird verlassen, die Siedler packen ihre Sachen und ziehen weiter gen Westen, nur ein paar Unverdrossene bleiben in ihrer Stadt. Da kommt der reiche Hiram Gummer daher, seines Zeichens Erbe der Mine und will seinen Besitz schützen. Doch als er feststellt, dass die Tode auf das Konto einer merkwürdigen Wurmart gehen, will er das Städtchen sich selbst überlassen …

Die TREMORS-Macher bleiben ihrem Erfolgsrezept treu: Bevor eine Idee Patina ansetzen kann, denken sie sich etwas neues aus. Weil die Verwandlungsmöglichkeiten der Graboiden langsam aber sicher ausgeschöpft sind (eine weitere Metamorphose zudem keine echte Neuerung mehr bedeuten würde) und die Filmreihe nicht zuletzt von ihrem Figureninventar und dem über drei Teile  scharf konturierten Örtchen Perfection lebt, drängt sich die Idee eines Prequels ja geradezu auf. TREMORS 4: THE LEGEND BEGINS erzählt – wie man unschwer am Titel ablesen kann – die Vorgeschichte zu TREMORS, reist in die Zeiten des Wilden Westens und erweitert so die Perspektive des Zuschauers. Man erfährt, warum Burt Gummer so ein Waffennarr werden musste, wie das armselige Wüstenkaff zu dem Namen Perfection kam, dass die Graboiden schon einmal ihr Unwesen trieben – und daran anschließend, warum sie in TREMORS trotzdem als unbekannt gelten konnten. Das ist alles gewohnt leicht und witzig erzählt und erscheint ganz erstaunlicherweise niemals bemüht. Die TREMORS-Reihe darf sich so damit rühmen, über vier Teile ein stets überdurchnittliches Niveau gehalten zu haben. Keine geringe Leistung, wie ich finde.

tremors 2: aftershocks(s. s. wilson, usa 1996)

Veröffentlicht: Dezember 31, 2009 in Film
Schlagwörter:, ,

Seit den Ereignissen des ersten Teils sind ein paar Jahre vergangen. Entgegen seiner Hoffnungen hat Earl Bassett (Fred Ward) aus seiner Entdeckung und Bezwingung der so genannten Graboiden nicht das große Geld schlagen können, vielmehr wurde er wieder einmal übers Ohr gehauen und steht fast mittellos auf seiner Straußenfarm. Doch als ein verzweifelter Vertreter einer mexikanischen Ölbohrfirma bei ihm vor der Tür steht und davon berichtet, dass mehrere Arbeiter in Mexiko den Würmern zum Opfer gefallen ist, willigt Earl nach guter Zurede des vorlauten Grady (Christopher Gartin) ein, erneut auf Würmerjagd zu gehen. Alles läuft glatt, doch dann durchlaufen die Würmer eine merkwürdige Metamorphose …

Trotz der Abwesenheit von Kevin Bacon – der war nach TREMORS in die oberen Hollywood-Etagen vorgedrungen und sich für einen zweiten Würmerfilm wohl zu schade – gelingt unter der Regie des Graboiden-Erfinders S. S. Wilson das Kunststück, die locker-flockige Erfolgsmischung aus Spannung und Humor fast ohne Verlust zu wiederholen. Das Pendel schlägt diesmal etwas stärker Richtung Humor aus, was aber kaum negativ ins Gewicht fällt, weil die Figuren glaubwürdig bleiben und Wilson jede Menge Ideen aufbietet, die dafür sorgen, dass TREMORS 2 nicht bloß zum lauen Aufguss der ersten Teils verkommt. Die Effekte kommen diesmal zum Teil aus dem Rechner, sind aber ausnahmslos gut gelungen und fügen sich ins krude Gesamtbild ein. Klar, alles ist eine Nummer kleiner, man vermisst etwas die epischen Bilder, weitschweifenden Kamerafahrten und -schwenks und Gartin ist kein Ersatz für Bacon. Aber das fällt alles nicht wirklich negativ ins Gewicht, zumal auch Michael Gross seine Rückkehr als Burt Gummer feiert. Wie beim ersten Teil gilt hier also: Feine Unterhaltung.